Der Osten wählt, und der Westen zittert – oder: Wie die Brandmauer zum Kerker wurde

Während man in den Hauptstadtredaktionen noch eifrig die nächste Brandrede gegen den „Rechtsruck“ entwirft und linksgerichtete Aktivisten bereits die Fackeln für die nächsten „Protestaktionen“ präparieren, zeichnet sich im Nordosten der Republik ein Bild ab, das manch einen aus dem Schlaf schrecken dürfte. Am 20. September 2026 stehen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Wahlen an. Und die AfD? Sie marschiert nicht, sie schreitet. Nach dem fulminanten Triumph in Sachsen-Anhalt, wo sie mit 43,8% klar stärkste Kraft wurde und der CDU mit mageren 17,2% die Leviten las, weht der Wind weiter gen Norden und in die Hauptstadt. Die anderen Parteien verfallen in Schockstarre oder Panik. Manche beschimpfen die Wähler, andere rufen gleich zur Gewalt auf. Wenn hier Demokratie in Gefahr ist, dann nicht durch jene, die wählen, sondern durch jene, die den Wählerwillen hinter Brandmauern und Hintertüren verstecken wollen.

Sachsen-Anhalt als Menetekel – und die Panik der Verlierer
Das Ergebnis aus Magdeburg hat gewirkt wie ein kalter Wasserstrahl. Die AfD verdoppelte ihren Anteil und ließ die etablierten Kräfte alt aussehen. CDU, SPD, Grüne und Linke reagieren, wie man es von ihnen kennt: mit pseudomoralischer Überlegenheit und praktischer Hilflosigkeit. Statt die Sorgen der Bürger – Migration, Sicherheit, Energiepreise, Bürokratie – ernst zu nehmen, wird der Wähler pathologisiert. Linksgerichtete Gruppen üben sich in unverhohlenen Aufrufen zu Rechtsbrüchen und „Widerstand“. Demokratische Wahlergebnisse werden so zur Bedrohung stilisiert, die man notfalls mit außerparlamentarischen Mitteln bekämpfen müsse. Das ist kein Schutz der Demokratie. Das ist ihre Aushöhlung. Wer die Konkurrenz der AfD fürchtet, baut lieber Mauern, als Argumente zu liefern.

In Mecklenburg-Vorpommern setzt sich der Trend fort. Aktuelle Umfragen sehen die AfD zwischen 35% – 37% – Forsa kam auf 37%, Infratest dimap auf 35%, INSA auf 36%. Die SPD von Manuela Schwesig hinkt mit 28% – 32% hinterher, die CDU dümpelt bei 8% – 10%, die Linke bei 11%, die Grünen und das BSW kämpfen am Rande der 5%-Hürde. Leif-Erik Holm, der AfD-Spitzenkandidat, spricht bereits von einer möglichen Alleinregierung. Das ist kein Größenwahn, sondern sehr optimistische Arithmetik. Die rot-rote Koalition hätte keine Mehrheit mehr. Die Bürger haben die Nase voll von einer Politik, die den eigenen Spitzenkandidaten der Grünen in internen Intrigen abschießt und die CDU-Experten sucht, die dann kritisch gegen den Kurs der Bundes-CDU wettern. Daniel Peters, CDU-Landeschef, zeigte sich gar offen für eine Zusammenarbeit mit der Linken – „wäre wahrscheinlich so“ –, während er die AfD als „Chaostruppe“ beflegelt. Die Brandmauer nach rechts steht, die zur radikalen Linken fällt. Und so wird aus der einst stolzen Union eine Kerkergemeinschaft, die sich von linken Moralisten hat einsperren lassen.

Berlin: Arm, und nicht mehr sexy – dafür hochverschuldet und ideologisch verblendet
Während der Nordosten realpolitische Nüchternheit andeutet, pflegt Berlin weiter seine besondere Form der Realitätsflucht. Lange galt der Spruch „Berlin – arm, aber sexy“ als Augenzwinkern über die Schuldenwirtschaft der Hauptstadt. Heute ist Berlin nur noch arm. Eine Allensbach-Umfrage zeigt: Nur noch 31% finden die Stadt faszinierend. Hamburg und München liegen klar vorn. Die Touristenzahlen sinken, die Infrastruktur ächzt, die Kriminalität – teilweise mafiös organisiert – floriert, die Arbeitslosigkeit ist zu hoch, und Unternehmer werden mit Auflagen und bürokratischen Sticheleien vertrieben. Die Stadt glänzt mit hohem Migrantenanteil und einer Verwaltung, die ökonomisch so geschickt agiert wie ein Betrunkener auf dem Fahrrad.

