
Walter Duranty (geboren am 25. Mai 1884 in Liverpool, verstorben am 3. Oktober 1957 in Orlando, Florida) zählt zu den umstrittensten Journalisten des 20. Jahrhunderts. Als Moskauer Bürochef der New York Times von 1922 bis 1936 prägte er über mehr als ein Jahrzehnt das Bild der Sowjetunion in der westlichen Öffentlichkeit. Sein Wirken gipfelte in der systematischen Verleugnung des Holodomors, der künstlich herbeigeführten Hungersnot von 1932/33, die Millionen Menschen das Leben kostete. Statt seiner beruflichen Pflicht zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung nachzukommen, wurde er zum Apologeten des Stalinismus – und erhielt dafür sogar den Pulitzer-Preis.
Karriere und Aufstieg zum „Doyen“ der Korrespondenten
Duranty studierte am Emmanuel College in Cambridge und begann seine journalistische Laufbahn in Paris und Riga. 1921 ging er in die Sowjetunion. Während der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) hielten sich seine Berichte noch in Grenzen. Mit dem ersten Fünfjahresplan (1928–1933) und der Zwangskollektivierung änderte sich das. Ein Exklusivinterview mit Josef Stalin 1929 steigerte seinen Ruhm enorm. Stalin selbst lobte ihn später dafür, „die Wahrheit über unser Land“ zu sagen.
In einer Serie von Artikeln 1931, für die er 1932 den Pulitzer-Preis für Korrespondenz erhielt, legte Duranty seine Sicht dar: Das russische Volk sei „asiatisch“ und bedürfe einer autokratischen Führung. Die Kollektivierung und die „Liquidierung der Kulaken“ – einer Gruppe, die er auf etwa fünf Millionen schätzte – seien notwendige Maßnahmen, um Klassengegensätze zu beseitigen. Er verglich Stalin mit historischen Gestalten und rechtfertigte die Brutalität des Systems als historisch bedingt. Die Nation pries seine Reportagen als „die erhellendsten, unparteiischsten und lesbarsten Depeschen aus einer großen Nation im Werden“.
Die Verleugnung des Holodomors
Der Höhepunkt von Durantys ethischem Versagen war die Hungersnot 1932/33. Durch Zwangskollektivierung, überhöhte Getreideablieferungen und gezielte Maßnahmen gegen die ukrainische Bauernschaft starben nach heutigen Schätzungen in der Ukraine allein 3,5 bis 5 Millionen Menschen, im gesamten Sowjetreich (einschließlich Kasachstan und anderer Regionen) 5 bis 10 Millionen oder mehr. Zeitgenössische Beobachter wie der waliser Journalist Gareth Jones und Malcolm Muggeridge berichteten von geschwollenen Bäuchen bei Kindern, Kannibalismus und Massensterben. Jones schätzte die Opferzahlen hoch und machte die Katastrophe öffentlich.
Duranty reagierte mit systematischer Leugnung. Im November 1932 schrieb er: „Es gibt keine Hungersnot oder tatsächlichen Hunger, und es wird auch keine geben.“ Im März 1933 konterte er Jones’ Berichte unter der Überschrift „Russians Hungry, But Not Starving“: Es handele sich um eine „große Schauergeschichte“. Zwar gebe es Schwierigkeiten, aber „keine Hungersnot“. Berühmt wurde seine Phrase: „Man kann kein Omelett machen, ohne Eier zu zerschlagen.“ Im August 1933 behauptete er: „Jeder Bericht über eine Hungersnot in Russland ist heute eine Übertreibung oder bösartige Propaganda.“ Gleichzeitig räumte er ein, daß in Provinzen mit über 40 Millionen Einwohnern die Sterblichkeit „mindestens verdreifacht“ worden sei – was auf Millionen Tote hinauslief, ohne dies klar zu benennen.
