Das Ende des britischen Traums: Wie Keir Starmer das Vereinigte Königreich endgültig zu Grabe trägt

Man könnte meinen, das alte Albion habe sich in einen Patienten verwandelt, der trotz schwerer Symptome beharrlich behauptet, kerngesund zu sein. Der Premierminister namens Keir Starmer führt diesen Patienten mit eiserner Faust – oder sollte man sagen: mit der Grazie eines Mannes, der die Zeichen der Zeit partout nicht lesen will. Die Tories haben das Königreich heruntergewirtschaftet, gewiss. Doch unter Labour beschleunigt sich der Niedergang zu einem Tempo, das selbst den eingefleischtesten Pessimisten den Atem raubt. Es ist aus für Starmer. Bloß will er es nicht verstehen.

Ein Empire, das keines mehr ist
Einst war Großbritannien jenes Reich, über dem die Sonne nie unterging. Heute geht sie unter – und mit ihr der Glanz einer Nation, die sich selbst entkernt. Das Vereinigte Königreich steht nicht mehr als stolzes Empire da, sondern als Schatten seiner selbst: ein Land, in dem die alten Tugenden von Freiheit, Eigenverantwortung und kultureller Selbstsicherheit von einer Bürokratie erstickt werden, die man nach dem Brexit eigentlich abzuschütteln hoffte. Stattdessen wuchert sie üppiger denn je. Kleine und mittlere Unternehmen, die Rückgrat der britischen Wirtschaft, ächzen unter Formularen und Vorschriften, während die Landwirtschaft mit immer neuen Auflagen kämpft. Brexit sollte Befreiung bringen. Stattdessen blieb der alte Wein in neuen Schläuchen – und die neuen Herren gossen ihn noch großzügiger aus.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nach den jüngsten Kommunalwahlen hat Labour über 1.400 Sitze verloren, Reform UK unter Nigel Farage hingegen Hunderte dazugewonnen und in einstigen Labour-Hochburgen wie Tameside regelrecht abgeräumt. Starmer bleibt stur: „Ich trete nicht zurück.“ Ein Mann, der sich an den Stuhl klammert, während das Schiff sinkt – ein Bild, das zur Karikatur einlädt.

Die offene Wunde: Migration, Kriminalität und die verweigerte Debatte
Nirgends wird der Verfall deutlicher als bei Sicherheit und Migration. Den Briten brennt das Thema unter den Nägeln, und das nicht ohne Grund. Während migrantische Vergewaltiger und Gewalttäter oft mit milden Urteilen oder gar Bewährung davonkommen, landet der einheimische Bürger, der in berechtigter Wut eine als „rassistisch“ gedeutete Bemerkung macht, schneller hinter Gittern. Ein System brutaler, woker Zensur hat sich etabliert, in dem politisch unkorrekter Humor bereits zum Straftatbestand avancieren kann. Hier wird der Klassengegensatz neu belebt: Die oberen Zehntausend, jene abgehobene Elite aus Westminster und den Salons, diktieren eine Migrationspolitik, deren Folgen vor allem die einfachen Engländer, Schotten und Waliser in ihren Nachbarschaften ertragen müssen.
Die Briten wollen Briten bleiben. Sie wollen keine Gesellschaft, in der Frauen verschleiert durch die Straßen gehen, Alkohol verboten wird und die Scharia stetig an Boden gewinnt. Sie sehnen sich nach einer authentischen, britischen Lebenswelt – nach Fish and Chips, nach Pubs, nach jenem trockenen Humor, der einst das Mark der Nation war. Stattdessen bekommen sie Ramadan-Empfänge, bei denen Keir Starmer verkündet, Muslime seien das „Gesicht des modernen Großbritanniens“. Ein Kniefall, den selbst John Cleese nicht mehr schweigend hinnimmt und der ihn zu der Forderung nach Neuwahlen treibt.
Labour hat enge Verstrickungen zu muslimischen und islamistischen Kreisen nie geleugnet. Antisemitismus und anti-westliche Töne aus diesen Milieus werden geflissentlich übersehen, während jede Kritik am Islamismus als rassistisch oder rechtsextrem vom Tisch gewischt wird. Das ist keine Politik, das ist ideologische Selbstkasteiung.

