
Es war in einer Epoche, als die Menschheit von Despoten aller möglicher Ausrichtungen – ob nun absolutistischer, oder „nur“ neoabsolutistischer Monarch, orientalischer Kalif oder Sultan oder europäischer Fürst, Zar oder König – geknechtet und als bloße Untertanen gehalten wurde, wagten dreizehn Kolonien an der atlantischen Küste Nordamerikas einen Schritt, der die Weltgeschichte nachhaltig verändern sollte. Zwischen etwa 1740 und 1820 entstand hier ein Verfassungsstaat, der bei allen menschlichen Unvollkommenheiten einen neuen, zutiefst humanistischen Weg einschlug. Die Idee, dass freie Männer sich gegen ungerechte Herrschaft erheben und vom Untertan zum Bürger aufsteigen könnten, war für die Höfe Europas schlicht unvorstellbar. Die Amerikaner machten diesen mutigen Schritt – und schufen damit etwas, das bis heute nachwirkt. Nicht nur einen neuen Staat, sondern ein völlig neues Staatskonzept.
Die Kolonien: Von der Wildnis zur Unruhe
Die Dreizehn Kolonien – von New Hampshire im Norden bis Georgia im Süden – waren keine einheitliche Masse. Neuengland mit seinen puritanischen Erben von Plymouth (1620) und der Massachusetts Bay Colony pflegte einen strengen, gottesfürchtigen Fleiß. Die mittleren Kolonien, darunter das tolerante Pennsylvania William Penns, boten Raum für Quäker, Deutsche und viele Dissidenten, für die es in Europa bestenfalls den Kerker, wahrscheinlich das Schafott gegeben hätte. Der Süden wiederum, geprägt von Plantagenwirtschaft und Sklaverei, entwickelte eine beinahe aristokratische Lebensart. Bis 1770 lebten dort rund 500.000 Versklavte – ein dunkler Schatten, den selbst die strahlendsten Freiheitsrufe nicht übertönen konnten.
Um 1740 begann die große Erweckungsbewegung (Great Awakening), die das religiöse und politische Bewusstsein schärfte. Prediger wie George Whitefield weckten ein Gefühl gemeinsamer Bestimmung jenseits enger Grenzen. Gleichzeitig wuchsen die Spannungen mit dem Mutterland. Der Siebenjährige Krieg (French and Indian War) endete 1763 mit britischem Triumph – doch London wollte die Kriegskosten durch Steuern wie den Sugar Act, Stamp Act und Townshend Acts einholen. „No taxation without representation!“ hallte es als Antwort für diese Belastungen durch die Kolonien. Die Briten, tausende Meilen entfernt, hielten die Siedler in den nordamerikanischen Kolonien für undankbare Provinzler. Die Siedler sahen in jeder neuen Abgabe den Stiefeltritt eines Tyrannen.

Der Funke zündet: Von der Tea Party zur Unabhängigkeit
Die Boston Tea Party 1773, bei der verkleidete Patrioten Tee der britischen Ostindien-Kompanie ins Hafenbecken kippten, war mehr als ein Streich – sie war ein Signal. London antwortete mit den Intolerable Acts. Der Erste Kontinentalkongress 1774, bei dem sich Delegierte aus allen Kolonialprovinzen Nordamerikas zusammenfanden, um den weiteren Umgang mit dem britischen „Mutterland“ zu entscheiden, suchte noch Kompromiss. Doch die Gefechte von Lexington und Concord im April 1775 machten den Bruch unvermeidlich. Der Zweite Kontinentalkongress versammelte Männer wie John Adams, den streitbaren Puritaner aus Massachusetts, Benjamin Franklin, den genialen Universalgelehrten aus Philadelphia, und Thomas Jefferson, den brillanten, widersprüchlichen Virginier.
Am 4. Juli 1776 ratifizierte der Kongress die Unabhängigkeitserklärung. Jefferson hatte sie maßgeblich verfasst, inspiriert von John Locke:
„Wir halten diese Wahrheiten für selbstverständlich, dass alle Menschen gleich geschaffen sind, dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind, darunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.“
Ein Satz, der die Welt erschütterte. Die dreizehn Kolonien nannten sich erstmals „Vereinigte Staaten von Amerika“. Der Unabhängigkeitskrieg begann – ein verzweifelter Kampf gegen die Briten, die mit Abstand stärkste Militärmacht ihrer Zeit.