Privat wusste er es besser. Britischen Diplomaten gegenüber schätzte er die Opfer auf 7 bis 10 Millionen. Muggeridge nannte ihn später „den größten Lügner, den ich in fünfzig Jahren Journalismus getroffen habe“. Andere Korrespondenten bestätigten, daß Duranty die Dimension kannte, sie aber bewusst verschwieg, um seinen Zugang zum Regime und seinen Status zu sichern. Die prestigeträchtige New York Times verstärkte so die Zweifel an den wahren Berichten und trug dazu bei, daß die Katastrophe im Westen relativiert oder ignoriert wurde. Historiker wie Robert Conquest und Sally J. Taylor (Stalin’s Apologist) sehen darin einen zentralen Beitrag zur Verzerrung der öffentlichen Wahrnehmung. Die New York Times nannte seine Berichte erst einige Jahrzente später „einige der schlechtesten Reportagen in dieser Zeitung“. Forderungen, den Pulitzer-Preis rückwirkend zu entziehen, lehnte das Pulitzer-Board 2003 jedoch ab.
Durantys Einfluß reichte weiter: Seine wohlwollende Berichterstattung gilt als ein Faktor für die diplomatische Anerkennung der Sowjetunion durch die USA unter Präsident Franklin D. Roosevelt 1933. Bei einem Bankett für den sowjetischen Außenminister Maxim Litwinow wurde er frenetisch gefeiert.
Louis Fischer und das Netzwerk der Apologeten
Duranty war kein Einzelfall. Louis Fischer (geboren am 29. Februar 1896 in Philadelphia, verstorben am 15. Januar 1970), Korrespondent der Nation, entwickelte sich nach 1923 rasch zum Stalin-Apologeten. Auch er bereiste die Ukraine 1932 und meldete zunächst harte Bedingungen, leugnete aber Hungertote und übernahm später die offizielle sowjetische Linie, wonach „konterrevolutionäre Nationalisten“ und „Wreckers“ (Plünderer und Saboteure) schuld seien. Auf Vortragsreisen in den USA wies er Schätzungen von einer Million Toten in Kasachstan mit der Frage zurück: „Wer hat sie gezählt?“ Er unterstützte die Kollektivierung und die Politik Stalins auch im Spanischen Bürgerkrieg. Trotzki nannte ihn einen „Händler mit Lügen“ und „direkten literarischen Agenten Stalins“. Erst nach dem Hitler-Stalin-Pakt 1939 brach Fischer mit dem Stalinismus, wurde Antikommunist und trug zu The God That Failed (1949) bei, wo er den Hungertod mehrerer Millionen eingestand.
Beide Journalisten – Duranty und Fischer – standen exemplarisch für eine Schicht westlicher Intellektueller und Reporter, die das sowjetische Experiment idealisierten, während sie Massenverbrechen relativierten oder leugneten. Zugang, ideologische Sympathie und der Wunsch, nicht als „reaktionär“ zu gelten, wogen für sie schwerer als alle Fakten.
Parallelen zum heutigen medialen Mainstream
Das unethische Wirken Durantys und Fischers ist kein abgeschlossenes Kapitel der Geschichte. Es illustriert ein Muster, das in Teilen des heutigen medialen Mainstreams fortlebt: Ideologie ersetzt Faktenprüfung, und eine erkennbare politische Schlagseite – meist sehr klar nach links – führt zu selektiver Wahrnehmung, Relativierung unliebsamer Realitäten und Propaganda statt neutraler Berichterstattung.
Wo Duranty die Opfer der Kollektivierung als notwendigen Preis für den „Fortschritt“ abtat und kritische Stimmen als „bösartige Propaganda“ abtat, finden sich heute vergleichbare Mechanismen. Berichte über Menschenrechtsverletzungen, wirtschaftliche Desaster oder ideologische Fehlschläge in linken oder progressiven Kontexten werden oft heruntergespielt, umgedeutet oder mit Verweis auf „Kontext“ relativiert. Zahlen und Daten, die nicht ins Narrativ passen, werden ignoriert, als übertrieben abgetan, oder gleich geleugnet – ähnlich wie Duranty Millionen Tote privat anerkannte, öffentlich aber bestritt. Der Drang, das eigene ideologische Lager nicht zu schwächen, und die Angst vor dem Verlust von Zugang oder sozialem Status in redaktionellen und ideologischen Blasen ähneln den Motiven der 1930er-Jahre-Korrespondenten.
