
Frontex (die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache) setzt seit Jahren systematisch Flugzeuge und Drohnen zur Luftüberwachung im zentralen Mittelmeer ein. Diese Aufnahmen dienen der Erkennung von Migrantenbooten, der Koordination von Such- und Rettungseinsätzen sowie der Informationsweitergabe an nationale Rettungsleitstellen (einschließlich libyscher Stellen). Die Agentur betreibt unter anderem Langstreckendrohnen (z. B. Heron-Typ) und Überwachungsflugzeuge wie die „Eagle“-Serie von Stützpunkten in Italien, Malta und anderen Orten aus.
Der brisanteste aktuelle Fall: Das Video vom 11. Mai 2026
Das derzeit am heftigsten diskutierte Material stammt von einem Frontex-Überwachungsflugzeug (Eagle 1) und zeigt eine Aktion vor der libyschen Küste (rund 55–90 Seemeilen nordöstlich von Tripolis):
- Etwa 90 Migranten (überwiegend aus Bangladesch) werden von einem schnellen, motorstarken Boot mit fünf maskierten und paramilitärisch gekleideten Männern (vermutete Schlepper, teilweise bewaffnet) geordnet an Beiboote der deutschen NGO Sea-Watch (Schiff „Sea-Watch 5“) übergeben.
- Die Übergabe erfolgt ruhig und organisiert: Die Migranten tragen bereits Schwimmwesten, es gibt keine sichtbare Panik, kein sinkendes Boot und keine Personen im Wasser.
- Nach Abschluß der Übergabe fahren die maskierten Männer in Richtung Libyen zurück; einer zeigt laut Berichten den Daumen nach oben.
Das Material gelangte an Medien (zuerst Le Figaro, dann Il Giornale, Welt, Bild u. a.) und löste Ermittlungen der italienischen Staatsanwaltschaft Brindisi gegen den niederländischen Kapitän der Sea-Watch 5 wegen Verdachts der Beihilfe zur illegalen Einreise aus (Strafandrohung bis zu 20 Jahre). Sea-Watch bestreitet jede Kooperation oder Absprache mit Schleppern scharf, spricht von einer „Verleumdungskampagne“ und betont die völkerrechtliche Pflicht zur Seenotrettung. Die Organisation behauptet weiter, daß kurz nach dieser Aktion ein libysches Schiff die „Sea-Watch 5“ bedroht und beschossen haben soll.
Frontex bestätigte den Einsatz eines Flugzeugs in dem Gebiet an diesem Tag.
Allgemeine Rolle der Drohnen- und Luftüberwachung
- Frontex-Drohnen und Flugzeuge entdecken regelmäßig Boote und melden Positionen an die zuständigen Leitstellen. Sogenannte „Kritiker“ (u. a. Human Rights Watch, Sea-Watch, Forschungsgruppen) werfen der Agentur vor, daß diese Meldungen häufig zu Interzeptionen durch die libysche Küstenwache und Rückführungen nach Libyen führen – trotz angeblich dokumentierter Menschenrechtsverletzungen dort.
- Gleichzeitig nutzen NGO-Schiffe die Informationen teilweise selbst für behauptete Rettungseinsätze.
- Frontex testet und setzt zunehmend größere Drohnen ein, auch von Schiffen aus (z. B. Pilotprojekt mit der italienischen Küstenwache 2026). Die Flugstunden und die Reichweite der Überwachung wurden in den letzten Jahren deutlich ausgeweitet.
- Vorläufige Frontex-Zahlen für 2026 zeigen einen Rückgang der irregulären Grenzübertritte in die EU um 37% in den ersten sieben Monaten (Rückgang auf der zentralen Mittelmeerroute).
Hintergrund und Debatte
Solche Aufnahmen sind nicht neu. Schon früher gab es Drohnen- und Flugzeugvideos, die Übergaben oder das Vorgehen von Schleppern dokumentierten und Debatten über mögliche Pull-Faktoren durch NGO-Schiffe auslösten. Italienische Behörden und konservative Medien sehen in dem Mai-2026-Material einen weiteren Beleg für die längst bekannte systematische Kooperation. Linke und NGO-nahe Stimmen bezeichnen die Vorwürfe als propagandistisch und betonen, daß jede Rettung aus Seenot legal und geboten sei.
Die Diskussion um Frontex-Drohnenberichte bleibt damit eng mit den großen Streitpunkten der Migrationspolitik verknüpft: Grenzschutz vs. Seenotrettung, mögliche Kollusion und Kooperation mit Schleppernetzwerken und die Rolle privater Organisationen im Mittelmeer.
Gaddafis Gold, Libyens Zerfall und Europas machtlose Grenze
Es gibt Geschichten, die mit der Zeit nicht verschwinden, sondern immer interessanter werden. Eine davon ist die Geschichte von Muammar al-Gaddafi, seinen Goldreserven und dem Krieg gegen Libyen im Jahr 2011.
Eine inzwischen veröffentlichte E-Mail des langjährigen Clinton-Vertrauten Sidney Blumenthal an die damalige US-Außenministerin Hillary Clinton vom 2. April 2011 spricht von 143 Tonnen Gold und einer ähnlichen Menge Silber, die sich im Besitz der libyschen Regierung befunden hätten. In derselben Nachricht heißt es, dieses Gold sei für den Aufbau einer panafrikanischen Währung auf Basis eines libyschen Golddinars vorgesehen gewesen – als Alternative zum französischen CFA-Franc.
Das ist ein bemerkenswertes Dokument, welches zeigt, dass Währungs- und Machtinteressen im Umfeld des Libyenkrieges sehr wohl thematisiert wurden. Die Nachricht nennt neben dem Gold auch Öl, französischen Einfluss in Nordafrika und die Sorge vor einem langfristigen Machtverlust Frankreichs in der Region.
