
Brüssels Pläne bedeuten für die Bauern: weniger Geld, mehr Willkür, null Planungssicherheit.
Der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser kritisierte den aktuellen Vorschlag für die zukünftige Finanzierung der Bauern für den Zeitraum 2028–2034. „Die EU plant Änderungen im Budget, die für die Bäuerinnen und Bauern nur Nachteile bringen. Was hier vorbereitet wird, ist nichts weniger als die schleichende Abschaffung einer verlässlichen Agrarfinanzierung zugunsten eines zentral gesteuerten Super-Fonds!“
„Das Budget für Landwirtschaft wird zu einer Art Verschiebebahnhof für Geld!“, sagte der Freiheitliche und erklärte: „Künftig will die EU-Kommission einen riesigen Sammelfonds schaffen – offiziell für ‚wirtschaftlichen, sozialen und territorialen Zusammenhalt, Landwirtschaft, ländlichen Raum, Fischerei, Wohlstand und Sicherheit‘. Gesamtvolumen: 865 Milliarden Euro. Das klingt nach mehr Geld, ist aber in Wahrheit ein Taschenspielertrick“, stellte Hauser fest. „Denn: Für die Landwirtschaft sind daraus lediglich ‚mindestens‘ 295,7 Milliarden Euro vorgesehen, also um 91,3 Milliarden weniger als bisher – trotz Inflation, steigender Kosten und wachsender Auflagen. Das ist ein klarer Kahlschlag auf Raten“, betonte Hauser.
„Während das gesamte Geld in einen Topf geworfen wird, über den zukünftig die Kommission mitentscheidet, wird der fixe Anteil für die Bauern um mindestens 91,3 Milliarden reduziert – und dies zu einem Zeitpunkt, in dem die Erträge für die Bauern (zum Beispiel bei Milch) massiv schrumpfen, die Kosten hingegen explodieren (beispielsweise bei Düngemitteln, Energie und Arbeitskräften).
Zusätzlich geraten die Landwirte durch Freihandelsabkommen unter Druck. Bisher war das Landwirtschaftsbudget (Gemeinsame Agrarpolitik) für den Zeitraum 2021–2027 klar strukturiert und mit fixen 387 Milliarden Euro dotiert. Diese Struktur sicherte zumindest ein Mindestmaß an Planbarkeit für unsere Bauern“, so Hauser.
Besonders brisant sei das erklärte Ziel der Kommission: mehr „Flexibilität“ und „Anpassungsfähigkeit“ des neuen Sammelbudgets. „Das bedeutet nichts anderes, als dass Brüssel – oder besser gesagt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen – künftig mitentscheiden kann, wofür die vielen Milliarden ausgegeben werden. Nützt der Kommission, schadet aber den Betroffenen, den Landwirten!“, so die scharfe Kritik des Europa-Abgeordneten.
Abschließend fordert Hauser eine klare Kehrtwende: „Schluss mit diesem Brüsseler Umverteilungswahnsinn! Wir brauchen – so wie in der Vergangenheit – einen eigenständigen, zweckgebundenen Agrarhaushalt mit fixen Mitteln. Alles andere ist ein Angriff auf unsere Bauern. Wer die Landwirtschaft opfert, gefährdet unsere Ernährungssouveränität. Das werden wir nicht akzeptieren!“
Mag. Gerald Hauser ist Mitglied im Ausschuss für öffentliche Gesundheit (SANT), stv. Mitglied im Ausschuss Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) und stv. Mitglied im Ausschuss für Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI).
Die neuen Fürsten und die moderne Scholle
Damals war es der Zehnte, heute ist es die CO2-Abgabe, die Düngeverordnung und das Flächenstilllegungs-Diktat. Thomas Müntzer würde wahrscheinlich die Hände über dem Kopf zusammenschlagen, wenn er sähe, dass die Bauern heute nicht mehr gegen den Adel, sondern gegen Excel-Tabellen und „Green Deal“-Bürokraten kämpfen.
Der Brüsseler Feudalismus (Münzer wäre not amused)
Die EU hat das feudalistische System perfektioniert:
Das Agrarbudget (GAP): Das ist das moderne Almosen. Man nimmt dem Bauern erst die wirtschaftliche Freiheit durch tausend Auflagen und gibt ihm dann ein paar „Subventions-Brosamen“ zurück – aber nur, wenn er brav das Knie vor der Biodiversitäts-Statistik beugt.
Ukraine-Beitritt: Wenn die „Kornkammer Europas“ mit ihren gigantischen Oligarchen-Betrieben in den Binnenmarkt drängt, wird der heimische Familienbetrieb zum Relikt. Das ist so, als würde man im Mittelalter einem Kleinbauern sagen: „Du, nebenan hat der Herzog gerade 50.000 Hektar Neuland erschlossen, viel Glück beim Preiswettbewerb!“
Mercosur: Rinderwahnsinn mit System
Es ist die Krönung des Zynismus: Wir peitschen in Europa die höchsten Umweltstandards durch, bis der heimische Bauer pleitegeht, nur um dann das Rindfleisch aus gerodeten Regenwäldern in Südamerika zu importieren. Globaler Handel schlägt lokalen Verstand.
Wo bleibt der moderne Thomas Müntzer?
Der echte Müntzer (der übrigens 1525 im Bauernkrieg den Kopf verlor – ein Detail, das die EU-Kommission sicher „regulatorisch inspirierend“ fände) forderte: „Die Herren machen das selber, dass der arme Mann ihr Feind wird.“
Heute wartet man vergeblich auf einen charismatischen Anführer mit der Bundschuh-Fahne. Stattdessen haben wir:
Die Traktor-Kolonnen: Sie sind die moderne Kavallerie. Wenn Berlin oder Brüssel lahmgelegt werden, ist das der „Schlachtruf“ von heute.
Digitale Flugblätter: Die sozialen Medien sind die Druckereien des 21. Jahrhunderts.
„Omnia sunt communia“ (Alles gehört allen) – Müntzers alter Slogan klingt heute fast wie die Drohung des World Economic Forum: „Sie werden nichts besitzen und glücklich sein.“
Die Schlacht der Traktoren
Der „Bauernkrieg 2026“ findet nicht mit Sensen und Dreschflegeln statt, sondern mit blockierten Autobahnauffahrten und Gülle-Duschen vor den Ministerien.
Der neue Müntzer wird kein Theologe sein, sondern wahrscheinlich ein verzweifelter Agraringenieur, der genug von der Bürokratie-Leibeigenschaft hat. Wenn die EU so weitermacht und die Ukraine-Flächen sowie Mercosur-Deals ungefiltert auf den Markt wirft, wird aus dem „demokratischen Schild“ ganz schnell ein sehr realer Schutzwall aus Traktorreifen.
Die Geschichte wiederholt sich: Wenn die Eliten den Bezug zum Boden verlieren, antwortet der Boden mit Widerstand. Gottes Wille oder Brüsseler Verordnung – irgendwann ist das Fass eben voll.