Nie wieder! – Das große Ablenkungsmanöver einer Regierung ohne Antworten

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Sehr geehrte Damen und Herren, es ist eine alte, aber bewährte Kunst politischer Selbstverteidigung: Wer nichts mehr zustande bringt, erklärt den Gegner zur Gefahr. Wer keine Antworten mehr hat, hebt den Zeigefinger. Und wer im eigenen Versagen zu versinken droht, rettet sich mit moralischem Pathos ans Ufer der Selbstgerechtigkeit. Österreichs Bundesregierung hat diese Kunst inzwischen perfektioniert.
Während Inflation, Abgabenlast, Migration, innere Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt zur Dauerkrise gerinnen, lenkt die Regierung den Blick der Öffentlichkeit dorthin, wo sie sich am sichersten fühlt: auf die Opposition – allen voran auf die größte Partei im Nationalrat, die FPÖ. Und je näher der 27. Jänner rückte, der Holocaustgedenktag, desto schriller, geschmackloser und niederträchtiger wurden die Angriffe.

Regierungskunst: Probleme schaffen statt lösen
Diese Bundesregierung kann es einfach nicht. Nicht regieren, nicht entlasten, nicht ordnen. Statt bestehende Probleme zu beseitigen, werden neue geschaffen: neue Abgaben, neue Vorschriften, neue ideologische Zwangsbeglückungen. Während die reale Welt knirscht, produziert man im politischen Wien Ersatzrealitäten – und erklärt jeden, der sie nicht teilt, zur Gefahr für die Demokratie.
Das ist bequem. Denn wer über angeblichen „Rechtsextremismus“ redet, muss nicht erklären, warum Energie teurer, Wohnen unleistbar und Sicherheit brüchiger geworden ist. Moral ersetzt Kompetenz, Empörung ersetzt Politik.

Der 27. Jänner – ein Gedenktag wird instrumentalisiert
Am 27. Jänner gedenkt man der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz durch die Rote Armee im Jahr 1945. Das ist richtig. Es ist notwendig. Und es ist würdig. Allerdings: Bis vor zehn oder fünfzehn Jahren war dieser Gedenktag in Österreich kaum bekannt, geschweige denn öffentlich präsent.
Das änderte sich schlagartig, als der Akademikerball – vormals Ball des Wiener Korporationsrings – zufällig auf dieses Datum fiel. Der Ball, seit Jahrzehnten stets am letzten Freitag im Jänner abgehalten, wurde plötzlich zum vermeintlichen Skandal. Die linke Jagdgesellschaft witterte Absicht, Provokation, Niedertracht. Man unterstellte den Veranstaltern ernsthaft, sie hätten den Holocaustgedenktag gezielt gewählt, um an ihm „das Tanzbein zu schwingen“.
Der Vorwurf war so bösartig wie falsch. Wer zwischen dem 30. Jänner 1933 und dem 8. Mai 1945 sucht, findet an jedem einzelnen Kalendertag einen historischen Anlass zum Gedenken. 365 Tage – im Schaltjahr sogar 366. Erinnerungspolitik, die selektiv zur moralischen Keule umfunktioniert wird, verliert ihre Würde.

Staatsrituale und selektive Empörung
Wie jedes Jahr rückten auch 2026 führende Vertreter der Bundesregierung und der Regierungsparteien aus, um sich öffentlich gegen Antisemitismus und Nationalsozialismus zu positionieren. Mit ernster Miene, wohlgesetzten Worten und der stets mitschwingenden Selbstvergewisserung, auf der „richtigen Seite der Geschichte“ zu stehen.
Es waren teilweise dieselben politischen Amtsträger, die bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit ihre Abneigung gegenüber der israelischen Regierung und dem Staat Israel zur Schau stellen. Dieselben Politiker, die kaum ein Wort fanden, als in österreichischen Städten Hamas-Sympathisanten den Massenmord an Israelis feierten und offen zur Auslöschung Israels aufriefen.
Hier wurde nicht gewarnt, nicht eingegriffen, nicht klar verurteilt. Stattdessen richtete sich der mahnende Zeigefinger – wie stets – nach rechts. Der angeblich erstarkende Rechtsextremismus wurde beschworen, während real existierender, importierter und religiös motivierter Antisemitismus bagatellisiert oder schlicht geleugnet wurde.

Schuld, Verantwortung und eine selbstverständliche Haltung
Das Verhältnis Österreichs zu Israel und zum Judentum ist historisch belastet – massiv belastet. Diese Verantwortung ist keine auferlegte Buße, sondern eine selbstgewählte Verpflichtung. Und genau darin liegt ihre Stärke.
Die überwältigende Mehrheit der Österreicher weiß, dass sich vergangenes Unrecht niemals wiederholen darf. Nicht aus Angst vor Konsequenzen, sondern aus Überzeugung. Weil man Recht von Unrecht unterscheiden kann – und will.
Die Sympathie vieler Österreicher für Israel speist sich daher weniger aus historischer Schuld, sondern aus der Anerkennung eines demokratischen Rechtsstaates, der unter permanentem Beschuss steht, umgeben von Regimen und Organisationen, in denen Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte bestenfalls als Gerücht existieren.