Die damalige Verklärung der Sowjetunion als „große Nation im Werden“ findet Echo in der unkritischen Begeisterung für bestimmte progressive Projekte oder Regime, bei denen Fakten (Wirtschaftsdaten, Migrationsstatistiken, Gewaltverbrechen, Bildungs- oder Gesundheitsergebnisse) systematisch zugunsten narrativer Kohärenz beiseitegeschoben werden. Wie die Nation und Teile der New York Times damals den Stalinismus als emanzipatorisch darstellten, neigen heute viele Leitmedien dazu, linke Positionen als moralisch überlegen zu rahmen und abweichende Daten als „rechte“ oder „reaktionäre“ Propaganda zu diskreditieren. Die Folge ist dieselbe: Die Öffentlichkeit wird desinformiert, und reale menschliche Kosten werden verschleiert.
Durantys Fall sollte nicht auch, sondern gerade heute eine Mahnung sein: Journalismus, der seiner Pflicht zur Wahrheit nicht nachkommt und stattdessen zur Propagandamaschine einer Ideologie wird, richtet historischen Schaden an. Die Millionen Toten des Holodomors wurden nicht nur von Stalin verursacht, sondern auch durch die willentliche Blindheit und Lügen westlicher Berichterstatter länger im Dunkeln gehalten. Die Zahlen – Millionen Tote, ein Pulitzer-Preis für Verschleierung und öffentliche Leugnung, private Geständnisse von 7–10 Millionen Opfern – sprechen eine klare Sprache.
Eine Medienlandschaft, die Ideologie – gerne als „Haltung“ bezeichnet – über Fakten stellt, wiederholt dieses Muster.
Was haben Journalisten und Historiker gemeinsam?
Beide haben ein kleines Problem mit der Wahrheit: Sie muss zur Geschichte passen.
Was haben ein Journalist und ein Historiker gemeinsam?
Auf den ersten Blick nicht viel. Der eine schreibt über das, was gestern passiert ist, der andere über das, was vor fünfzig oder fünfhundert Jahren passiert ist.
Bei genauerem Hinsehen verbindet beide jedoch eine erstaunliche Gemeinsamkeit: Nicht jedes Ereignis ist gleich interessant – und nicht jede Wahrheit ist gleich erwünscht.
Der Journalist fragt: Was bringt Quote?
Der Historiker fragt: Was lässt sich in die etablierte Erzählung einordnen?
Und beide wissen: Eine Geschichte, die niemand lesen will, ist ebenso nutzlos wie eine Wahrheit, die niemand hören möchte.
Die Wahrheit muss verkäuflich sein
Der moderne Journalismus lebt längst nicht mehr ausschließlich davon, möglichst genau zu berichten. Er lebt von Aufmerksamkeit.
Die Überschrift muss knallen. Die Geschichte muss empören. Sie muss Angst erzeugen, Hoffnung machen, Wut auslösen oder wenigstens irgendeinen gesellschaftlichen Reflex bedienen.
Und wenn irgendwo ein Politiker, Aktivist oder unbedeutender Bürger einen Satz sagt, der sich irgendwie mit „rechts“ verbinden lässt, beginnt der mediale Verstärker zu arbeiten.
Dann wird aus einer Äußerung eine „Gefahr“, aus einer politischen Forderung ein „Skandal“, aus einem Einzelfall eine „Welle“ und aus einer politischen Randerscheinung plötzlich eine Bedrohung der Demokratie.
Denn eine nüchterne Überschrift wie :
„Politische Gruppierung fordert Änderung der Migrationspolitik“ – bringt kaum jemanden hinter dem Ofen hervor.
„Rechte wollen Österreich umbauen – Experten warnen vor Demokratiegefahr!“ –
schon eher.
Das nennt man heute Journalismus.
Man könnte es auch Aufmerksamkeitsökonomie mit moralischem Überbau nennen.
Und wehe, jemand fragt nach den Belegen.
Dann kommt das berühmte Totschlagargument: „Das spielt nur den Rechten in die Hände!“
Ein erstaunlicher Satz. Denn er bedeutet übersetzt: Wir könnten darüber berichten, aber wir tun es lieber nicht, weil die Wahrheit politisch unangenehm sein könnte.
