
EU stellt Ukraine weitere 6,1 Milliarden Euro für militärische Unterstützung bereit.
Die Europäische Union gibt weitere 6,1 Milliarden Euro für die Ukraine frei. Für Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europäischen Parlament, ist diese Entscheidung ein schwerwiegendes politisches Signal: „Weitere Milliarden für Raketen, Munition und Waffen bereitzustellen, ist ein Armutszeugnis für Brüssel.“
Der Krieg dauere mittlerweile seit mehr als vier Jahren und habe bereits unermessliches menschliches Leid verursacht. Dennoch halte die EU unverändert an ihrer bisherigen Strategie fest. Dass ausgerechnet die Europäische Union, die einst mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, erneut Milliarden für militärische Zwecke mobilisiere, sei an Irrsinn kaum zu überbieten. Noch mehr Waffen würden weder das Sterben beenden noch eine nachhaltige Perspektive für Frieden und Sicherheit schaffen.
Vilimsky forderte daher eine grundlegende Kursänderung: „Dieser Krieg muss endlich ein Ende haben. Es braucht Diplomatie, ernsthafte Verhandlungen und eine tragfähige Friedenslösung – nicht noch mehr Waffen, noch mehr Krieg und noch mehr Leid.“ Brüssel müsse alle verfügbaren diplomatischen Kanäle nutzen und entschlossen auf Friedensverhandlungen hinarbeiten. „Dieser Irrsinn muss ein Ende haben – und zwar im besten Fall noch heute“, so Vilimsky.
Harald Vilimsky ist FPÖ-Delegationsleiter im EU-Parlament, Mitglied im Ausschuss für Auswärtige Angelegenheiten (AFET) und stv. Mitglied im Ausschuss für Bürgerliche Freiheiten, Justiz und Inneres (LIBE).
Die Ukraine kann den Krieg nicht gewinnen – trotzdem gibt es Kriegsgewinner: die Waffenmafia!
https://www.merkur.de/politik/feldmarschall-die-ukraine-kann-nicht-siegen-duestere-prognose-von-britischem-zr-93996752.html
Die Vernunft muss siegen
Die Ukraine kann diesen Krieg militärisch nicht gewinnen – diese Einschätzung vertritt auch der ehemalige NATO-Militärausschussvorsitzende General Harald Kujat.
Und dennoch geht das Sterben weiter. Milliarden werden in Waffen investiert, während auf beiden Seiten Menschen ihr Leben verlieren und ein ganzes Land zerstört wird.
Cui bono – wem nützt das? Natürlich profitieren auch Rüstungsunternehmen von diesem endlosen Krieg. Doch Waffen schaffen keinen Frieden. Sie verlängern einen Konflikt, wenn es keine realistische politische Perspektive für sein Ende gibt.
Es ist höchste Zeit, dass nicht mehr die Logik der Waffen, sondern die Vernunft das Handeln bestimmt. Die Waffen müssen schweigen, damit die Menschen wieder leben können. Frieden darf kein Wort für später sein – er muss das politische Ziel von heute werden.
Auch die NATO-Beate soll endlich von ihrer Kriegslüsternheit geheilt werden!
Die ökonomischen Folgen eines andauernden Krieges
Der Krieg in der Ukraine ist längst nicht mehr nur eine militärische Auseinandersetzung. Er ist auch ein gigantischer wirtschaftlicher Ressourcenverbrauch. Milliarden fließen in Waffen, Munition und militärische Infrastruktur, während gleichzeitig produktive Anlagen zerstört, Staatsschulden erhöht und öffentliche Mittel von zivilen Aufgaben abgezogen werden.
Ukraine: Der wirtschaftliche Schaden ist enorm
Für die Ukraine ist die wirtschaftliche Bilanz eindeutig negativ. Industrieanlagen, Energieversorgung, Verkehrswege und Wohnraum wurden zerstört. Millionen Menschen haben das Land verlassen oder sind innerhalb des Landes geflüchtet. Gleichzeitig fehlen Arbeitskräfte und Fachkräfte.
Die Weltbank schätzt den unmittelbaren materiellen Kriegsschaden inzwischen auf mehr als 195 Milliarden US-Dollar. Der gesamte Finanzbedarf für Wiederaufbau und Erholung wird für die kommenden zehn Jahre auf etwa 588 Milliarden US-Dollar geschätzt.
Besonders problematisch ist der Verlust an menschlichem Kapital. Menschen sterben, werden verletzt oder verlassen das Land. Junge Menschen unterbrechen ihre Ausbildung, Unternehmen verlieren Mitarbeiter und ganze Regionen werden wirtschaftlich geschwächt.
Natürlich hat der Krieg auch eine ukrainische Rüstungsindustrie entstehen lassen. Drohnen, Munition und andere militärische Technologien werden entwickelt und produziert. Doch das ist eine paradoxe Form wirtschaftlicher Aktivität: Eine Raketenfabrik schafft zwar Arbeitsplätze und Umsatz, eine zerstörte Fabrik, ein zerstörtes Kraftwerk oder ein zerstörtes Wohnhaus vernichtet gleichzeitig reales Vermögen.
Russland: Wachstum durch Krieg – aber zu welchem Preis?
Auch Russland erlebt durch die enormen Militärausgaben kurzfristig wirtschaftliche Impulse. Rüstungsbetriebe erhalten Aufträge, Arbeiter werden eingestellt und ganze Regionen profitieren von der militärischen Produktion.
Doch auch hier gilt: Militärausgaben sind nicht automatisch Wohlstand.
Wenn ein Staat Milliarden für Panzer, Raketen und Munition ausgibt, steigt zunächst zwar das Bruttoinlandsprodukt. Aber diese Ausgaben schaffen nur begrenzt neue zivile Produktionskapazitäten.
Dazu kommen Arbeitskräftemangel, Inflation, hohe Zinsen und die zunehmende Abhängigkeit bestimmter Industrien von staatlichen Rüstungsaufträgen.
Europa: Wer profitiert von der Aufrüstung?
Besonders interessant ist die Situation in Europa.
Die europäischen Militärausgaben sind massiv gestiegen. Davon profitieren vor allem:
Rüstungsunternehmen,
Munitions- und Waffenhersteller,
Produzenten militärischer Elektronik,
Drohnen- und Technologieunternehmen,
Zulieferer,
Logistik- und Sicherheitsunternehmen.
Das ist eine ökonomische Tatsache: Wo Staaten ihre Rüstungsausgaben erhöhen, entstehen zusätzliche Umsätze und Gewinne in der Rüstungsindustrie.
Das Problem liegt woanders: Wer bezahlt diese Rechnung?
Letztlich sind es die Steuerzahler und die kommenden Generationen. Der Staat kann höhere Militärausgaben durch höhere Steuern, neue Schulden oder durch Einsparungen an anderer Stelle finanzieren.
Aber: Jede Milliarde kann nur einmal ausgegeben werden.
Eine Milliarde für Munition kann nicht gleichzeitig in Schulen, Krankenhäuser, Straßen, Forschung, Digitalisierung oder Schuldenabbau investiert werden.
Cui bono – wem nützt der Krieg?
Vom anhaltenden Krieg profitieren wirtschaftlich insbesondere jene Unternehmen, deren Aufträge unmittelbar mit der militärischen Nachfrage verbunden sind.
Die Kosten tragen dagegen vor allem:
Ukraine: Tote, Zerstörung, Flucht und wirtschaftlichen Niedergang.
Russland: Menschenverluste, hohe Staatsausgaben und die Verlagerung wirtschaftlicher Ressourcen in die Rüstungsproduktion.
Europa: durch höhere Militärausgaben, zusätzliche Verschuldung und mögliche Verdrängung ziviler Investitionen, hohe Energiepreise.
Die Bevölkerung: durch die langfristigen Folgen von Inflation, höheren Steuern und einer möglichen Verschlechterung öffentlicher Leistungen.
Der globale Preis
Weltweit wurden 2025 bereits rund 2,9 Billionen US-Dollar für militärische Zwecke ausgegeben. Damit wird ein gewaltiger Teil der weltweiten Wirtschaftsleistung in militärische Sicherheit investiert.
Natürlich brauchen Staaten Verteidigungsfähigkeit. Aber irgendwann stellt sich die Frage nach den Opportunitätskosten:
Was hätte man mit diesen Milliarden sonst machen können?
Mehr Energieversorgung.
Mehr Infrastruktur.
Mehr Forschung.
Mehr Bildung.
Mehr Entwicklungshilfe.
Oder schlicht weniger Schulden.
Der eigentliche Widerspruch
Der vielleicht wichtigste Punkt lautet deshalb:
Krieg kann für einzelne Unternehmen ein hervorragendes Geschäft sein, während er für eine Gesellschaft insgesamt ein schlechtes Geschäft sein kann.
Eine Rüstungsfirma kann Rekordgewinne erzielen, während gleichzeitig ein Krankenhaus sparen muss.
Das BIP kann steigen, weil der Staat mehr Waffen kauft, obwohl gleichzeitig Wohnraum, Infrastruktur und Lebensqualität verloren gehen.
Und je länger ein Krieg dauert, desto größer wird die Rechnung für den Wiederaufbau.
„Welche Form von Sicherheit können wir uns wirtschaftlich und gesellschaftlich dauerhaft leisten?“
Eine starke Verteidigung kann notwendig sein. Aber permanente Aufrüstung darf nicht zum Selbstzweck werden.
Denn Frieden ist nicht nur ein humanitäres Ziel. Frieden ist auch eine wirtschaftliche Investition.
Er gibt Kapital, Arbeitskräfte, Technologie und staatliche Mittel wieder für das frei, wofür sie eigentlich da sein sollten: für Produktion, Wohlstand, Infrastruktur und das Leben der Menschen.
https://www.kosmo.at/unglaublich-so-viel-kostet-der-krieg-wer-zahlt-kiews-kriegsrechnung/
Diese Person ist längst reif für eine umfangreiche Psychoanalyse-Behandlung!
https://www.youtube.com/watch?v=kcuiR9-6xu4
„…Mit ihrer Aussage „Es darf keinen Frieden um jeden Preis geben“ hat die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) beim Europäischen Forum Alpbach eine klare Haltung im Ukraine-Konflikt formuliert. Doch ist diese Position wirklich die richtige? Oder sollte Frieden nicht immer das oberste Ziel sein – gerade in einem Krieg, der unzählige Menschenleben fordert.
Frieden als zweitrangiges Ziel?
Wie die APA berichtet, zeigte sich Meinl-Reisinger nach dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern in Washington optimistisch. Sie sprach von einem „Momentum für diplomatische Bemühungen“ und lobte die Organisation des Treffens. Doch ihre Aussage, dass Frieden nicht um jeden Preis erreicht werden dürfe, wirft Fragen auf: Sollte nicht gerade der Frieden – unabhängig von den Umständen – das oberste Ziel sein? In einem Krieg, der täglich Leid und Zerstörung bringt, könnte jede Verzögerung eines Waffenstillstands weitere Opfer fordern….“ – extra24.at