
Was dem dänischen Märchenerzähler Hans Christian Andersen seinerzeit mit des Kaisers neuen Kleidern eingefallen war, ist heutzutage Realität: Männer deklarieren sich als Frauen und umgekehrt und alle Welt nimmt das hin, wie weiland die Prozession des Kaisers Untertanen. Die Europäische Kommission toppt diesen Irrsinn, indem sie mit Beschlüssen und Maßnahmen biologische Fakten nachrangig zu Gunsten sozialer Konstrukte sortiert.
Das deutsche Bundesverfassungsgericht stellte denn auch in einem Urteil 2017 fest: „In den medizinischen und psychosozialen Wissenschaften besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass sich das Geschlecht nicht allein nach genetisch-anatomisch-chromosomalen Merkmalen bestimmen oder gar herstellen lässt, sondern von sozialen und psychischen Faktoren mitbestimmt wird.“ Die Biologin und Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard hält im Interview mit dem Feministinnen-Blatt Emma dagegen: „Das ist Unfug. Wie man sich fühlt, das lässt sich durch soziale und psychologische Umstände ändern. Das biologische Geschlecht aber eben nicht. Das ist dort, wo wirklich Wissenschaft betrieben wird, auch völlig unstrittig.“
Nun hat der links-ideologische Einfluss schon längst die Europäische Kommission durchsetzt. Der ökosozialistische Green Deal ist dafür das beste Beispiel. Aber auch in der Politik bezüglich von Geschlechteridentitäten und diesbezüglichen Antidiskriminierungsansätzen folgt Brüssel linker Identitätspolitik. Mit einem Aktionsplan gegen Cybermobbing und Hate Speech will man transphobe Meinungen im Netz verfolgen und bestrafen. Sogenannte „Rainbow families“ sollen über die Recognition of Parenthood-Initiative (grenzüberschreitende Anerkennung der Elternschaft) gefördert werden. Die neue LGBTIQ+-Strategie der EU verschafft einer sehr kleinen aber extrem lauten Minderheit derart viel juristisches Gewicht und mediale Aufmerksamkeit, dass tradierte Rollenbilder und Familienentwürfe ins Wanken geraten.
Österreichische Vertretungsorganisationen wie die Anlaufstelle für Menschen mit Variationen der Geschlechtsmerkmale (VARGES) oder der Verein Intergeschlechtlicher Menschen Österreich (VIMÖ) beziffern den Anteil intergeschlechtlicher Menschen auf bis zu 1,7 Prozent der österreichischen Bevölkerung. Bei Transgeschlechtlichkeit liegen die Zahlen unter ein Prozent. Das sind eher transfreundliche Schätzungen, die in andren Ländern in etwa ähnlich aussehen. Nichtsdestotrotz: Für 2026 hat die EU- Kommission einen Bericht zur Anwendung der Beschäftigungsgleichbehandlungsregeln (Employment Equality Directive) und eine neue Guidance zu inklusiven Einstellungspraktiken angekündigt. Hate Speech wird als EU-Straftatbestand gewertet werden. Wobei auch hier die Strafbarkeitsgrenze zu politischen Meinungsäußerungen bewusst fließend gehalten werden wird.
Die Gender-Ideologie macht sich nicht nur in unserer Gesellschaft breit, auch alle politischen Vorhaben in der EU werden auf sogenannte Gender-Gerechtigkeit überprüft. Die Lehrpläne der Schulen, Kitas und Universitäten richten sich nach den irrwitzigen Gender-Vorgaben – knapp 200 Gender-Professuren gibt es in Deutschland. Und das österreichische Bundesministerium für Frauen, Wissenschaft und Forschung (kurz BMFWF) „verfolgt dabei drei – auf europäische Vorgaben abgestimmte – Ziele: die Integration der Genderdimension in die Strukturen und Policies in Wissenschaft und Forschung (Kulturwandel in Wissenschafts- und Forschungsorganisationen), die Verankerung der Genderdimension in Forschungsinhalte und Lehre und die Erhöhung der Frauenanteile in allen Bereichen und Hierarchieebenen in denen sie unterrepräsentiert sind.
Diese ganze ideologische und verantwortungslose Scharlatanerie wird die europäischen Familien schwächen und die echten Anliegen von Frauen desavouieren. Pubertierende und frühsexualisierte Kinder werden auf übelste Weise instrumentalisiert. Dies alles im Übrigen von einer Gender-Mafia, die die Ermordung einer Lehrerein und von fünf Schülern im kanadischen Tumbler Ridge durch einen gewissen Jesse Van Rootselaar einer „Frau“ anlastet, denn der „Trans-Killer“ nahm seit seinem vierzehnten Lebensjahr offenbar weibliche Hormone.
Mag. Elisabeth Dieringer ist Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz (IMCO), Ausschuss für die Rechte der Frauen und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM), sowie stv. Mitglied im Ausschuss für Kultur und Politik (CULT).
Links:
STATjournal Nr. 1 – 2025
LGBTIQ: Details zur Diversity Dimension – WKO
Die Lügen der Gender-Ideologie entlarvt – Stiftung Zukunft CH
Eine Top-down-Revolution: Der „Genderismus“ zerstört Identität und Familie
Viele Geschlechter? Das ist Unfug! | EMMA
Philosophie.ch – Gender Studies – Wissenschaft oder Ideologie?
Transperson läuft an US-Schule Amok – Medien verdrehen Tatsachen
Kanadische Polizei gibt Identität bekannt: 18-jähriger Trans-Killer ermordete Mutter, Stiefbruder, sechs Schüler und eine Lehrkraft in Tumbler Ridge | NIUS.de
Das ist die Vorwegnahme des Gott spielen wollen! Die EU-Götter maßen sich an, Darwin zu übertrumpfen – ohne Moral, allmächtig – die Untertanen werden zu Sklaven, wenn die Gottspielerei im Labor umgesetzt wird – „Schöne neue Welt“ – Huxley lässt grüßen.
Wenn Historiker wie Yuval Noah Harari über die Zukunft schreiben, dann geht es nicht um Science-Fiction, sondern um reale Entwicklungen: Biotechnologie, Künstliche Intelligenz, globale Vernetzung. In Werken wie „Homo Deus“ beschreibt er, wie der Mensch beginnt, die eigenen biologischen Grenzen zu überschreiten – Gene zu analysieren, DNA zu manipulieren, Krankheiten auszuschalten, vielleicht eines Tages Eigenschaften gezielt auszuwählen.
Was hier sichtbar wird, ist der uralte Traum, „Gott zu spielen“: nicht mehr nur die Welt zu verstehen, sondern sie nach eigenem Willen zu gestalten – einschließlich des Menschen selbst. Technisch scheint vieles machbar zu werden. Doch die entscheidende Frage lautet nicht mehr nur: Können wir das? Sondern: Dürfen wir das – und wer entscheidet darüber?
Wenn genetische Optimierung, Designer-Babys oder algorithmisch gesteuerte Lebensentscheidungen Realität werden, verschiebt sich das Menschenbild grundlegend. Der Mensch wird vom Geschöpf zum Projekt. Von einem Wesen mit Würde zu einem optimierbaren Produkt. Die Kontrolle, die wir gewinnen wollen, kann schnell in Kontrollverlust umschlagen – sei es durch ökonomische Interessen, politische Machtstrukturen oder gesellschaftlichen Druck zur „Perfektion“.
Schon heute zeigt sich, wie sehr wir dazu neigen, Identität technisch oder administrativ zu definieren und neu zu ordnen. Debatten über Geschlecht, Selbstdefinition und biologische Grundlagen sind Ausdruck einer Gesellschaft, die zunehmend nicht mehr zwischen Natur, Selbstwahrnehmung und technischer Machbarkeit unterscheidet. Unabhängig davon, wie man diese Entwicklungen bewertet, wird deutlich: Die Grenze zwischen Gegebenem und Gemachtem verschwimmt und wird ideologisch missbraucht.
Der Fortschritt selbst ist nicht das Problem. Medizinische Durchbrüche, genetische Therapien oder digitale Innovationen können enormes Leid lindern. Doch sobald der Mensch sich selbst zum Maßstab aller Maßstäbe macht, ohne ethische Selbstbegrenzung, entsteht eine gefährliche Dynamik.
„Gott spielen“ heißt letztlich, Verantwortung in einer Größenordnung zu übernehmen, die unsere moralische Reife eindeutig übersteigt. Die technische Evolution verläuft exponentiell – die ethische Entwicklung des Menschen hingegen nicht.
Der Marxismus wollte schon immer den „Neuen Menschen“ schaffen – die Linken dilettieren mit solchen Wahnideen herum und gehen dabei über Leichen. Der neue Mensch wird der alte Frankenstein.
Die Formulierung: „… die europäischen Familien schwächen und die echten Anliegen von Frauen desavouieren…“ finde ich witzig! Die europäischen Familien sind bereits geschwächt – Scheidungen, Fertilität der autochthonen Bevölkerung unter 1 und die armen Frauen – jetzt müssen sie wieder keinen Zivil- oder Wehrdienst leisten, können 5 Jahre früher in Pension gehen und leben um 5 Jahre länger als Männer – was bitte soll noch schlimmer werden? Und selbst wenn – der kastrierte Mann hilft doch noch alle Unsäglichkeiten umzusetzen! Wir leben doch bereits in einem linken Matriarchat – oder? Warum für Frauen kein Dienst an der Heimat? Warum Ungleichheit? Ach so – Kinder! Ja das war früher selbstverständlich, heute – so stellte schon der Papst fest – ist der Trend zum Zweithund grösser, als die Entscheidung zum Erstkind!
https://www.epochtimes.de/wissen/geschichte/wichtige-lehre-aus-dem-alten-rom-die-korruption-von-familien-a5394314.html