Der linke Antisemitismus und das große Wegsehen
Dieses durchaus positive Grundverhältnis wird jedoch systematisch untergraben – ausgerechnet von jenen, die sich als moralischer Kompass gerieren. Um ihre eigene Existenz zu rechtfertigen, inszeniert sich die politische Linke als Schutzmacht der jüdischen Gemeinde gegen einen rechten Antisemitismus, der real kaum existent ist.
Gleichzeitig wird der tatsächliche Antisemitismus – religiös motiviert, islamistisch, offen gewaltbereit – heruntergespielt oder geleugnet. Ebenso negiert man den linken Antisemitismus, der Israel auf der Grundlage der absurden Kolonialismus-Lüge delegitimiert.
Die jahrzehntelange Zusammenarbeit linker Gruppen mit terroristischen Organisationen basiert auf romantisierten Fantasien von „unterdrückten Völkern“. Tatsächlich ging es nie um Völker – sondern um Banden von Mördern, Räubern und Terroristen, die sich rechtmäßiger Strafverfolgung entziehen wollten.

Das DÖW – „Wissenschaft“ als politische Waffe
Um der FPÖ maximalen Schaden zuzufügen, wird sie regelmäßig mit einem kaum existenten Rechtsextremismus in Verbindung gebracht. Reichen die Fälle nicht aus, wird der Begriff einfach so weit gedehnt, dass er alles und jeden erfassen kann.
Exemplarisch dafür steht der „Rechtsextremismusbericht“ des DÖW, finanziert mit Steuergeld aus dem Innenministerium. Was hier betrieben wird, wirkt wie das Outsourcing politischer Schmutzkübelkampagnen. Ein Verein mit bekannter politischer Schlagseite erstellt einen Bericht, der – welch Überraschung – exakt diese Schlagseite bestätigt.
Der Knalleffekt folgte prompt: Der Bericht wurde geprüft – und als wissenschaftlich höchst fragwürdig entlarvt. Einseitige Datenauswahl, tendenziöse Begriffsnutzung, mangelnde Redlichkeit. Kein Erkenntnisgewinn, sondern ein Propagandainstrument gegen die Opposition.

„Nie wieder!“ – Worte ohne Gewicht
Am Ende bleibt die Frage, wie ernst es diesen politischen Amtsträgern mit ihrem Pathos wirklich ist. „Nie wieder!“ lautet die Losung. Antisemitismus soll keinen Platz haben – niemals.
Angesichts der politischen Praxis derselben Akteure, ihres Umgangs mit Neutralität, Rechtsstaat und Meinungsfreiheit, darf man skeptisch sein. Begriffe wie „immerwährend“ oder „nie wieder“ scheinen für diese Damen und Herren bloße Dekoration zu sein.
Wer Erinnerung instrumentalisiert, entwertet sie. Wer Moral als Waffe missbraucht, beschädigt sie. Und wer vorgibt, wachsam zu sein, während er die reale Gefahr ignoriert, handelt nicht verantwortungsvoll – sondern fahrlässig.

So nebenbei bemerkt: Neuwahlen wären die anständigste und eleganteste Lösung!

Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Sonntag!
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One thought on “Nie wieder! – Das große Ablenkungsmanöver einer Regierung ohne Antworten

  1. homo lupus homini

    Es ist jedem humanistische denkendem Menschen völlig unverständlich, wie es zu den Gräueltaten des Holocausts kommen konnte – dieser Verbrechen zu gedenken ist daher Pflicht und jeder der gedenkt ist in seiner Aufarbeitung gleichwertig. Eine Instrumentalisierung jedes Totengedenkens ist daher abzulehnen.