Die Demonstration der Patrioten und die Gegenwelt
Am Wochenende demonstrierten Zehntausende – Schätzungen reichen von 50.000 bis weit darüber – unter Tommy Robinson für eine Kurswende. „Unite the Kingdom“ oder „Unite the West“ hieß das Motto: ein Leuchtfeuer für all jene, die die Islamisierung ihres Landes nicht länger hinnehmen wollen. Robinson, der umstrittene, aber furchtlose Rufer, organisiert, was die etablierten Parteien verweigern: eine Stimme für die autochthone Bevölkerung. Bei den Gegenveranstaltungen wurde hingegen unverhohlen zur Gewalt gegen Tommy Robinson, Nigel Farage, Donald Trump und andere aufgerufen. Das sagt alles über die moralische Asymmetrie der heutigen britischen Debatte.
Hier die Patrioten mit Union Jacks und Saint George’s Cross und dem Willen zur Erhaltung und Verbesserung ihrer Heimat. Dort die Allianz aus Linksextremen und Islamisten, die offen zum Töten aufruft. Und die Regierung? Sie blockiert ausländische Patrioten bei der Einreise, während die Boote illegaler und uneingeladener Migranten weiter anlanden.

Brexit: Der Verrat am Volkswillen
Erinnern wir uns an den Brexit. Die Volksabstimmung war ein klarer Auftrag: raus aus der EU-Überbürokratisierung, Kontrolle über Grenzen und Migration zurückgewinnen. Die Mehrheit der Briten wollte sich nicht länger bevormunden lassen. Doch wer setzte den Austritt um? Genau jene EU-Befürworter aus Tories und Labour, die den Verbleib propagiert hatten. Das Ergebnis: mehr Migranten, mehr Bürokratie, mehr Frust. Man gewinnt den Eindruck, der Notstand wurde bewusst herbeigeführt, um den Brexit als Sündenbock zu brandmarken und die Rückkehr in die EU schmackhaft zu machen. Labour träumt bereits vom nächsten Wahlkampf mit diesem Thema. Ob das Volk mitspielt, darf bezweifelt werden.

Die Stimmen der Vernunft: Cleese, Gervais, Clarkson
Während die politische Klasse taumelt, erheben sich jene, die das Land einst mit Witz und Scharfsinn bereichert haben. John Cleese, Ricky Gervais, Jeremy Clarkson – beliebte Persönlichkeiten, die den Woke-Wahnsinn geißeln und dafür vom Publikum bejubelt werden. Cleese fordert Neuwahlen und wirft Starmer Kniefall vor Muslimen vor. Solche Stimmen sind kein Zufall. Sie sind das Echo eines Volkes, das sich nach Normalität sehnt.

Das wiederkehrende Klassensystem
Das alte britische Klassensystem, das gegen Ende des 20. Jahrhunderts wenigstens teilweise überwunden schien, schlägt mit brutaler Härte zurück. Nicht mehr in Frack und Zylinder, sondern in der Gestalt einer kosmopolitischen Elite, die sich über die Sorgen der eigenen Landsleute erhaben fühlt. Für die oberen Zehntausend ist Massenzuwanderung ein kulturelles Bereicherungsprogramm. Für den Arbeiter in Rotherham oder Oldham ist sie der Verlust der gewohnten Lebenswelt. Diese Entfremdung zwischen Herrschenden und Beherrschten treibt das Land auseinander.

Starmer am Abgrund – und doch so stur
Die jüngsten Wahldebakel haben es gezeigt: Labour taumelt, Starmer wankt, Rücktrittsforderungen werden lauter. Gesundheitsminister wirft hin, interne Kritik wächst. Doch der Premier bleibt. Er will beim nächsten Wahlkampf die Rückkehr zur EU thematisieren. Ein riskantes Spiel mit dem Feuer des Volkswillens. Die Tories haben versagt. Labour treibt die Zerstörung mit doppelter Geschwindigkeit voran. Und dazwischen erhebt sich eine patriotische Kraft, die weder von Zensur noch von Denunziation zum Schweigen gebracht werden kann.
Das Vereinigte Königreich steht an einer Wegscheide. Entweder es besinnt sich auf seine Identität, seine Grenzen und seine Freiheiten – oder es gleitet weiter in jenen Multikulti-Albtraum, in dem Parallelgesellschaften blühen und der einheimische Bürger zum Fremden im eigenen Land wird. Starmer wird es nicht richten. Die Frage ist, ob das britische Volk ihm noch lange zusieht.
Die Uhren ticken. In London, in den Grafschaften, auf den Straßen. Und sie schlagen nicht für die Fortsetzung des Niedergangs. Sie schlagen für eine Kurswende. Ob Starmer es hört oder nicht – das Empire mag vergangen sein. Aber der britische Geist, jener trotzige, freie, unbändige, lebt noch. Und er regt sich. Lautstark.