Damit ist der Journalist nicht mehr Beobachter des politischen Geschehens. Er ist dessen Mitspieler.
Die Subvention steht im Mittelpunkt!
Und dann gibt es noch eine besonders österreichische Variante des Problems: den staatlich geförderten Journalismus.
Zeitungen und Medienhäuser kämpfen um Leser, Klicks, Inserate und öffentliche Förderungen. Da wäre es naiv zu glauben, wirtschaftliche Interessen hätten keinerlei Einfluss auf die Auswahl der Themen.
Der Journalist wird deshalb zum modernen Dompteur des Publikums: „Schaut her! Nazi!“
Und das Publikum schaut. – „Rechtsruck!“
Und das Publikum klickt. . „Gefahr für die Demokratie!“
Und schon steigt die Auflage.
Die Frage, ob eine Geschichte tatsächlich relevant, ausgewogen und vollständig ist, wird dabei leicht zur Nebensache.
Denn die Wahrheit hat einen entscheidenden Nachteil gegenüber der Schlagzeile: Sie ist häufig kompliziert.
Eine Lüge dagegen braucht keine Fußnoten.
Und dann kommt der Historiker
Beim Historiker funktioniert das Spiel etwas langsamer. Er braucht keine Tagesquote. Er hat Jahrzehnte Zeit.
Aber auch er arbeitet mit Quellen. Und Quellen sind niemals die Vergangenheit selbst. Sie sind Überreste der Vergangenheit.
Die American Historical Association weist ausdrücklich darauf hin, dass Historiker aus überlieferten Quellen Argumente über die Vergangenheit entwickeln und dass gerade bei Konflikten zwischen Siegern und Besiegten die Quellenlage häufig zugunsten der Sieger verzerrt sein kann.
Der Satz „Die Geschichte wird von den Siegern geschrieben“ ist als Warnung vor der Macht überlieferter Erzählungen durchaus berechtigt. Denn wer gewinnt, besitzt nach dem Krieg nicht nur das Territorium.
Er besitzt häufig auch die Archive, die Institutionen, die Schulen, die politischen Narrative – und irgendwann die Lehrbücher.
Der Sieger wird zum Befreier.
Der Besiegte wird zum Täter.
Aber Geschichte ist komplizierter.
Die Geschichte endet nicht am 8. Mai 1945
Nehmen wir die deutschen Kriegsgefangenen.
Deutsche Kriegsgefangene starben nach Kriegsende in großer Zahl in sowjetischer Gefangenschaft. Und dann waren da die Rheinwiesenlager.
Die Zustände in den amerikanischen Lagern waren insbesondere in der ersten Zeit katastrophal: Hunderttausende Menschen wurden unter freiem Himmel zusammengepfercht, Versorgung und Hygiene waren unzureichend. Die Forschung geht allerdings keineswegs seriös von den legendären Hunderttausenden oder gar einer Million Toten aus. Die belastbareren Schätzungen liegen deutlich niedriger und reichen – je nach Untersuchung – von einigen Tausend bis zu einigen Zehntausend.
Tito – der Held, der nicht in die Geschichte passen darf
Noch interessanter wird es bei Josip Broz Tito.
Im kommunistischen Jugoslawien wurde Tito zum großen antifaschistischen Staatsmann und Befreier stilisiert. Was nach dem Sieg geschah, ist erheblich weniger bequem.
Britische Dokumente belegen, dass zwischen dem 23. und 31. Mai 1945 insgesamt 26.399 Kroaten, Serben, Slowenen und Montenegriner an Titos Truppen übergeben wurden. Gleichzeitig lagen den westlichen Alliierten bereits Berichte über Massentötungen durch Titos Kräfte vor.Was danach mit den Ausgelieferten geschah, war teilweise Tod, Gefangenschaft, Gewalt und Todesmarsch.
Die Größenordnungen der Opfer sind bis heute Gegenstand historischer Debatten. Gerade bei Bleiburg und den anschließenden Todesmärschen reichen die Schätzungen erheblich auseinander.