George Washington, der ruhige Virginier mit dem eisernen Willen, übernahm den Oberbefehl über die Kontinentalarmee der nordamerikanischen Siedler. Oft schlecht ausgerüstet, von Intrigen gebremst und durch harte noramerikanische Winter geprüft, hielt er die Truppen zusammen. Valley Forge 1777/78 wurde zum Symbol zäher Entschlossenheit. Mit französischer Hilfe (dank Benjamin Franklins diplomatischen Einsatz in Paris) gelang 1781 der entscheidende Sieg bei Yorktown. 1783 erkannte London im Frieden von Paris die Unabhängigkeit an.
Die Verfassung: Ein Meisterwerk der Mäßigung
Die Konföderationsartikel erwiesen sich als zu schwach – ein lockerer Staatenbund ohne Steuerhoheit, ohne starke Exekutive. Shays’ Rebellion 1786/87, ein Aufstand verschuldeter Bauern in Massachusetts, zeigte die latente Gefahr einer drohenden Anarchie. 1787 trat in Philadelphia der Verfassungskonvent zusammen. Washington leitete ihn, James Madison dachte ihn scharf durch, Alexander Hamilton und andere stritten leidenschaftlich um jeden Punkt und Beistrich. Heraus kam die Verfassung von 1787, ratifiziert 1788, in Kraft 1789: eine föderale Republik mit Gewaltenteilung, Checks and Balances und einem Präsidenten. Begriffe, mit denen man jede moderne Verfassung des hiier und heute beschreiben würde.
Die Bill of Rights (1791) sicherte Grundrechte: Rede-, Presse-, Religionsfreiheit, Waffenrecht, Schutz vor willkürlicher Durchsuchung, vor einem übergriffigen Staat.
In einer Welt voller gekrönter Häupter, die ihre Untertanen als Eigentum betrachteten, war das absolut revolutionär. Die Amerikaner erklärten nicht nur ihre Unabhängigkeit vom König – sie erklärten die Souveränität des Volkes. Aus Untertanen wurden Bürger.

Licht und Schatten: Zynische Wahrheiten
Natürlich war nicht alles goldener Glanz. Die Sklaverei blieb – Jefferson selbst besaß Sklaven, darunter Sally Hemings, mit der er mehrere Kinder zeugte. Die nordamerikanischen Ureinwohner wurden verdrängt, das Manifest Destiny lag noch in der Zukunft, kündigte sich aber an. Die Gründer waren keine Heiligen, sondern Männer ihrer Zeit: ehrgeizig, fehlbar, doch von einem Ideal beseelt, das größer war als sie selbst. Gerade darin liegt ihre Größe. Sie schufen kein Paradies, sondern ein Gerüst, das Freiheit möglich machte – und das sich gegen Missbrauch wehren konnte.
Die Gadsden Flag mit der Schlange und dem Spruch „Don’t Tread on Me“ verkörperte diesen Geist treffend: wachsam, wehrhaft, nicht aggressiv, aber unerschrocken. Die Stars and Stripes, 1777 erstmals gehisst, symbolisierte die neue Union.
Das Vermächtnis: Bürger statt Untertanen
Washington lehnte eine dritte Amtszeit ab – ein Präzedenzfall republikanischer Bescheidenheit. Er starb 1799. Jefferson und Adams, einst Rivalen, versöhnten sich im Alter und starben beide am 4. Juli 1826 – dem 50. Jubiläum der Unabhängigkeit. Ein beinahe zu schöner Zufall für die Geschichtsbücher. Und Stephen Foster, der spätere Komponist populärer amerikanischer Lieder, kam genau an diesem Tag zur Welt.
Vor 250 Jahren bewies eine Handvoll Kolonisten, daß der Mensch nicht ewig zum Kriechen verdammt sein muß. Inmitten von Despotien schufen sie einen Staat, der auf Vernunft, Grundrechten und vor allem dem unwiderruflichen Recht auf Widerstand gegen Tyrannei fußte. Gewiss, Kritik bleibt berechtigt – an Sklaverei, Vertreibungen, unzähligen späteren Fehlern. Doch wer nur darauf starrt, übersieht das Epochale: Hier wurde der Bürger geboren. Nicht als Geschenk eines gnädigen Herrschers, sondern als selbstbewusster Träger von Rechten und Pflichten.
Dieser Geist – bissig gegenüber Tyrannei, ironisch gegenüber pompöser Macht, frech in der Verteidigung der Freiheit – bleibt aktuell. In einer Welt, die erneut zu Untertanengeist neigt, lohnt der Blick zurück auf jene, die „Don’t Tread on Me“ zur Fahne erhoben. Möge er uns wachhalten.
Der selbsternannte Weltpolizist – Warum die USA für viele kein Vorbild sind
Die Vereinigten Staaten präsentieren sich seit Jahrzehnten als Hüter von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten. Doch wer genauer hinsieht, entdeckt eine Geschichte voller Widersprüche, Gewalt und moralischer Doppelstandards.
