
Was musste geschehen, dass in ganz Europa Klassenzimmer und Schulhöfe zum Schauplatz eines Kulturkampfes auf dem Rücken unserer Kinder werden? Massenmigration und linke Reformpädagogik haben die europäischen Bildungssysteme der Mitgliedstaaten extrem geschwächt. Lehrer- und Schülerschaft stehen durch Sprachunkenntnis, kulturell-religiöse Aggression und sinkende Leistungsstandards unter Druck. Ein Gespräch mit dem Mitglied des Europaparlaments, Elisabeth Dieringer.
Redaktion: Frau Dieringer, als ehemalige Gymnasiallehrerin sind Sie beim Thema vom Fach. Frage an Sie als EU-Parlamentsabgeordnete und dort unter anderem als Stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Kultur und Bildung: Was ist los in Europa, wenn es um Bildung geht?
Elisabeth Dieringer: Eine allumfassende Antwort wäre hier rahmensprengend. Ich will mich auf zwei Dinge konzentrieren: Was macht die EU unter der EU-Kommission zu dem Thema und was passiert an den Schulen vor Ort.
Also zum ersten, die EU startet immer wieder diverse wohlklingende Förderprogramme und Aktionen – ich nenne hier das Erasmus+-Programm und die European Youth Capital 2026, Tromsø. Mit Bildungsprogrammen sollen über Fördermittel, die beantragt werden können, Bildungsinstitutionen der Mitgliedstaaten auf die sattsam bekannte ideologische EU-Linie gebracht werden. Beispiel: Keine Privatschule, die sich zu einem dezidiert christlichen Ausbildungsverständnis bekennt oder Sinn und Zweck der sogenannten „Inklusion“ bezweifelt, wird je EU- also europäisches Steuergeld aus Brüssel erhalten.
Zum zweiten: Das Theater um die Jugendhauptstadt wird über diverse Rahmenprogramme durchschaubar. Nehmen Sie das norwegische Tromsø. Da heißt es zum Veranstaltungsablauf sinngemäß: Man habe eine „True North“-Vision entwickelt und will damit Städte in ganz Europa inspirieren. Man will zeigen, wie die sogenannte „Gemeinschaftsresilienz“ durch Inklusion und nachhaltiges Engagement für die Jugendbeteiligung an der Demokratie gestärkt wird. Für mich geht’s bei diesem Geschwafel offensichtlich um den üblichen links-ökologischen Ideologiebrei der EU-Kommission, der der Jugend häppchenweis verabreicht werden soll.
Was ist der Hintergedanke?
Nun ja, wie bei allem, was von der Europäischen Kommission angepackt wird, geht es nur und ausschließlich um den Machterhalt dieser Behörde. Und um das Ego der hochalimentierten und privilegierten Kommissare und der EU-Bürokratie. Schauen Sie sich nur das Tun der untragbaren EU-Kommissionspräsidentin und ihrer Entourage an.
Kommen wir zu den europäischen Klassenzimmern und Schulhöfen …
Ja, da gab es ja jüngst medial verbreitete Berichte Betroffener und diverse Studien von UNICEF et cetera. In Gesprächen mit meinen europäischen Kolleginnen und Kollegen der Fraktion Patrioten für Europa [PfE] ist übrigens klar zu erkennen, dass die in der deutschsprachigen Bildungslandschaft auftretenden Probleme europaweit da sind.
Das bedeutet konkret?
Wenn wir zum Beispiel feststellen müssen, dass durch die Massenmigration und die Flutung unserer österreichischen Schulen mit Kindern und Jugendlichen, die unsere Kultur ablehnen, ein absolutes Chaos entstanden ist, dann gilt das genauso für Frankreich, Italien und Deutschland. Mit Chaos meine ich einen Raum, der unserem ordnenden Eingriff als Pädagogen zunehmend entgleist.
Inwiefern?
Ich habe vor kurzem irgendwo den Bericht eines pensionierten Gymnasiallehrers gelesen. Was dieser Mann beschreibt, deckt sich mit den Berichten vieler früheren Kolleginnen und Kollegen:
Unglaubliche Respektlosigkeiten gegenüber den Lehrkräften seitens der Schüler nehmen rapide zu – das reicht von sexuellen Übergriffen auf weibliche Schüler und Lehrer bis hin zu widerwärtigen Provokationen aller Art. Vom Leistungswillen und der Leistungserfüllung kann man ganz schwiegen. Gleichzeitig steigt die Gewalttendenz in den Schulen, einheimische Schüler, die meist in der Unterzahl sind, werden gemobbt, drangsaliert.
Wer ist für die Misere verantwortlich?
Einerseits eine linksgestrickte Bildungspolitik, die sich sukzessive vom Leistungsgedanken verabschiedet hat und über sinnbefreite pädagogische Reformen schulische Qualitätsstandards abgesenkt und Generationen von Schülern verunsichert hat. Dann ist die „große“ Politik zu nennen, die der Massenmigration verantwortungslos und gesetzeswidrig Tür und Tor öffnete.
Schließlich sind es die Alt-68er Juristen, die in weiten Teilen das österreichische, aber auch bundesdeutsche Justizsystem nach ihrem Marsch durch die Institutionen ideologisch unterwanderten und sich bemühen, etwa bei Urteilsfindungen Migranten gerne zu schonen. Es sind schlussendlich auch die Gäste selbst, die nach Europa gekommen sind, die Schuld an den schrecklichen Zuständen tragen. Egal ob Eltern oder der junge Mustafa: Der Integrationswille liegt meist im unteren einstelligen Prozentbereich, genauso wie die Sprachkenntnisse. Dazu kommt ein aggressiv vorgetragener Islam, der bereits Feiertagskalender in unseren Schulen und Ernährungsgewohnheiten bei Schulspeisungen massiv beeinflusst.
Lösungen, Hoffnungen …?
Mir tut es immer wieder weh, wenn ich autochthone Schüler auf der Straße höre, die in der sogenannten „Kanak sprak“ reden. Das sind Unterwerfungsgesten, die ich abstoßend finde. Um das Ruder herumzureißen und qualitätsvolle Bildung in Europa und in unserem Land wieder als wichtige Zukunftsinvestition zu ermöglichen, brauchen wir einen patriotisch-freiheitlichen Politikwechsel, einen völligen Stop der Migration und eine rechtssichere, aber konsequente Remigration. Und wir könnten so langsam mal wieder auf der Basis unserer Bildung gesunden Stolz auf unsere abendländisch-christliche Kulturgeschichte entwickeln. Das schafft wahre „Gesellschaftsresilienz“. (lacht)
Danke für das Gespräch!
Mag. Elisabeth Dieringer ist Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz (IMCO), Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM), sowie stv. Mitglied im Ausschuss für Kultur und Politik (CULT).