Aber eines ist historisch nicht ernsthaft bestreitbar: Das kommunistische Jugoslawien war kein idyllischer antifaschistischer Märchenstaat, und Tito war nicht bloß der sympathische Partisanenführer aus dem Geschichtsbuch. Es gab politische Repression, Lager, Hinrichtungen und Massenverbrechen.
Nur hatte Tito einen entscheidenden Vorteil: Er stand auf der richtigen Seite des Kalten Krieges.
Das ist für die historische Nachwelt nicht ganz unwichtig.
Der journalistische und der historische Filter
Und damit sind wir wieder beim Journalisten.
Der Journalist filtert: Was interessiert die Menschen?
Der Historiker filtert: Was passt zu den Quellen – und manchmal auch zur herrschenden historischen Interpretation?
Beide sind deshalb gefährdet, aus Wirklichkeit eine Erzählung zu machen.
Der Journalist produziert die Tagesgeschichte. – Der Historiker produziert die Langzeitgeschichte.
Und wenn beide denselben politischen Zeitgeist bedienen, entsteht etwas höchst Bemerkenswertes: Die Nachricht von heute wird zum Geschichtsbild von morgen.
Was heute hundertmal in Zeitungen steht, erscheint morgen als „allgemein bekannt“.
Was heute verschwiegen wird, ist morgen kaum noch bekannt.
Und was heute ständig wiederholt wird, bekommt irgendwann den Anschein einer Tatsache. Das ist die eigentliche Macht von Medien und Geschichtsschreibung: Nicht nur zu entscheiden, was wahr ist, sondern vor allem, worüber überhaupt gesprochen wird.
Die gefährlichste Lüge ist die halbe Wahrheit
Deshalb ist der Ausdruck „Lügenpresse“ als Warnung vor selektiver Wahrheit durchaus ernst zu nehmen.
Denn der professionelle Manipulator muss nicht einmal lügen.
Er muss nur entscheiden:
Was erzähle ich?
Was lasse ich weg?
Welche Überschrift gebe ich darüber?
Welche Experten dürfen sprechen?
Und welche nicht?
Dasselbe gilt für Geschichte.
Man muss keine Archive verbrennen.
Es reicht, bestimmte Akten nicht zu lesen.
Man muss keine Ereignisse erfinden. – Es reicht, andere wegzulassen.
Man muss keinen Helden erschaffen. – Es reicht, seine Verbrechen nicht zu erwähnen.
Und so entsteht am Ende eine Welt, in der die Guten immer die Guten und die Bösen immer die Bösen waren.
Eine Welt ohne Grautöne.
Eine Welt, in der der Sieger Befreier und der Besiegte Täter ist.
Eine Welt, in der ein heutiger Journalist entscheidet, welche Nachricht wichtig ist – und ein späterer Historiker daraus eine Epoche macht.
Das ist die eigentliche Parallele zwischen Journalismus und Geschichtsschreibung: Beide können Wirklichkeit abbilden. Aber beide können auch Wirklichkeit auswählen.
Und deshalb sollte man weder dem Journalisten noch dem Historiker blind glauben.
Der vernünftige Bürger liest Geschichte und er liest die Gegengeschichte.
Er sucht die Quellen. Und dann bildet er sich sein eigenes Urteil. (wenn es die Justiz erlaubt) – das ist die Rückkehr des eigenen Verstandes aus der Welt der vorgefertigten Erzählungen.
https://journalistenwatch.com/2025/11/19/correctiv-prozess-in-hamburg-streit-ueber-eine-laengst-entlarvte-luege/
Buchempfehlung: So lügen Journalisten: Der Kampf um Quoten und Auflagen von Udo Ulfkotte
Das Wörterbuch der Lügenpresse: Deutsch – Lügenpresse, Lügenpresse – Deutsch von Thor Kunkel
Und wer die „falsche “ Geschichte lehrt, der wird von den Besserwissern der ANTIFA einer „richtigen“ Geschichte belehrt:
https://www.freilich-magazin.com/gesellschaft/uni-wien-antifa-ruft-erneut-zu-stoeraktion-bei-hoebelt-vorlesung-auf
Auf den Universitäten darf nur der linke Einheitsgeschichtebrei gelehrt werden
In den Redaktionen darf nur die linke Einheitsmeinung publiziert werden
Bablers Wahrheitsministerium wacht – wer abweicht bekommt kein Steuergeld umverteilt!
