MEP Mag. Gerald Hauser: „Kältetote übersteigen Hitzetote deutlich – EU schaut weg!“

Laut dem Joint Research Centre (JRC) der EU versterben in der EU 8,3-mal mehr Menschen jährlich an Kälte als an Hitze!

„Das Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Kommission veröffentlichte 2024 Daten, wonach in Europa pro Jahr durchschnittlich 363.809 Menschen durch Kälte und rund 43.729 Menschen durch Hitze sterben“, berichtete der freiheitliche EU-Abgeordnete Gerald Hauser und führte fort: „An Kälte sterben in der EU also jährlich 8,3-mal so viele Menschen wie an Hitze, eine erschreckende Tatsache und eine Bankrotterklärung der Politik in der EU. Nicht Hitze ist daher das dominierende temperaturbedingte Gesundheitsproblem in der EU, sondern Kälte.“

Hauser kritisierte: „Die Kältetoten in der EU werden beharrlich totgeschwiegen – im wahrsten Sinne des Wortes. Das Thema der Kältetoten wird vom Mainstream und von den Systemparteien bisher kaum beachtet und behandelt. Gleichzeitig werden Berichte über hitzebedingte Todesfälle, unter Ausblendung der nach wie vor vorhandenen Übersterblichkeit seit den Covid-19-Impfungen, in den Vordergrund gerückt.“

„Der österreichische Aktionsplan zur Umsetzung der EU-Mission ‚Adaptation to Climate Change‘ (Anpassung an den Klimawandel) enthält umfangreiche Maßnahmen zur Anpassung an zunehmende Hitzebelastung, jedoch keine eigenständigen Strategien oder Aktionspläne gegen die Kälte. Aspekte wie Kälteschutz, winterliche Versorgungssicherheit oder Energiearmut werden – sofern überhaupt – nur indirekt angesprochen“, berichtete Hauser. „Viele Menschen, mit denen ich rede, haben daher genug von dieser einseitigen Propaganda. Die desaströse Energie- und Klimapolitik, befeuert durch die verheerenden Sanktionen gegen Russland und den Irankrieg, könnte heuer in der EU zu massiven Gas- und Energieengpässen, hoher Inflation sowie einer Energie- und Wirtschaftskrise führen. Viele Menschen in Österreich und Europa könnten daher in diesem Herbst und Winter Schwierigkeiten bekommen, ihre Häuser und Wohnungen ausreichend zu beheizen. Ich befürchte, dass dieser Winter für viele Menschen und Betriebe in der EU sehr schwierig werden könnte – wirtschaftlich und gesundheitlich.“

Hauser kündigt deshalb eine Anfrage an die EU-Kommission an: „Ich will wissen, welche Maßnahmen die EU-Kommission ergreifen wird, um endlich die katastrophal hohe Zahl der Kältetoten zu verringern. Warum gibt es keine vergleichbaren Notfallpläne zur Vermeidung kältebedingter Todesfälle, wie sie für Hitzewellen vorgesehen sind? Und welche Maßnahmen wird die EU-Kommission ergreifen, um bei einem bevorstehenden Energiemangel im kommenden Herbst einen weiteren Anstieg der kältebedingten Todesfälle in der EU zu verhindern?“

Mag. Gerald Hauser ist Mitglied im Ausschuss für öffentliche Gesundheit (SANT), stv. Mitglied im Ausschuss Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) und stv. Mitglied im Ausschuss für Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI).

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