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4 thoughts on “Das Ende des britischen Traums: Wie Keir Starmer das Vereinigte Königreich endgültig zu Grabe trägt

  1. Von “Groß”britannien zu “Klein”britannien

    „Jedem Briten – an Tritt“ – Karl Kraus: “Die letzten Tage der Menschheit”

    „Rule, Britannia!“ sang man einst mit geschwellter Brust, Kanonenrauch und dem festen Glauben, dass die Sonne niemals untergeht – schon gar nicht über einem Empire, das sich über den halben Globus spannte wie ein schlecht verlegter Teppich imperialer Arroganz. Indien, Afrika, Nahost – überall hinterließ das Vereinigte Königreich seine Flaggen, seine Soldaten, seine Verwaltungsbeamten, seine Eisenbahnen und selbstverständlich auch seine Massengräber, Hungersnöte und künstlich gezogenen Grenzen.

    Das britische Empire war nie ein Wohlfahrtsverein. Es war ein gigantisches Geschäftsmodell mit Monarchie-Dekor. Wo Rohstoffe lagen, erschien plötzlich „Zivilisation“. Wo Menschen widersprachen, erschien plötzlich die Marine. In Indien starben Millionen unter kolonialer Ausbeutung und Hungerkatastrophen, während London Tee trank und über Moral philosophierte. Beim hastigen Rückzug aus Indien und der Teilung in Indien und Pakistan hinterließ man ein Chaos, dessen Blutspuren bis heute sichtbar sind. Hauptsache, die Bilanz stimmte noch für ein paar Quartale.

    Und nun?
    Nun sitzt das einstige Empire geschniegelt im Regen von Rotherham und diskutiert über kaputte Innenstädte, Parallelgesellschaften, Wohnungsnot und eine politische Klasse, die auf jede Krise reagiert wie ein Butler im brennenden Herrenhaus: mit höflichem Schweigen und einer Tasse Earl Grey.

    Die Ironie der Geschichte ist dabei fast schon literarisch perfekt. Einst exportierte Großbritannien seine Macht in alle Welt – heute importiert es die Folgen seiner eigenen Vergangenheit. Jahrzehntelang predigte man Globalisierung, billige Arbeitskräfte und moralische Überlegenheit. Wer warnte, galt als rückständig. Wer Zweifel äußerte, wurde aussortiert wie ein Kolonialsoldat mit Gewissensbissen.

    Und plötzlich merken viele Briten: Der alte nationale Mythos trägt nicht mehr. Das Empire ist verschwunden, die Industrie ebenfalls, geblieben sind Finanzblasen, Kulturkämpfe und eine politische Elite, die sich zwischen Londoner Luxusvierteln und moralischer Selbstinszenierung eingerichtet hat.

    Die Proteste der letzten Zeit zeigen vor allem eines: ein tief verunsichertes Land. Viele Menschen fühlen sich fremd im eigenen Alltag, nicht gehört von Politik und Medien, während gleichzeitig Kriminalität, soziale Spannungen und Integrationsprobleme emotional aufgeladen werden. Fälle organisierter sexueller Gewalt – etwa die jahrelang verdrängten Grooming-Gang-Skandale – haben das Vertrauen vieler Bürger zusätzlich erschüttert. Nicht nur wegen der Taten selbst, sondern weil Behörden und Politik oft aus Angst vor politischen Konsequenzen zu lange schwiegen.

    Großbritannien zerfällt an jahrzehntelanger sozialer Ungleichheit, an zügellosem Zuzug Kulturfremder, an neoliberaler Entkernung, politischer Feigheit und der Unfähigkeit, eine gemeinsame gesellschaftliche Identität zu definieren, die mehr ist als nostalgische Erinnerung an einen Kriegsverbrecher Churchill oder einen Bomber-Harris.

    Vielleicht ist das die eigentliche Pointe der Geschichte:
    Das Empire glaubte immer, die Welt formen zu können, ohne selbst verändert zu werden. Doch Imperien importieren irgendwann ihre eigene Vergangenheit zurück. Die Rechnungen kommen verspätet, aber sie kommen.

    Und so stehen sie heute da, die einstigen Herren der Meere:
    mit Schlaglöchern statt Kolonien, mit Identitätskrisen statt Kronjuwelen und mit Politikern, die wirken, als hätten sie selbst schon längst das Land verlassen – zumindest geistig.