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt:
Das „Compact-Magazin“ wurde bereits einmal verboten, mit ganzer Staatsmacht: Hausdurchsuchungen, Plünderung der Redaktionsunterlagen etc – trotzdem gibt es mutige Patrioten, die weitermachen. Die Artikel zeigen den Unterschied zum unterworfenen Staatsjournalismus:
https://mailchi.mp/compact-mail.de/medien-hetze-gegen-siegmund-panik-vor-mega-sieg-der-afd?e=0b5fd158e9
Wie sehr unsere Geschichte verleugnet wird, habe ich in einem Artikel vor einigen Jahren aufgezeigt – um die Türken nicht zu beleidigen(sic!) – wurde im Grazer Zeughaus die Türkenausstellung einfach geschlossen – unsere damaligen Helden drehen sich im Grab um!
Vor 350 Jahren besiegte Europa unter Führung Österreichs die Türken.
Die Schlacht von St. Gotthard-Mogersdorf im Jahr 1664
Demutsvoll und reumütig gedachten wir auch im Jahre 2014 all unserer historischen Niederlagen und angeblichen Untaten. Österreichische Geschichte ist jedoch nicht nur eine Geschichte von Verlierern und Bösewichten, auch wenn heute vielfach unsere glorreiche Vergangenheit verschwiegen oder umgeschrieben wird, wie etwa im Grazer Zeughaus. Dieses wurde um 1,3 Millionen Euro umgebaut, nur damit die traditionelle Ausstellung über die Türkenkriege entfernt werden konnte, denn – laut Direktor Wolfgang Muchitsch – „Türken“ ist aus heutiger Sicht ein irreführender Begriff und unserer türkischen Zuwanderer könnten ja beleidigt werden. Warum eigentlich? Weil über Jahrhunderte osmanische, also türkische, Gewalthorden das Abendland in angst und schrecken versetzten? Gerade auf österreichischem Gebiet mordeten, brandschatzten, vergewaltigten und verschleppten diese Antichristen aus dem Osten die Bevölkerung auf das entsetzlichste. Dieser Opfer und dem heldenhaften Soldatentum österreichischer und europäischer Streitkräfte sei daher an dieser Stelle gedacht:
Nach der Schlacht auf dem Amselfeld 1448 konnten die Türken weite Teile der Balkanhalbinsel unterwerfen und wurden über mehr als zwei Jahrhunderte eine dauerhafte Gefahr für das christliche Abendland. Ihr Ziel war der „Goldene Apfel“ – also Wien, und 1529 konnte unter Nikolaus Graf Salm die erste Wiener Türkenbelagerung erfolgreich abgewehrt werden. In weiterer Folge kam es immer wieder zu Einfällen bewaffneter türkischer Horden und so entschloss sich erstmals ein einiges Europa zur Aufstellung einer multinationalen Truppe, um der Türkengefahr entgegenzutreten. Dem Österreichischen Oberbefehlshaber Raimund Graf Montecuccoli gelang mit seiner Allianz aus kaiserlichen Truppen, rheinbündischen und französischen Kräften sowie Reichstruppen und Ungarn ein Abwehrsieg gegen das kräftemäßig überlegene türkische Heer unter dem Kommando des Großwesirs Ahmed Köprili am 1. August 1664 bei Mogersdorf. Die multinationale Allianzstreitmacht unter Befehl Montecuccolis war 25.000 Mann stark. Ihr gegenüber, auf der rechten Uferseite der Raab, stand eine mit 50.000 Mann doppelt so starke osmanische Armee. Trotz dieser unglaublichen Unterlegenheit besiegte Montecuccoli die Türken fulminant, wenn man auch noch die Verluste vergleicht: Auf der Seite der Alliierten etwa 2.000 Gefallene, während man um die 12.000 Toten auf der Seite des osmanischen Heeres annimmt. Ausschlaggebend war auch der Führungsstil Montecuccolis, der immer vorne bei seinen Soldaten war und so raschest auf das aktuelle Kampfgeschehen Einfluss nehmen konnte. Sicherlich war dieser Heerführer seiner Zeit im taktischen und strategischen Denken voraus, denn eine seiner bedeutenden Taten war die Einführung des stehenden Heeres in der Habsburger-Monarchie. Montecuccoli kannte das Problem mit Heeren, die man nach einem Krieg nahezu gänzlich auflöste, um sie beim nächsten Waffengang neu zu bewerben, aus eigener, leidvoller Erfahrung. Die Soldaten, so gab sich Montecuccoli überzeugt, mussten ständig einsatzbereit und geübt in den verschiedensten Waffen sein. Und schließlich: Die Soldaten sollten stolz auf ihren Stand sein und ihre Lebensaufgabe als „Ehrenpflicht“ betrachten.
