Der Asylpakt als Kapitulationsurkunde – und die Regierungen, die klatschen

Die Zustimmung Deutschlands und Österreichs zum sogenannten Asyl- und Migrationspakt der EU war nicht der Beginn einer Lösung. Sie war der erste und schwerwiegendste Fehler. Mit der Unterschrift unter dieses lückenhafte Konstrukt haben die Regierungen in Berlin und Wien die staatliche Souveränität im Fremdenwesen ein weiteres Stück preisgegeben und sich freiwillig einem System unterworfen, von dem man aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß, daß es keine Lösungen liefert – sondern nur neue Probleme, neue Bürokratie und neue Ausreden.
Seit dem 12. Juni 2026 gilt der Pakt. In Deutschland hat man brav zwei Anpassungsgesetze durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht, in Österreich ähnlich. Grenzverfahren an Flughäfen, verpflichtendes Screening, beschleunigte Verfahren, Eurodac-Registrierung, Solidaritätsmechanismus – alles soll nach Entschlossenheit klingen. Doch wer genauer hinsieht, erkennt das altbekannte Muster: Die EU-Zentrale in Brüssel diktiert den wieder einmal in die falsche Richtung gehenden Rahmen, die Mitgliedstaaten dürfen sich in Details verlieren und tragen dabei auch noch die Kosten und den Ärger. Die eigentliche Kontrolle über Einreise, Aufenthalt und Rückführung wird weiter vergemeinschaftet – und damit nicht nur sabotiert, sondern auch entdemokratisiert.

Souveränität als Handelsware
Genau hier liegt der Kern des Desasters. Fremdenwesen, Grenzschutz und Abschiebungen gehören zu den ureigensten Aufgaben eines Staates. Wer darüber nicht mehr allein entscheiden kann, hat seine Souveränität, seine Handlungsfähigkeit verloren. Der Asylpakt zementiert diese Schwächung. Dublin wird „reformiert“, bleibt aber in seiner Logik dasselbe undurchführbare System. Die neuen Grenzverfahren gelten vor allem an den Außengrenzen – also dort, wo Deutschland und Österreich kaum betroffen sind. Für die Zielländer der Sekundärmigration ändert sich wenig. Italien verweigert bereits wieder Rücknahmen und verlangt Kompensation. Die deutsche Regierung redet von „engen und vertrauensvollen Abstimmungen“, während die Zahlen der Ausreisepflichtigen steigen und die tatsächlichen Abschiebungen sinken.
In Österreich geht es kaum besser. Auch hier preist man den Pakt als Fortschritt, während die Realität an den Grenzen und in den Unterkünften eine völlig andere Sprache spricht. Beide Regierungen haben sich noch tiefer in die Abhängigkeit von einer EU-Führung begeben, die erfahrungsgemäß weder willens noch fähig ist, illegale Migration konsequent zu stoppen. Brüssel produziert Papiere, Gipfel und Solidaritätsmechanismen. Was es nicht produziert, sind Lösungen, funktionierende Rückführungen, geschützte Grenzen und die Rückgewinnung der Kontrolle.

Nationale Kosmetik statt echter Souveränität
Natürlich gibt es nationale Ergänzungen: Sekundärmigrationszentren in Deutschland, schnellere Arbeitsmarktzugänge mit Ausnahmen, verlängerte Grenzkontrollen. All das wird als „Migrationswende“ verkauft. Doch es bleibt doch pure Kosmetik auf einem Fundament, das man selbst geschwächt hat. Wer die Kompetenz nach Brüssel abgibt und dann stolz verkündet, man setze den Pakt „strikt“ um, betreibt vorsätzliche Bürgertäuschung. Die EU-Führung hat in den vergangenen zehn Jahren eindrucksvoll bewiesen, daß sie das Problem weder lösen will, noch kann. Sie verwaltet es, moralisiert darüber und bestraft jene, die es ernsthaft angehen. Die Zustimmung zum Pakt war der freiwillige Eintritt in genau dieses falsche Spiel.
Die Folgen sind vorhersehbar. Solange die Mitgliedstaaten nicht die volle Entscheidungsfreiheit über Einreise und Aufenthalt zurückgewinnen, bleiben alle nationalen Maßnahmen Stückwerk. Der Pakt schränkt diese Freiheit weiter ein und schafft neue Abhängigkeiten. Daß deutsche und österreichische Regierungsvertreter das als Erfolg feiern, zeigt, wie weit die Entfremdung von den Interessen der eigenen Bürger fortgeschritten ist. Man hat die Souveränität verschenkt und preist den dies auch noch als Rettung.

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2 thoughts on “Der Asylpakt als Kapitulationsurkunde – und die Regierungen, die klatschen

  1. Alles nur Show!

    https://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/europas-hoffnung-auf-r%C3%BCckf%C3%BChrungszentren-k%C3%B6nnte-entt%C3%A4uscht-werden/ar-AA2aYqmc?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=6a8fdb6d238d4f7dab7f34fdc2cfb510&ei=51

    Der Umvolkungszug ist nicht mehr zu stoppen!

