Das Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt 2026 – „Das Land zuerst“

Das offizielle Regierungsprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zur Landtagswahl am 6. September 2026 trägt den Titel „Das Land zuerst“. Es umfasst rund 250 Seiten (je nach Fassung) und wurde am 11./12. April 2026 auf dem Landesparteitag in Magdeburg beschlossen. Ergänzt wird es durch ein schlankes 100-Tage-Sofortprogramm, das die ersten konkreten Schritte einer möglichen AfD-Alleinregierung beschreibt. Das Dokument ist als umfassender Regierungsplan konzipiert und steht auf der Website des Landesverbands zum Download bereit.

Aufbau und Grundton

Das Programm beginnt mit einer ausführlichen Präambel, die die Lage in Sachsen-Anhalt und Deutschland kritisch bilanziert: steigende Preise, unsichere Straßen, Bildungsdefizite, überbordende Bürokratie und eine aus dem Ruder gelaufene Migrationspolitik. Die AfD stellt sich als die einzige Kraft dar, die den „Karren aus dem Dreck ziehen“ kann, und betont, dass sie im Interesse der Bürger und nicht nach Vorgaben aus Brüssel, den UN oder Klimakonferenzen regieren will. Der Grundton ist klar, selbstbewusst und auf Handlungsfähigkeit ausgerichtet: „Alles ist möglich!“

Das Programm gliedert sich in zahlreiche thematische Kapitel, unter anderem:

  • Familie und Kinder
  • Migration und Asyl
  • Innere Sicherheit und Justiz
  • Bildung und Schule
  • Wirtschaft, Arbeit und Tourismus
  • Energiepolitik
  • Landwirtschaft und Denkmalschutz
  • Ländlicher Raum und Kommunen
  • Verkehr und Infrastruktur
  • Finanzen und Steuern
  • Medien
  • Öffentlicher Dienst und Verwaltungsreform
  • Gesundheit und Pflege


Zentrale Inhalte im Überblick

Familie und Kinder: Einführung eines Baby-Begrüßungsgeldes (2.000 Euro für die ersten beiden Kinder, 4.000 Euro für jedes weitere), kostenfreie Kinderbetreuung und Schulverpflegung sowie gezielte Förderung der traditionellen Familie als Grundlage der Gesellschaft. Ziel ist eine höhere Geburtenrate und eine „Willkommenskultur für deutsche Kinder“.

Migration: Eine umfassende Abschiebe- und Rückführungsoffensive. Mehr Abschiebehaftplätze, flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber, Unterbindung von Kirchenasyl, Konfiszierung von Vermögenswerten zur Finanzierung der Unterbringung und eine Bundesratsinitiative zur Neuordnung des Asylrechts. Die „Asyl- und Integrationsindustrie“ soll den Geldhahn zugedreht bekommen.

Bildung: Umwandlung der Schulpflicht in eine Bildungspflicht (Ermöglichung von Heimunterricht), verbindliche Schullaufbahnempfehlungen, Stärkung des Handwerks, Leistungsorientierung statt ideologischer Experimente, Sonderklassen für Kinder mit Sprachdefiziten und Verbot von Regenbogenflaggen zugunsten der Bundesflagge an Schulen.

Finanzen und Wirtschaft: Prüfung und Abschaffung von Bagatellsteuern (z. B. Vergnügungs-, Bier- und Zweitwohnungssteuer), Senkung der Grunderwerbsteuer, Haushaltstransparenzgesetz, Verzicht auf neue Schulden. Gleichzeitig Investitionen in Infrastruktur und Entlastung der Bürger und Unternehmen. Energiepolitisch wird die Rückkehr zu verlässlichen, günstigen Energieträgern (einschließlich Kernkraft) gefordert.
Medien und Verwaltung: Kündigung der Rundfunkstaatsverträge und Umbau des öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu einem schlanken „Grundfunk“. Verschlankung der Ministerien und der Verwaltung, Bürokratieabbau und bessere Finanzausstattung der Kommunen.

Weitere Bereiche: Stärkung der Polizei bei der Bekämpfung echter Kriminalität, Reform des Verfassungsschutzes, Förderung einer patriotischen Kulturpolitik, Unterstützung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums sowie konkrete Maßnahmen für Gesundheit und Pflege.

100-Tage-Programm
Das ergänzende Sofortprogramm enthält zehn greifbare Punkte, darunter die Kündigung der Rundfunkstaatsverträge, den Ausbau der Abschiebehaft, die Einführung einer Arbeitspflicht für Asylbewerber, Kürzungen bei parteinahen Stiftungen und Demokratieförderprogrammen, Führerscheinförderung für Auszubildende, Sonderklassen und Wachschutz an Schulen sowie die Umbenennung der Landeskampagne in „#deutschdenken“.

Gesamteindruck
Das Programm ist detailliert, thematisch breit und bewusst als Regierungsplan formuliert. Es setzt auf klare Prioritäten – Sicherheit, Familie, Bildung, Entlastung und nationale Souveränität – und verzichtet bewusst auf ideologische Projekte der etablierten Parteien. Die AfD präsentiert es als Angebot an die Bürger, die Probleme anzupacken, statt sie zu verwalten. Wer sich ein eigenes Bild machen möchte, findet das vollständige Dokument auf der Website des AfD-Landesverbands Sachsen-Anhalt.

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert