Nach Zensur des neuen Grosz-Buches: „Ich lasse mich nicht zensieren und von der ÖVP auch nicht einschüchtern!“ – Grosz kommt nach Melk

Nachdem die Stadt Melk und der ÖVP-Bürgermeister die Auflage seines neuen Buches „Ab nach Hause“ in der Stadtbibliothek verboten hatten, kündigt Gerald Grosz an, genau dort aufzutreten.
„Ich lasse mich nicht zensieren und von der ÖVP auch nicht einschüchtern“, erklärte der Bestsellerautor. Die versuchte Zensur sei für ihn „eine regelrechte Einladung“ gewesen. Deshalb werde er bereits nächste Woche persönlich in den Bezirk Melk kommen und sein Buch präsentieren.

Die Veranstaltung findet statt am:
Freitag, 19. Juni 2026, um 19:00 Uhr
Im Schnitzelwirt
Betriebsgebiet 1 / 4
3383 Hürm

Grosz weiter: „Es waren die Scheinkonservativen in Deutschland und Österreich, die der Masseneinwanderung jahrelang Vorschub geleistet haben. Es sind genau diese Scheinkonservativen, die für jeden einzelnen Einzelfall von Terror, Gewalt, Unterwanderung, Gruppenvergewaltigungen, No-Go-Areas und Parallelgesellschaften hauptverantwortlich sind.“

Weiters führte er aus, dass Personen wie Angela Merkel, Gerhard Karner, Karl Nehammer, Sebastian Kurz und Christian Stocker das dreckige Geschäft der linken Multikulturalisten erledigt hätten. „Weil sie feig sind. Und das soll das Volk endlich hören. Man kann den Menschen die Wahrheit nicht länger vorenthalten.“



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3 thoughts on “Nach Zensur des neuen Grosz-Buches: „Ich lasse mich nicht zensieren und von der ÖVP auch nicht einschüchtern!“ – Grosz kommt nach Melk

  1. Zensur als Schwäche der Mächtigen

    Wer die Wahrheit fürchtet, fürchtet die Debatte. Genau darin liegt der Kern von Zensur. Sie ist kein Zeichen von Stärke, sondern Ausdruck von Unsicherheit. Wer überzeugt ist, die besseren Argumente zu besitzen, braucht keine Verbote. Er stellt sich der Auseinandersetzung. Wer hingegen Bücher aus Bibliotheken fernhält, Autoren ausgrenzt oder missliebige Meinungen ächtet, offenbart Zweifel an der eigenen Überzeugungskraft.

    Hannes Hofbauer zeigt in seinem Buch „Zensur – Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte“, dass Zensur kein Betriebsunfall der Geschichte ist, sondern ein Herrschaftsinstrument. Sie dient der Durchsetzung politischer Interessen und kultureller Hegemonie. Sie soll verhindern, dass andere Sichtweisen, alternative Erklärungen oder pluralistisches Denken größere Teile der Bevölkerung erreichen.

    Besonders deutlich wird dies in Zeiten gesellschaftlicher Krisen und politischer Umbrüche. Wenn etablierte Machtstrukturen unter Druck geraten, wächst die Versuchung, den Meinungskorridor zu verengen. Positionen, die das herrschende Narrativ in Frage stellen, werden nicht mehr als legitimer Teil einer offenen Debatte betrachtet, sondern als Gefahr. Staatliche Wahrheitswächter treten auf den Plan und beanspruchen die Deutungshoheit über das, was gesagt, gedacht und veröffentlicht werden darf.

    George Orwell beschrieb in seinem Roman „1984“ ein Wahrheitsministerium, das die Vergangenheit umschreibt und die Gegenwart kontrolliert. Die moderne Form ist subtiler. Heute werden Bücher nicht immer öffentlich verbrannt. Häufiger verschwinden sie aus dem öffentlichen Diskurs, werden nicht angeschafft, nicht besprochen oder als unzulässig markiert. Besonders bedenklich wird es, wenn öffentliche Bibliotheken Werke nicht verleihen oder gar nicht erst in ihren Bestand aufnehmen, weil diese nicht in das politisch erwünschte Weltbild passen. Eine Demokratie lebt jedoch von geistiger Vielfalt, nicht von ideologischer Gleichschaltung.

    Die Geschichte kennt zahlreiche Beispiele für solche Mechanismen. Der griechische Sophist Protagoras wurde wegen seiner Zweifel an den Göttern verfolgt. Überliefert ist sein Satz: „Was die Götter angeht, so ist es mir nicht möglich zu wissen, ob sie existieren oder nicht.“ Für diese Skepsis wurde er auf der athenischen Agora verbrannt. Sein eigentliches Vergehen bestand nicht darin, eine andere Wahrheit zu verkünden, sondern darin, Gewissheiten anzuzweifeln.

    Genau darin liegt die Parallele zur Gegenwart. Auch heute existieren Überzeugungen, die den Charakter säkularer Glaubenssätze angenommen haben. Bestimmte politische Ideologien, moralische Dogmen oder gesellschaftliche Narrative werden nicht mehr diskutiert, sondern verteidigt wie einst religiöse Wahrheiten. Wer sie hinterfragt, riskiert Ausgrenzung, Diffamierung oder Berufsverbote. Der Mechanismus ist alt: Nicht das Argument wird widerlegt, sondern der Sprecher delegitimiert.

    Dabei trägt jede Zensur den Keim ihres eigenen Scheiterns in sich. Ideen lassen sich unterdrücken, aber nicht vernichten. Verbotene Bücher werden weitergegeben, unerwünschte Gedanken finden neue Wege, Informationen verbreiten sich trotz Sperren. Die Geschichte zeigt, dass Zensurmaßnahmen immer umgangen werden. Gerade das Verbotene gewinnt oft zusätzliche Aufmerksamkeit.

    Deshalb ist Zensur letztlich weniger ein Ausdruck von Macht als ein Symptom von Schwäche. Sie offenbart die Angst vor der offenen Debatte und das Misstrauen gegenüber der Urteilsfähigkeit der Bürger. Eine freie Gesellschaft muss Irrtümer aushalten, Widerspruch zulassen und unbequeme Stimmen ertragen. Wo Zweifel verboten werden, beginnt die Freiheit zu enden.

    Die Flammen, denen einst Protagoras übergeben wurde, sind erloschen. Die Versuchung, unerwünschte Gedanken zu verbrennen, ist geblieben. Doch jede Ideologie, die Kritik fürchtet, zeigt damit vor allem eines: ihre eigene Unsicherheit.

    https://www.youtube.com/watch?v=8pi8hHtkUbU

  2. „1933 wurde die Zensur unter Bundeskanzler Dollfuß wiedereingeführt, oppositionelle Massenmedien wurden aus dem Umlauf gezogen. Nach dem Anschluss 1938 an das Deutsche Reich galt das Führerprinzip (politische und rechtliche Befehlsgewalt in der Hand eines Einzelnen ohne kontrollierende Instanzen).“ – daran sollte sich die Österreichische Volksverräter Partei erinnern!

    so schaut die Tradition der „Hahnenschwanzler“ und „Kruckenkreuzler“ aus:

    https://www.demokratiezentrum.org/bildung/ressourcen/themenmodule/demokratieentwicklung/demokratiegeschichte-in-oesterreich-1918-1938/der-autoritaere-staendestaat/

    Und mit solch einer Vergangenheit wagen es diese Dollfuß-traditionalistischen Antidemokraten Zensur und Gehirnwäsche anzudenken?

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