Der entlarvte Feind – Ein Parteitag und die durchsichtige Maske der angeblichen Demokratieverteidiger

Etwas Zeit ist nun seit dem AfD-Bundesparteitag in Erfurt ins Land gezogen. Und es wurde bereits einiges darüber berichtet. Lag vor diesem Parteitag der Focus der meisten Medien auf der AfD, der man völlig wahrheitswidrig unterstellte, sie hätte sich den 100. Jahrestag eines Nazi-Parteitags ausgesucht, schwenkte der Blick noch am Samstag in Richtung der selbsternannten Demokratiewächter, die den Parteitag zu verhindern, oder zumindest zu stören versuchten. Diese Obskuranten mit Behinderungs- und Verhinderungsvorsatz nennen sich (seltsamerweise noch immer) „Verteidiger der Demokratie“.
Mancherorts wurde die Demokratie, die gerne auch mal als „Unsere Demokratie“ verwaschen wird, mit solcher Inbrunst verteidigt wird, dass man fürchten muss, sie könne unter der Last der Verteidiger zusammenbrechen. Und so hat sich am vergangenen Wochenende in Erfurt ein Schauspiel zugetragen, das an Deutlichkeit nur noch sehr wenig zu wünschen übrig lässt.
Der Bundesparteitag der Alternative für Deutschland fand statt – nicht trotz, sondern gerade wegen jener Kräfte, die ihn mit aller Macht zu verhindern suchten. Und eben diese Kräfte haben sich, in ihrem beinahe religiösen Eifer, am Ende selbst am gründlichsten entlarvt.

Die Blockade der Demokratie
Es gehört zu den feineren Ironien der jüngsten Geschichte, dass eben jene Organisationen, die sich lautstark als Hüter von Verfassung und Demokratie gerieren, mit unverhohlener Freude verkündeten, eine gesetzlich einwandfreie, grundgesetzlich geschützte Parteiversammlung verunmöglichen zu wollen. Linke bis linksextreme Gruppierungen, darunter das Bündnis „Widersetzen“, hatten sich zusammengefunden, um Wege zu blockieren, Delegierte an der Anreise zu hindern und den demokratischen Akt innerparteilicher Willensbildung zu torpedieren. Eine kurze, symbolische Sitzblockade mag im Rahmen des Versammlungsrechts noch als Ausdruck bürgerlichen Ungehorsams durchgehen. Wer jedoch planvoll Menschen daran hindert, ihren rechtmäßigen Weg fortzusetzen, der begeht schlicht Nötigung – ein Straftatbestand, der mit friedlichem Protest nichts, aber rein gar nichts gemein hat. Das Grundgesetz verlangt von Parteien innerparteiliche Demokratie; sie auf Parteitagen zu leben, ist nicht nur Recht, sondern Pflicht. Diesen Akt zu verhindern, ist keine Meinungsäußerung mehr, sondern ein kämpferischer Angriff auf die Verfassungsordnung. Wer das anders sieht, dem sei die Lektüre des Grundgesetzes ans Herz gelegt – oder wenigstens ein Blick in die eigenen Widersprüche.
Die AfD-Delegierten jedoch bewiesen jene deutsche Tugend, die man früher als preußische Präzision, Deutsche Pünktlichkeit und Bauernschläue zugleich bezeichnete: Sie kamen, als die selbsternannten Widersetzer noch im Bett lagen. Zwischen zwei und fünf Uhr morgens traf der Großteil ein. Ein Coup, der die Blockierer blamierte und im Grunde nur zeigte, dass man mit etwas gutem Willen und Voraussicht auch gegen die organisierten Verhinderer bestehen kann. Der Parteitag selbst durfte sich dann als mustergültig ganz besonders deutsch erweisen: Mit Herzblut und Akribie wurde über den 37. stellvertretenden Vorsitzenden, den 58. Kassenprüfer oder den 72. Beisitzer des Bundesparteischiedsgerichts debattiert. Wer hier Klamauk wittert, liegt nicht gänzlich falsch, sollte aber deswegen nicht verkennen, dass echte Demokratie eben auch in den Niederungen der Statuten und Geschäftsordnungen stattfindet – und nicht nur in vor Pathos triefenden Sonntagsreden.

