MEP Mag. Gerald Hauser: EU-Kommission schützte Pharmaindustrie – die Bürger übernahmen das Risiko

Dass die Corona-Schwurbler recht hatten, wissen wir schon lange. Aber immer mehr Details werden offiziell bestätigt und immer klarer wird, wie recht sie hatten! Was die EU-Kommission zu den COVID-19-Impfstoffverträgen offenlegt, ist unfassbar. Sie räumt selbst ein, dass 2020 in Impfstoffe investiert wurde, bevor überhaupt sicher war, ob diese erfolgreich sein würden. Gleichzeitig übernahmen die Mitgliedstaaten Haftungsrisiken für die Hersteller, um Anreize für einen schnellen Markteintritt zu schaffen.

Im Klartext: Die Allgemeinheit übernahm erhebliche Risiken, während die Pharmaindustrie maximale Anreize erhielt! Gewinne wurden privatisiert, Risiken auf die öffentliche Hand verlagert.

Ich will wissen: Wer hat diese Verträge ausgehandelt? Wer entschied, dass die Allgemeinheit Haftungsrisiken übernehmen soll? Und warum wurde dieses System abgeschirmt?

Auch zu den Aussagen von Moderna-CEO Stéphane Bancel, wonach sich Moderna bereits 2019 auf eine Pandemie 2020 vorbereitet habe, erklärte die Kommission lediglich, ihr sei eine bevorstehende Pandemie nicht bekannt gewesen.

Wir müssen noch viel aufarbeiten. Ein Untersuchungsausschuss in Österreich ist wichtig, aber die Aufarbeitung muss aber auch auf europäischer und internationaler Ebene stattfinden. Es geht um Milliarden an Steuergeld, Haftung und die Gesundheit von Millionen Menschen. Die Bürger haben ein Recht darauf zu erfahren, wer diese Entscheidungen getroffen hat und wer davon profitiert hat. Diese Fragen werde ich weiter stellen.


Mag. Gerald Hauser ist Mitglied im Ausschuss für öffentliche Gesundheit (SANT), stv. Mitglied im Ausschuss Landwirtschaft und ländliche Entwicklung (AGRI) und stv. Mitglied im Ausschuss für Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI).

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