Die Schlacht bei St. Gotthard-Mogersdorf war ein Abwehrsieg des vereinigten Abendlandes, der türkische Vormarsch auf Wien wurde verhindert – bis 1683. Im anschließenden Friede von Eisenburg vom 10. August 1664 wurde jedoch der Erfolg der Europäer verspielt. Kaiser Leopold I. hatte den Frieden von Eisenburg, ohne seine Verbündeten zu fragen oder auch zu informieren, geschlossen. Er traute nicht den Franzosen, die im Westen einen Expansionskurs betrieben, und außerdem befürchtete er Aufstände der calvinistischen Ungarn. Aus diesen Gründen kam es zum Abschluss dieses Verlustfriedens. Die Türken behielten die von ihnen eroberten Festungen Neuhäusel, Neograd und Großwardein, der Kaiser erklärte sich weiters zu der Zahlung eines „Geschenks“ an den Sultan bereit Die Osmanen verloren wohl die Schlacht bei St. Gotthard, bei den Friedensverhandlungen trugen sie jedoch den Sieg davon. Sie konnten weiter Christenknaben rauben und als „Elitekanonefutter“ – Janitscharen genannt, gegen Christen einsetzen, sie hoben weiter Abgaben und Steuern von „Ungläubigen“ ein.
An den genialen Sieger von Mogersdorf erinnert in Güssing die „Montecuccoli-Kaserne“.
Ein anderer Türkenbezwinger, Prinz Eugen von Savoyen, bekommt auf dem Wiener Heldenplatz neue Nachbarn – das Kameradenverräterdenkmal. Wenn solche Leute gegen die Türken 1664 gekämpft hätten, wäre das Abendland längst islamisch, aber angeblich drehen die Türken ihre militärischen Niederlagen demographisch noch um: „Das, was Sultan Süleyman mit der Belagerung Wiens 1683 begonnen hat, werden wir über die Einwohner, mit unseren kräftigen Männern und gesunden Frauen, verwirklichen“, zitiert die türkische Zeitung „Hürriyet“ den türkischstämmigen, deutsche SPD Politiker Vural Öger.
Vielleicht entfernt man auch noch den Türken im Palais Saurau???
https://www.sagen.info/forum/media/t%C3%BCrkensage-t%C3%BCrkenfigur-palais-sarau-original-stadtmuseum.37695/
Jüngste Entgleisung eines „unabhängigen“ Jounailisten:
https://weltwoche.de/daily/faz-journalist-will-von-selenskyj-wissen-wie-europa-helfen-koenne-mehr-russen-zu-toeten/
Unfassbar – anstatt nach Friedensmöglichkeiten zu fragen, will dieser Kriegstreiber wissen, wie man mehr Russen töten kann!!
Der Wirtschaftsmarkt Russland wurde von uns mutwillig zerstört, Milliardengeschäfte gehen verloren und es geht weiter mit solchen Kriegstreibermethoden – miesester Journalismus! Aber auch der ORF-Pfeiffer ist immer dabei, wenn es gegen Rechts geht – er verbreitete im ORF die Correctiv-Lüge – ohne Berichtigung, als bereits der Lügeninhalt feststand!