    Aus Großbritannien werden kleine Briten – im Selbstverständnis. Das Empire ist tot. Geblieben ist die Insel.

    https://de.metapedia.org/wiki/Liste_britischer_Kriegsverbrechen

  2. Vor Jahren habe ich publiziert:

    Für Gott, Zar und Vaterland
    General Pannwitz und die verlorene Kosakenarmee

    Am 8.Mai 1945 kapitulierte die Deutsche Wehrmacht, der schreckliche Zweite Weltkrieg war beendet, die Waffen schwiegen. Für Millionen Menschen allerdings begann jetzt erst richtig der Schrecken von Ermordung, Vergewaltigung, Vertreibung, Todesmärschen und Rechtlosigkeit.
    Als wohl eines der furchtbarsten Tragödien sei beispielhaft das Schicksal der Kosaken genannt:

    Die Kosaken, Nachfahren der Goten, waren seit den Tagen der Oktoberrevolution Feinde des Bolschewismus. Sie hofften mit Hilfe der Deutschen Wehrmacht, welche sie als Bollwerk gegen Stalins menschenverachtendes Regime betrachteten, wieder ihre alten Unabhängigkeitsrechte und ihre orthodoxe Religionsfreiheit zu erhalten. Mit der Aufstellung der 1. Kosaken-Kavallerie-Division 1943, konnten sie aktiv an der Befreiung ihrer Heimat vom Bolschewismus teilnehmen. Frauen, Kinder und alle nicht kämpfenden Männer siedelten sich, bedingt durch den Rückzug der Wehrmacht, in „Kosakia“, einem Siedlungsgebiet für die Kosaken, in der oberitalienischen Provinz Friaul, an. Unter dem Druck italienischer Partisanenbewegungen und um sich mit den nach Österreich ausweichenden Kosakeneinheiten ihres Kavallerie-Korps zu vereinigen, flüchteten die Kosaken-Stans 1945 in riesigen Trecks mit Pferd und Wagen nach Norden in das Gebiet von Kärnten und Osttirols, wo sie vom Zusammenbruch des Deutschen Reichs eingeholt werden sollten. Hugo Portisch berichtet in seiner Dokumentation „Österreich 2.“ über den nun folgenden Wortbruch der Engländer, welche versprachen, die Kosaken keinesfalls an Stalin auszuliefern: „Auf den Feldern am Nordufer der Drau schlagen die Kosaken ihre Zelte auf. Rund 50.000 Männer, Frauen und Kinder. Dann kommt der Befehl zur Abgabe der Waffen. Die Kosaken folgen dem Befehl, und doch wird zum erstenmal Misstrauen in ihnen wach: Würden die Briten ihre Zusage halten, sie nicht an die Sowjetunion auszuliefern? Denn für die Sowjets sind die Kosaken Vaterlandsverräter.“ Sie hofften nach Kanada, USA oder Australien auswandern zu können, denn viele Kosaken hatten britische Auszeichnungen, sie kämpften gemeinsam mit dem anglo-amerikanischem Expeditionskorps während des Bürgerkrieges gegen die Bolschewiken. Verliehen hatte diese Orden der britische Offizier Alexander, jener Alexander, der nun den Oberbefehl der britischen Truppen in Österreich hatte. Er hatte keine Skrupel seine ehemaligen Kampfgefährten an Stalin auszuliefern. Die Engländer brachen ihr Ehrenwort, das ein britischer Offizier gegeben hatte: “Meine Herren, bleiben Sie ruhig. Bis jetzt hat es noch nie den Fall gegeben, dass Kriegsgefangene, die unter der Obhut der britischen Krone stehen, an einen anderen Staat ausgeliefert worden wären.“ Eine ewige Schande für die englische Armee folgte nun. Zuerst wurden Kosakenführer unter dem Vorwand die Auswanderung nach Übersee zu besprechen von ihren Familien weggelockt, dann umstellen britische Kampfeinheiten die Lager der Kosaken. Alle Bitten um Barmherzigkeit fruchten nicht, mit Gewalt bemächtigen sich die Engländer der Frauen, Männer und Kinder um sie auf LKW´s zu verfrachten. Lieber sterben als in Stalins Gulag – dazu nochmals Portisch mit dem Bericht eines Zeitzeugen: „Ich konnte sehen, wie sich viele Leute zur Brücke drängten. Als ich näherkam, bemerkte ich zwei Kosakenfrauen, eine hatte etwas in der Hand, was aussah wie ein Kleiderbündel, mit dem sie plötzlich heftig gegen das Brückengeländer schlug. Dann drückte sie das Bündel an sich und sprang in den Fluß. Da begriff ich, dass es ein Baby war, das sie soeben erschlagen hatte, um danach Selbstmord zu verüben. Und ich sah eine andere Mutter mit einem etwa fünf Jahre alten Buben. Auch sie nahm das Kind in die Arme und sprang mit ihm in den Fluß.