    Die Geschichte endet jedoch nicht am 8. Mai 1945 – sie geht bis heute weiter und viele furchtbare Ereignisse geschahen nach der bedingungslosen Kapitulation der deutschen Wehrmacht, furchtbare Verbrechen der Sieger, begangen an den Besiegten.
    Die wohl umfangreichste Darstellung all dieser Siegerverbrechen ist penibel dokumentiert von Michael Grandt in seinem Werk: Deutschland muss vernichtet werden! Völkermord, Vertreibung und Zersetzung des deutschen Volkes (1914 bis heute)“
    – jedes historische Ereignis muss dokumentiert werden, aber – so Grandt: „Deutsche Opfer sind im toten Winkel der deutschen Geschichtsschreibung“ (S.67) und weiter: „Die Gewalt der Alliierten richtete sich nicht gegen „die Nazis“, sondern hauptsächlich gegen Frauen, Kinder, Greise, körperlich Behinderte, Verwundete und Gefangene“.
    – Belegt werden sein Dokumentationen mit 2122 Querverweisen und er nennt zusammenfassend auch Opferzahlen:
    „Der Massenmord an der deutschen Zivilbevölkerung und an deutschen Kriegsgefangenen kostete in den Jahren 1914-1955 zwischen 6,2 und 7,4 Millionen deutschen das Leben“ (S.516 – ganz exakt aufgeschlüsselt S.514 u. S.515) – auch das sollte einmal in den Medien publiziert werden und nicht verschwiegen.
    – Penibel genau dokumentiert er auch die Vertreibungen der Sieger:
    „Das Schweizer Rote Kreuz betont in seinem Mitteilungsblatt (September/Oktober 1949), dass von den 18 Millionen Vertriebenen nur 12 Millionen wieder registriert worden sind. Das Schweizer Rote Kreuz führt weiter aus, dass man damit rechnen muss, dass ein großer Teil der fehlenden 6 Millionen nicht mehr am Leben sei.“ (S.464)
    – Ein umfangreiches Kapitel dokumentiert die brutalen Vergewaltigungen der Sieger an den Frauen in der Heimat und er zitiert auch Alexander Solschenizyn aus Ostpreußische Nächte):
    „Lebend find ich noch die Mutter. Warens viel auf der Matratze? Kompanie? Ein Zug? Was macht es! Tochter – Kind noch, gleich getötet …Wer noch Jungfrau, wird zum Weibe und die Weiber – Leichen bald.“ (S.152)
    „Die größte Massenvergewaltigungen der Geschichte betraf mindestens zwei Millionen weibliche Personen, darunter viele junge Mädchen“…“Etwa 240.000 Frauen starben an den Folgen der brutalen Schändung.“ (S. 154)
    – „Ein weiteres Tabu-Thema sind die vielen Konzentrationslager in der Tschechoslowakei, in denen deutsche nach Ende des Krieges interniert und grausam misshandelt wurden. Ja, es gab sie auch dort!“ (S.119) „Verschwiegen: Die Tschechen errichteten nach dem Krieg über 2.000 KZ- und Internierungslager für Deutsche.“ (S. 120)
    „Polen 1945-1946. Die polnische Verwaltung bedeutete für die Volksdeutschen Einweisungen in 1.255 Lager und 227 Gefängnisse, in denen grausamste Verbrechen verübt wurden.“ (S.138)
    Grandt listet penibel alle Zahlen auf und auch einige Täter werden vorgestellt, etwa:
    „Salomon Morel, Massenmörder und Kommandant des polnischen Konzentrationslagers Schwientochlowitz-Zgoda“…“Morel war verantwortlich für die Ermordung von rund 1.900 gefangenen deutschen Zivilisten, aber auch für Morde an der polnischen Zivilbevölkerung. 1992 floh Morel nach Israel…“ (S.144)
    Besonders grausam ging es nach Kriegsende in Jugoslawien zu: „Auch in Jugoslawien gab es für Deutschstämmige die Kombination aus Flucht, Vertreibung, massenmord und qualvolles Sterben in Internierungslagern. Diese „ethnischen Säuberungen“ wurden von Kroaten, Bosniern und Serben bis in die Kriege im ehemaligen Jugoslawien beibehalten.“ (S.429ff)

    Wer sich mit Zeitgeschichte befasst, für den ist das Buch von Michael Grandt Pflichtlektüre – es ist kaum erträglich, wenn Zeitzeugenberichte zitiert, ein Sammelsurium von Unmenschlichkeit und Brutalität der Sieger und Befreier!
    https://www.kopp-verlag.at/a/deutschland-muss-vernichtet-werden%21

    Nur zur Information: auch im „Schwarzbuch Kommunismus“ findet man Querverweise, immerhin ermordeten die Linken Weltverbesserer 100 Millionen Menschen.

    Ebenfalls zur Information: unter „Tränen des Dschihad“ findet man die Querverweise der 270 Millionen Ermordeten im Namen Allahs.

    „Für mich als Amerikaner ist es kaum nachzuvollziehen, warum die Deutschen ihre eigene Geschichte so tabuisieren, dass es so schwierig ist, über die Vertreibung zu publizieren oder zu diskutieren, ohne schief angesehen zu werden – aber nicht etwa von Amerikanern und Briten, sondern von Deutschen. es sind deutsche Meinungsmacher, Professoren, Politiker, Gymnasiallehrer, die die Vertreibung der Deutschen tabuisieren, weil für sie diese Thematik nicht opportun ist, eben nicht politisch korrekt. Dies ist ein Hohn und Unbarmherzigkeit den Opfern gegenüber. Ich frage mich, warum zeigen die Deutschen so wenig Respekt vor sich selbst.“

    Prof. Dr. Alfred de Zayas, US-Historiker und Völkerrechtsexperte (S. 45)

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