    Die Rückführungsillusion – Europas Migration ist nicht mit Schlagworten zu stoppen

    Europa versucht, die Kontrolle über die Migration zurückzugewinnen. Rückführungszentren, sogenannte „Return Hubs“, schnellere Asylverfahren – die politischen Botschaften klingen entschlossen. Doch zwischen Ankündigung und Wirklichkeit liegt ein gewaltiger Unterschied.

    Die EU selbst räumt ein, dass bislang nur etwa jeder vierte Mensch, der Europa verlassen müsste, tatsächlich zurückkehrt. Nun sollen Rückführungszentren in Drittstaaten Abhilfe schaffen. Das Konzept ist rechtlich inzwischen vorgesehen, praktisch aber noch keineswegs etabliert. Österreich, Deutschland und weitere Staaten verhandeln derzeit über mögliche Partnerländer.

    Das Problem liegt tiefer.

    Die europäische Asylpolitik versucht seit Jahren, ein Problem administrativ zu lösen, das längst eine demografische, wirtschaftliche und geopolitische Dimension angenommen hat. Afrika wächst, Europa altert. Während in vielen afrikanischen Staaten die Bevölkerung stark zunimmt, kämpfen europäische Gesellschaften mit niedrigen Geburtenraten und einer alternden Bevölkerung.

    „Rückführungszentrum“ ist noch keine Rückführung.

    Dazu braucht es Herkunftsstaaten, die ihre Staatsbürger zurücknehmen, funktionierende Identitätsfeststellungen, politische Vereinbarungen und letztlich die Bereitschaft, Rückführungen auch tatsächlich durchzusetzen. Genau an dieser Kooperation scheitert die europäische Politik seit Jahren. Selbst die EU beschreibt die Zusammenarbeit mit Drittstaaten bei Rückübernahmen deshalb als eine zentrale Herausforderung.

    Die Bevölkerung wird deshalb mit Hoffnungen beruhigt, die möglicherweise weit hinter den Erwartungen zurückbleiben werden: neuer Asylpakt, neue Rückführungsverordnung, neue Zentren, neue Abkommen. Jede neue Maßnahme wird als Wendepunkt verkauft.

    Doch Europa braucht keinen weiteren politischen Etikettenschwindel. Es braucht eine ehrliche Debatte über die entscheidende Frage:

    Welche Migration kann Europa dauerhaft verkraften – und welche nicht?

    Wer diese Frage nicht stellt, betreibt keine Migrationspolitik, sondern Krisenverwaltung.

    Und noch etwas muss ausgesprochen werden: Wer glaubt, man könne die demografische Entwicklung Europas durch Zuwanderung beliebig kompensieren, verschiebt das Problem lediglich in die Zukunft. Integration kostet nicht nur Geld. Sie verlangt auch Wohnraum, Schulen, Arbeitsplätze, soziale Stabilität und vor allem eine gemeinsame Vorstellung davon, was eine Gesellschaft zusammenhält.

    Europa muss deshalb endlich zwischen humanitärer Hilfe, qualifizierter Zuwanderung und ungesteuerter Migration unterscheiden.

    Die große Illusion besteht darin, den Menschen einzureden, Europa könne einfach weitermachen wie bisher und müsse nur die richtigen Rückführungszentren bauen. Das wird nicht reichen.

    Wenn die Politik der Bevölkerung keine realistische Antwort gibt, wird der Vertrauensverlust weiter wachsen. Denn die Menschen wollen nicht ständig neue Ankündigungen hören. Sie wollen wissen, ob ihre Staaten die Kontrolle über ihre Grenzen, ihre Sozialsysteme und letztlich über ihre eigene demografische Zukunft noch besitzen.

    Die Zeit der politischen Beruhigungspillen sollte vorbei sein. Europa braucht endlich eine Migrationspolitik, die nicht nur verwaltet, sondern Grenzen setzt, Prioritäten definiert und langfristig denkt.

  2. https://rabenspiegel.de/2026/07/13/europa-schrumpft-afrika-waechst-die-stille-revolution-der-weltbevoelkerung-hat-laengst-begonnen/

    „Es gibt Entwicklungen, die sich mit Demonstrationen, Wahlplakaten oder Sonntagsreden nicht aufhalten lassen. Der demografische Wandel gehört dazu. Während Politiker noch über Rentenpakete, Fachkräftemangel oder Wohnungsbau streiten, verändert sich die Weltbevölkerung in einem Tempo, das die kommenden Jahrzehnte prägen wird.

    Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird die Weltbevölkerung zwar bis Mitte der 2080er Jahre noch auf rund 10,3 Milliarden Menschen anwachsen. Danach beginnt jedoch erstmals in der modernen Menschheitsgeschichte eine Phase des langfristigen Rückgangs.

    Der Grund ist simpel: Immer weniger Menschen bekommen Kinder.

    Europa wird älter, kleiner und wirtschaftlich schwächer…“

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