“ Die Selbstmorde gingen weiter, bis Judenburg, wo die verratenen Kosaken an der Murbrücke der Roten Armee ausgeliefert wurden. Laut Genfer Konvention hätten die Briten die Kosaken nicht an Stalin ausliefern dürfen. Selbst die Sowjets zeigen sich überrascht, wer ihnen da alles von den Engländern serviert wird, denn allein 68 Prozent der überstellten Kosaken-Offiziere waren zuvor nie Bürger der Sowjetunion gewesen, kamen aus dem westlichen Exil. Sie hätten nach dem Völkerrecht nie den Sowjets überstellt werden dürfen. Die Engländer sprachen mit der Auslieferung für zehntausende Menschen das Todesurteil aus, auch für jene Kroaten, Slowenen, Domobranzen und Tschetniks, welche sie an Titos Schärgen auslieferten. „Eine Auslieferung an ihre Heimatländer wäre zweifellos verhängnisvoll für ihre Gesundheit“ heißt es zynisch in einem britischen Telegramm.
    General Pannwitz begleitete in ehrenvoller Treue schließlich die Kosaken auf ihrem Weg bis in den Tod. Als der Krieg vorüber war, entband H. von Pannwitz seine Offiziere, darunter viele Österreicher, von der Dienstpflicht, indem er sagte, sie hätten ihren Treueid erfüllt und könnten jetzt nach Hause gehen. Was ihn selbst betraf, so sagte er: “Solange das Schicksal unserer Freunde, der Kosaken, ungewiss ist, halte ich es für meine Pflicht, bei ihnen zu bleiben”. Nach diesen Worten schlossen sich die deutschen Offiziere ihrem Kommandierenden an, und wenig später teilten sie das Los der Kosaken, die am Leben geblieben waren, in Stalins GULAG. Am 17. Jänner 1947 wurde Generalleutnant Helmuth von Pannwitz, Kommandeur des XV. Kosaken-Kavallerie-Korps, gemeinsam mit vier Kosaken-Atamanen in Moskau, im berüchtigten Lubjanka – Gefängnis, nach einem Schauprozess ermordet. Die Ermordung von General Pannwitz war ein Willkürakt reinster Siegerlynchjustiz. Knapp ein halbes Jahrhundert später, im April 1996 wurde der deutsche Kosakenführer von der Moskauer Generalstaatsanwaltschaft offiziell rehabilitiert. In dem Beschluss hieß es: “Es liegen keine Beweise vor, dass von Pannwitz oder die ihm unterstellten Einheiten Gräueltaten gegen die Zivilbevölkerung und die gefangengenommenen Rotarmisten zugelassen haben.“ Die Sieger waren nicht zimperlich, Verrat, Mord, Verschleppung, Vertreibung und die Rachejustiz ließ keine Gerechtigkeit aufkommen. Genau jene Methoden wurden angewandt, welche als Vorwand dienten, gegen Deutschland Krieg zu führen. Millionen Menschen wurden in Stalins und Titos Vernichtungslager ermordet. Ehrenhafte deutsche Offiziere, wie etwa auch der Österreicher General Löhr, oder eben General Pannwitz und seine Getreuen, wurden mit erfundenen Anklagen zu Verbrechern gestempelt. Heute wird vermutet, dass ein weiterer Grund für die Auslieferung der Kosaken die Rückführung der SS-Division „Galizien“ gewesen sein könnte, weil sich Churchill von deren Einsatz im aufkommenden Kalten Krieg Vorteile erwartet hatte. In Lienz erinnert heute der Kosakenfriedhof in der Peggetz und ein Gedenkstein für General Helmuth von Pannwitz und das XV. Kosakenkavallerie-Korps in Tristach an das damalige tragische Geschehen. Jährlich finden dort Gedenkfeiern der Überlebenden und der Nachkommen statt, die das Schicksal in die ganze Welt verstreut hat. Die damaligen Ereignisse werden Schritt für Schritt im Buch des Grafen Nikolai Tolstoy “ Die Verratenen von Jalta, Englands Schuld vor der Geschichte” nachgezeichnet, welches bald darauf und lange vor der Wende durch A. Solschenizyn auch in Russisch publiziert wurde. Der Nobelpreisträger erkennt die Ehre und Treue der Kosaken und ihrer deutschen Offiziere an und verurteilt den skrupellosen Verrat der „zivilisierten“ Siegermacht England – wehe den Besiegten!

    https://dereckart.at/die-kosakentragoedie-im-mai-und-juni-1945-an-der-drau-bei-lienz/

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