Und dann lohnt sich ein Blick auf das Ergebnis.
Gaddafi wurde 2011 gestürzt und getötet. Der libysche Staat zerfiel. Aus dem ehemals zentral regierten Land wurde ein politisch und militärisch fragmentiertes Gebiet. Und ausgerechnet dieses zerfallene Libyen ist heute einer der wichtigsten Ausgangspunkte jener Migrationsbewegung, die Europa seit Jahren nicht unter Kontrolle bekommt.
Das ist die historische Ironie: Man beseitigte einen Diktator – und schuf einen Staat, dessen Grenzen heute kaum noch wirksam kontrolliert werden können.
Libyen ist inzwischen ein Transitland für Menschen aus Afrika und Asien, die über das Mittelmeer nach Europa wollen. Libyen ist der mit Abstand wichtigste Ausgangspunkt der zentralen Mittelmeerroute. Rund 8.500 Ankünfte wurden auf dieser Route registriert; die Agentur bezeichnet Libyen ausdrücklich als Hauptabfahrtsland.
Und genau hier liegt das eigentliche europäische Versagen.
Europa verfügt über eine hochgerüstete Grenzschutzagentur, über Satelliten, Flugzeuge, Schiffe, Überwachungssysteme und Tausende Beamte. Trotzdem kann Europa nicht verhindern, dass von der libyschen Küste immer wieder Boote Richtung Europa aufbrechen. Frontex kann registrieren, überwachen und unterstützen – aber die Ursache des Problems liegt außerhalb des europäischen Hoheitsgebietes und damit außerhalb seiner unmittelbaren Kontrolle.
Noch absurder wird es dadurch, dass die EU inzwischen selbst mit libyschen Behörden zusammenarbeitet, um die Migration einzudämmen. Gleichzeitig bestehen massive Zweifel an der Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechtslage jener libyschen Strukturen, mit denen Europa kooperiert.
Man muss deshalb zwei Fragen voneinander trennen:
War Gaddafis Gold tatsächlich der Grund für seinen Sturz? Dafür gibt es Hinweise und Indizien.
Hat der Sturz Gaddafis und die anschließende Zerstörung der staatlichen Ordnung Libyen zu einem zentralen Problem für Europas Migrationspolitik gemacht? Ja – und für Schlepper und NGOs ein Milliardegeschäft.
Und genau darin liegt die bittere Lehre.
Eine Diktatur zu beseitigen ist noch keine Politik. Einen Staatschef zu stürzen ist noch kein Staatsaufbau. Und einen Staat militärisch zu zerstören, ohne anschließend eine funktionierende politische Ordnung herstellen zu können, kann Folgen haben, die Jahrzehnte später noch Europa beschäftigen. (genauso in Afghanistan, Irak, Syrien etc.)
Vielleicht sollte man deshalb bei der Beurteilung des Libyenkrieges nicht nur fragen: War Gaddafi ein Diktator? – Das war er.
Man sollte auch fragen: Was wurde aus Libyen, nachdem er beseitigt worden war?
Die Antwort lautet: ein zerfallener Staat, ein Machtvakuum, ein Eldorado für Schmuggler und Schlepper und NGOs – und einer der wichtigsten Ausgangspunkte für die Migration über das Mittelmeer.
Und während Europa Milliarden für Grenzschutz, Integration und Migrationsverwaltung ausgibt, steht die eigentliche Frage weiterhin unbeantwortet im Raum:
War es wirklich eine kluge Politik, einen Staat zu zerstören, dessen staatliche Ordnung man anschließend nicht ersetzen konnte?
Die 143 Tonnen Gold sind dabei vielleicht nur ein Teil der Geschichte. Und was ist die Folge der politischen Entscheidungen von 2011?
Libyen liefert darauf bis heute eine ziemlich ernüchternde Antwort.
https://www.srf.ch/news/international/tod-von-gaddafi-sohn-das-ende-der-gaddafi-aera-in-libyen-ein-ueberblick
Und die Folgen für uns?
https://www.msn.com/de-at/finanzen/allgemein/zug-ist-abgefahren-wiener-lehrerin-erz%C3%A4hlt-alles/ar-AA2aOF0b?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=6a8d49e4b9b34f15a4442248187b9abf&ei=26
Wir können keinen gebildeten Nachwuchs reproduzieren – d.h. – die EU wird zu einem Dritte Welt Kontinent, nicht morgen oder übermorgen, aber der Verfall ist nicht mehr zu stoppen!!!!
Frontex, der zahnlose Wachhund, kann nur beobachten und melden – die Schlepper-NGOs werden weiter Milliarden verdienen!
Nicht nur die Bildung kollabiert – das ganze System Titanic:
https://youtube.com/shorts/lWhLf7KgUAw?is=7Q_GLb7TeIl_3V8_
Bildung? Aber die Deutschen haben doch diese tolle Universitätsprofessorin –
https://www.msn.com/de-at/finanzen/allgemein/neuer-top-job-f%C3%BCr-baerbock/ar-AA2aQ5KZ?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=6a8d5601f3ca41908038fcedaae46046&ei=22
„Anfang September, wenn die 45-jährige Ex-Außenministerin ihre Amtszeit als Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen beendet hat, beginnt für sie ein neues Leben. Künftig wird Baerbock an der traditionsreichen Columbia University in New York unterrichten, die zuletzt mit Negativ-Schlagzeilen für Wirbel gesorgt hatte.“
Von solch intellektuellen Kapazundern können wir an unseren Unis nur träumen!!!
Warum fällt mit jetzt wieder einmal das Kometenlied ein? – na ist ja unerklärlich, die Wege des Herren sind eben rätselhaft