Die Politik-Umfrage der Woche

Sonntagsfrage und Umfrage zu ORF-Gebühren

ORF-Abgabe, Asylzahlen, Inflation, Sanktionen… Wie sich die Bundesregierung selbst loben kann, ist den Österreichern ein Rätsel. Sie tun es trotzdem. Als Resultat geht die Beteiligung an einer Sonntagsfrage meßbar zurück. Der harte Kern der einzelnen Parteien macht sich dadurch in den Zahlen etwas bemerkbarer. ÖVP und Grüne dürften bald an ihrer Talsohle angelangt sein. Wenn es allerdings bei der ÖVP noch einmal 3 – 5 %-Punkte nach unten geht, ist das bitter für die ÖVP. Bei den Grünen wäre das der wahrscheinliche Rausflug aus dem Parlament. Die SPÖ ist sich selbst so stark im Weg, daß man schon vermuten könnte, der innerparteiliche und öffentlich ausgetragene Streit sei von auswärts inszeniert. Die Neos bleiben unbeachtet und so auch stabil. Gewinner aus der Situation sind die FPÖ, die auch noch in ein spannendes Wochenende mit der Landtagswahl in Kärnten geht.

Die Ergebnisse der „Sonntagsfrage“ Nationalrat*:


Daß der ORF sich schon lange nicht mehr der Beliebtheit erfreut, wie man es am Küniglberg gerne sehen würde, zeigt sich nun bei der gar nicht erst in Debatte gegangenen Angelegenheit um die Finanzierung des ORF. Nachdem ihm durch eigenes Zutun die Seher, bzw. Hörer, und somit die Gebührenzahler davon liefen, wird ein neues Finanzierungskonzept angedacht: Jeder soll zahlen. Doch wollen Herr und Frau Österreicher überhaupt einen zwangsgebührenfinanzierten Sender? Wollen die Österreicher überhaupt noch für die Leistungen des ORF zahlen?
Die Antwort, die mehr Unentschlossene als Befürworter, und eine Vielzahl von Gegnern einer Zwangsgebühr zeigt, hat es in sich.

Die Ergebnisse zur Umfrage „ORF-Gebühren abschaffen?“*:


* Onlineumfragen von 27.02.2023, 00:00 bis 02.03.2023, 18:00. Befragt wurden 2000 wahlberechtigte, politisch interessierte und laut Eigenauskunft auch informierte Bürger aus allen Bundesländern im Alter von 16 bis 89 Jahren bei 1686 Rückmeldungen zur Sonntagsfrage und 1687 Rückmeldungen bei der Umfrage „ORF-Gebühren abschaffen?“. Mangels valider Vergleichswerte wird keine Schwankungsbreite angegeben.
Unter „Andere“ fallen Stimmen für Kleinstparteien unter 1%.
Unter „Ungültig“ fallen Mehrfachstimmen, sowie „leere Stimmzettel“.

Die Umfragen entsprechen nicht den Vorgaben des im Zusammenhang mit politischen Umfragen oft zitierten
Verbandes der Markt- und Meinungsforschungsinstitute Österreichs (VdMI), dessen diesbezügliche Richtlinien wir als nicht zielführend ansehen und dem wir natürlich auch nicht angehören, da wir weder ein entsprechendes Institut sind, noch Umfragen im Auftrag Dritter, oder zu gewerblichen Zwecken (zum Verkauf) erstellen.

Daten und Graphiken © Gazette Oesterreich

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