Die brandgefährlichen Feinde der Pressefreiheit
Während drinnen also demokratisch diskutiert, und sogar ein wenig gestritten wurde, eskalierte draußen die Gewalt. Besonders perfide: Brutale Übergriffe auf Journalisten. Zwei Reporter von Apollo News wurden von einer entmenschten Meute gejagt, zusammengeschlagen, einer sogar mit Tritten gegen den Kopf traktiert, als er bereits am Boden lag. Videos dokumentieren den Mob, der „Verpisst Euch!“ brüllte und mit Fäusten und Füßen zuschlug und zutrat. Andere Medienvertreter wurden mit Flaschen beworfen, Verletzte mussten ins Krankenhaus.
Hier offenbart sich die bittere Komödie: Gerade jene, die der AfD „Verfassungs- und Demokratiefeindlichkeit“ vorwerfen, entpuppen sich als die eigentlichen Praktiker autoritärer Methoden. Sie greifen zu Gewalt gegen Andersdenkende, rechtfertigen anschließend die Übergriffe („Faschist*innen mit Presseausweis sind immer noch Faschist*innen“) und verweigern sogar auf Pressekonferenzen Fragen unliebsamer Medien. Das Zentrum für Politische Schönheit höhnte über die Verletzten, Luisa Neubauer beteiligte sich an Sitzblockaden, und manche ÖRR-Stimmen forderten allen Ernstes eine Distanzierung der AfD von den Angriffen auf ihre Kritiker. Diese Farce schreibt sich beinahe von selbst: Die wahren Feinde der Demokratie halten sich für ihre Retter.

Steuergelder für die Feinde des Staates
Besonders perfide wird das Ganze, wenn man bedenkt, dass viele dieser Organisationen direkt oder indirekt aus Steuergeldern finanziert werden. Der Verfassungsstaat sponsert munter seine eigenen Totengräber – ein Luxus, den sich nur eine politische Klasse leisten kann, die den Ernst der Lage noch immer nicht begriffen will. Über hunderte Millionen Euro flossen in den vergangenen Jahren an Akteure, die nun gegen demokratisch legitimierte Parteien mobil machen. Hier wird nicht mehr nur mit Worten gekämpft, sondern mit dem Portemonnaie des Steuerzahlers gegen dessen Willen.
Die Verteidiger dieser Zustände greifen zu den üblichen Schlagworten: „Nazis“, „Faschisten“, „Demokratiefeinde“. Mit stumpf gewordenen Floskeln wird um sich geworfen, bis die Begriffe ihre historische Schwere verlieren und zu leeren Worthülsen verkommen. Die politische Linke, samt ihren pseudokonservativen Imitatoren, die alles zum Nazi erklären, relativieren den tatsächlichen Schrecken jener Epochen und entlarven vor allem das eigene Bildungsniveau. Es ist nicht das Aufkommen echter Totalitarismen, das diese Rhetorik befeuert, sondern die intellektuelle Armut einer Linken, die noch nie Argumente kannte, sondern immer nur Feindbilder.

Ist Deutschland noch lernfähig?
Der Erfurter Parteitag war somit ein doppeltes Lehrstück: Er zeigte eine AfD, die sich trotz aller Widrigkeiten als sehr lebendige, sehr streitbare Kraft erweist – klischeehaft deutsch in ihrer Gründlichkeit, aber unbeirrbar in ihrem Willen, gehört zu werden. Und er entlarvte die selbsternannten Demokratiewächter als das, was sie sind: Kräfte, die Demokratie nur akzeptieren, solange sie selbst das Ergebnis bestimmen. Wer Wahlergebnisse nicht anerkennt, wer Journalisten prügelt und wer mit Steuergeld gepampert gegen den Rechtsstaat agitiert, der hat mit der Demokratie gar nichts mehr am Hut, sondern den Begriff „Demokratie“ längst für seine Zwecke umgedeutet.
In einer Republik, die noch ansatzweise bei Verstand ist, würde man solche Vorgänge umgehend zum Anlass nehmen, die Finanzierung politischer Vorfeldorganisationen radikal zu überprüfen, das Versammlungsrecht konsequent durchzusetzen und die Gewalttäter nicht länger zu verharmlosen. Stattdessen hört man im ÖRR und einer ganzen Reihe der großen Medienhäuser das übliche Geschwätz von „überwiegend friedlichen Protesten“ und das Schweigen derjenigen, die sonst bei jedem Anlass Pressefreiheit beschwören – solange es die richtigen Presseleute trifft.
Erfurt hat gezeigt: Die wahren Feinde der Demokratie stehen nicht immer dort, wo man sie dank ÖRR-Erziehung vermuten könnte. Manchmal tragen sie bunte Fahnen, rufen nach Toleranz und treten dabei einem am Boden Liegenden gegen den Kopf. Die Geschichte wird über jene richten, die hier wirklich auf der falschen Seite standen. Bis dahin bleibt nur der bittere Trost, dass die Demokratie sich offenbar noch immer wehrt – auch wenn ihre lautesten selbsternannten Verteidiger ihr dabei am meisten schaden.