Die Gründung der USA ging mit der systematischen Vertreibung und Vernichtung der indigenen Bevölkerung einher. Krankheiten, die aus Europa eingeschleppt wurden, verwüsteten ganze Völker. Hinzu kamen Kriege, Vertreibungen, Massaker und staatliche Maßnahmen, die das Überleben zahlreicher indigener Gemeinschaften unmöglich machten. In verschiedenen Regionen wurden tatsächlich Prämien auf getötete Indigene oder deren Skalps ausgesetzt. Von einer ruhmreichen Erfolgsgeschichte kann hier keine Rede sein.
Auch die Sklaverei gehört zu den dunkelsten Kapiteln der amerikanischen Geschichte. Millionen verschleppter Afrikaner wurden wie Eigentum behandelt, verkauft und ausgebeutet. Während man von Freiheit sprach, lebten unzählige Menschen unter unmenschlichen Bedingungen. Diese Vergangenheit wirkt bis heute nach.
Auch außenpolitisch haben die USA immer wieder schweres Misstrauen hervorgerufen. Der Vietnamkrieg wurde unter anderem durch den umstrittenen Zwischenfall im Golf von Tonkin eskaliert. Vor dem Irakkrieg 2003 wurden angebliche Massenvernichtungswaffen als Rechtfertigung für eine Invasion angeführt – Waffen, die nie gefunden wurden. Die sogenannte Brutkastengeschichte vor dem ersten Golfkrieg erwies sich später als Teil einer professionellen PR-Kampagne. Solche Beispiele haben das Vertrauen vieler Menschen in die Glaubwürdigkeit amerikanischer Regierungen nachhaltig beschädigt.
Auch die Rolle der USA als „Weltpolizist“ bleibt umstritten. Militärische Interventionen finden auf mehreren Kontinenten statt, häufig mit dem Anspruch, Demokratie zu fördern. Kritiker sehen darin jedoch oft geopolitische Interessen, wirtschaftlichen Einfluss und Machtpolitik. Dass die USA heute einer der größten Exporteure von Rüstungsgütern sind, verstärkt diesen Eindruck.
Kulturell wird der „American Way of Life“ ebenfalls nicht von allen bewundert. Fast Food, Konsumdenken und globale Marken dominieren vielerorts das Straßenbild. Kritiker beklagen eine Vereinheitlichung der Kultur zugunsten kommerzieller Unterhaltung und Massenkonsums.
Wer andere Staaten ständig belehrt, sollte sich zuerst mit den eigenen historischen und politischen Schattenseiten auseinandersetzen. Moralische Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch Selbstinszenierung, sondern durch Ehrlichkeit, Selbstkritik und die Bereitschaft, Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen.
Ami go home! Diese Cowbys waren an allen Kriegen beteiligt – eine endlose Liste!
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Milit%C3%A4roperationen_der_Vereinigten_Staaten
Die Kriegsverbrechen der Amerikaner – der Sieger – werden vertuscht! Im WK II haben die Amis fleißig vergewaltigt, bis zum Schluß ihren Bombenterror an der Zivilbevölkerung ausgeübt (auch meine Eltern waren davon betroffen), die Atombombenabwürfe auf Zivilisten – Kriegsverbrecher!! Nie angeklagt, nie gesühnt!!!! Die Indianermördertradition lebt bis heute
https://www.anonymousnews.org/videos/rheinwiesenlager-voelkermord-der-alliierten-an-den-deutschen/
Buchempfehlung: „Die USA im Vietnamkrieg. Kriegsverbrechen amerikanischer Soldaten
Die USA im Vietnamkrieg. Kriegsverbrechen amerikanischer Soldaten“ – von Erik Fischer
„USA verantwortlich für mehr als 20 Millionen Tote in 37 Ländern seit Ende des zweiten Weltkriegs – Diese Zahlen werden dokumentiert in einer umfangreichen Recherche erschienen in einem Artikel von James A. Lucas im Jahr 2015 in Popular Resistance. Die mehr als 20 Millionen Menschenleben, die durch von den USA geführte Kriege, Militärputsche und Geheimdienstoperationen im Gefolge des Zweiten Weltkriegs in der euphemistisch so genannten „Nachkriegszeit“ (1945- ) verloren gingen werden penibel dokumentiert.
Die hohen Verluste an Menschenleben im Libanon, in Syrien, im Jemen, in der Ukraine und in Libyen sind in dieser Studie nicht berücksichtigt…“ tkp
Auch 9/11 ist so eine Behauptung, um den Krieg zu starten – hören wir einem erfahrenen Piloten zu:
https://www.youtube.com/watch?v=XfazI_4v65U