Und was ist das Allheilmittel der linken Kräfte? Enteignung – höflich „Vergesellschaftung“ genannt. 2021 stimmte eine Mehrheit bei magerer Beteiligung für die Enteignung großer Wohnungsgesellschaften. Linke, Grüne und Teile der SPD jubeln. Ina Schwerdtner und andere kündigen an: „Es wird vergesellschaftet werden.“ Bis zu 220.000 Wohnungen sollen in die Hände der Berliner Verwaltung übergehen – jener Verwaltung, die schon jetzt mit dem Geld der Steuerzahler so umgeht, als wachse es auf Bäumen. Entschädigungen würden die Schulden der Stadt in astronomische Höhen treiben. Eine einzige zusätzliche Wohnung würde dadurch nicht entstehen. Der Wohnungsmarkt entspannt sich nicht durch ideologische Enteignungsfantasien, sondern durch Bauen. Doch das stört die Utopisten nicht. Im Berliner Rathaus betreibt man Klientelpolitik für NGO-Mitarbeiter, Lehrer und Beamte, die die Stadt am liebsten zur Freizeit- und Tummelfläche mit Wegbier, Liegewiesen und Gratis-Ladestationen machen würden – ohne lästige Polizei und Fahrscheinkontrolleure. Die wirtschaftlichen Notwendigkeiten einer Metropole? Egal.

Erschreckend ist die Selbstverständlichkeit, mit der in dieser „weltoffenen“ Stadt antisemitische Großveranstaltungen stattfinden. Der stumpfe Antisemitismus, getarnt als „Antizionismus“ oder „Israelkritik“, geht von Teilen der arabischstämmigen Community aus und findet Unterstützung oder zumindest Nachsicht bei SPD, Grünen und vor allem den Linken. Die Linke tat sich zuletzt mit besonders peinlichen Aussetzern hervor. Der Berliner Senat hielt brisante Dossiers monatelang zurück. Wenn es nicht bald zu einer raschen Kursänderung kommt, geht diese Stadt endgültig bankrott – und die kriminellen Clans übernehmen das Kommando.

Die AfD als Hoffnungsträger – und der zusätzliche Schub durch die Panik der anderen
In Mecklenburg-Vorpommern mausert sich die AfD zum klaren Hoffnungsträger. Zwar wird sie den Erfolg von Sachsen-Anhalt nicht eins zu eins wiederholen, doch ein ordentliches Plus und möglicherweise der erste Platz sind realistisch. Die SPD hat völlig abgewirtschaftet; die Arbeit der Bundes-SPD wirft kein besseres Licht auf sie. Die Grünen schießen den eigenen Kandidaten ab. Die CDU sucht Experten und öffnet sich nach links, während sie nach rechts die Mauer hochzieht. Das ungeschickte Verhalten der etablierten Parteien nach dem Sachsen-Anhalt-Ergebnis – Beschimpfungen, Panik, Ausschlußfantasien – könnte der AfD noch einen zusätzlichen Schub verleihen. Die Bürger merken, wer ihre Anliegen ernst nimmt, wer sie ignoriert und wer sie nur belehrt.

Die Wahlen am 20. September werden ein Streßtest für das politische Establishment. Wer den Wählerwillen mißachtet, die Konkurrenz dämonisiert und die Demokratie durch Brandmauern und Gewaltaufrufe schützt, riskiert, daß die Bürger eine saftige Rechnung präsentieren. Die AfD steht bereit – nicht als Chaos, sondern als Alternative. Manuela Schwesig mag hoffen, Daniel Peters mag taktieren, die Berliner Linken mögen von Enteignungen träumen. Die Realität im Osten und die Ernüchterung in der Hauptstadt sprechen eine gänzlich andere Sprache. Der Bürger hat das Wort. Und er scheint es endlich zu nutzen.

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