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2 thoughts on “Der entlarvte Feind – Ein Parteitag und die durchsichtige Maske der angeblichen Demokratieverteidiger

  1. Der brave ORF – Journaillist Pfeiffer sprach von einem „Aufmarsch“ der AfD – er berichtet auch immer brav von „gesichert rechtsextrem“ und ganz brav hat er ungeprüft die Lügen von „Wannsee“ – correctiv lustvoll zelebriert.

    https://www.cicero.de/kultur/klage-correctiv-wannsee-zeit-meinung-tatsache

    Ja sie sind schon richtige Volkverblöder, diese ORF-Operettensprecher! Darum – nur mehr 2servus-Tv und den „Wegscheider“ anschauen – der Vergleich zeigt den Qualitätsunterschied!

  2. Demokratie à la carte

    Der Parteitag der AfD ist vorbei. Und wie immer gehörte nicht nur die Partei zum Programm, sondern auch die ritualisierte Empörung davor. Busse voller Demonstranten, Blockaden, Pfeifkonzerte und der obligatorische Kampf gegen den drohenden Weltuntergang. Wer werktags Zeit hat, quer durch Deutschland zu reisen, um gegen einen demokratisch zugelassenen Parteitag zu demonstrieren, muss entweder einen ausgesprochen verständnisvollen Arbeitgeber haben – oder einen anderen Finanzierungsplan.

    Dabei fällt ein bemerkenswerter Widerspruch auf: Die AfD wird von Millionen Bürgern gewählt, sitzt in Parlamenten und tritt zu freien Wahlen an. Dennoch wird vielfach so getan, als müsse bereits ihre bloße Existenz bekämpft werden.

    Ganz anders der Umgang mit dem Kommunismus.

    In Graz stellt die Kommunistische Partei die Bürgermeisterin. Kein bundesweiter Aufschrei. Keine Massenblockaden. Keine Forderungen, Parteitage zu verhindern. Keine Alarmstufe Rot in den Nachrichtensendungen. Im Gegenteil: Man gratuliert höflich und geht zur Tagesordnung über.

    Dabei lohnt ein Blick in die Geschichte. Während der Nationalsozialismus zu Recht als Menschheitsverbrechen verurteilt wird, gerät oft in Vergessenheit, dass auch kommunistische Regime im 20. Jahrhundert Millionen Menschen das Leben kosteten – durch Terror, Hungersnöte, Gulags und politische Verfolgung. Diese historische Bilanz ist gut dokumentiert und verdient ebenso eine kritische Auseinandersetzung.

    Offenbar gibt es jedoch Ideologien erster und zweiter Klasse. Die eine wird bis heute mit größter moralischer Wachsamkeit betrachtet. Die andere darf – solange sie sich ein freundliches, demokratisches Gesicht gibt – erstaunlich gelassen auftreten.

    Besonders interessant wird es bei patriotischen Parolen. Wer sagt: „Deutschland zuerst“, löst regelmäßig Empörung aus, weil der Satz angeblich historisch belastet ist. Geschichte prägt Sprache – das ist nachvollziehbar. Gleichzeitig hört man in Österreich immer wieder den Satz „Österreich den Österreichern“, ohne dass daraus automatisch dieselben historischen Schlussfolgerungen gezogen werden. Der Kontext macht eben einen Unterschied – zumindest sollte er das.

    Das Problem besteht darin, dass demokratische Spielregeln zunehmend davon abhängig gemacht werden, wer sie in Anspruch nimmt. Demonstrieren gehört zur Demokratie. Einen legalen Parteitag verhindern zu wollen, weil einem das Wahlergebnis oder die politische Richtung missfällt, dagegen ist ein fragwürdiges Demokratieverständnis.

    Demokratie bedeutet nämlich nicht, dass nur jene reden dürfen, die der eigenen Weltanschauung entsprechen. Demokratie zeigt sich gerade darin, auch Positionen auszuhalten, die man entschieden ablehnt. Wer das verlernt, verteidigt am Ende vielleicht gar nicht mehr die Demokratie – sondern nur noch die eigene Meinung.

    Diese Linksfaschisten lernten von der SS und der SA – traurig!!!

    https://youtu.be/Uo4hMtxLrGI?is=vN58D-6qe-nk-5JN

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