
(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten
Ein Kommentar.
Sehr geehrte Damen und Herren, wir leben in völlig idiotischen Zeiten. Der Bürger, jener einfache, steuerzahlende, wahlberechtigte Zeitgenosse, hat sich offenbar in den Köpfen mancher Politiker in ein lästiges Anhängsel, einen Störenfried, verwandelt. Einen Teilzeit-Souverän, den man alle vier, fünf oder sechs Jahre brav hofiert, ihm (oft genug falsche) Versprechungen macht, um ihn danach wieder in die Schranken zu weisen. Drei Beispiele nur aus dieser einen Woche genügen, um das Muster in seiner ganzen Dreistigkeit zu enthüllen: Die hohe Politik handelt nicht nur gegen den artikulierten Willen der Bürger – sie tut es mit einer Selbstverständlichkeit, als wäre der Wählerwille ein bloßes Fehlersignal im System, das man getrost ignorieren oder mit abgedroschenen und moralisierenden Phrasen übertünchen darf.
Das Budget als Beweismittel einer umgekehrten Demokratie
Am Mittwoch stand Finanzminister Markus Marterbauer im Nationalrat und lieferte eine Budgetrede von 98 Minuten Dauer – eine schreckliche Rede, die jeden Zahnarztbesuch zur reinen Wonne verklärt hätte. Das Ergebnis: Ein Doppelbudget, das die Bürger und die Wirtschaft weiter belastet, während bei Pensionisten und Geringverdienern gespart wird. Familienbeihilfe und Kinderabsetzbetrag werden nicht valorisiert, Pensionsanpassungen fallen „moderater“ aus, Telearbeits-Pauschale gestrichen. Gleichzeitig bleiben linke Lieblingsprojekte, NGOs von zumindest zweifelhaftem Nutzen, die Versorgung uneingeladener Migranten und mehr als fragwürdige Rüstungsvorhaben unangetastet. Die Bürokratie ächzt bereits unter ihren eigenen Vorgaben, der ihr selbst gewidmeten Regulierungswut und bleibt dennoch weiter unangetastet und aufgebläht.
Das ist exakt das Gegenteil dessen, was die Bürger bei der letzten Nationalratswahl mit einer klaren rechten, konservativen Mehrheit als Auftrag erteilt haben. Man wollte Entlastung, weniger Staat, mehr Leistungsgerechtigkeit. Man wünschte nicht weniger Zuzug, sondern mehr Abschiebungen. Man wählte für mehr Sicherheit und weniger Migantenkriminalität. Geliefert wurde das Gegenteil: Konsolidierung auf dem Rücken der Leistungsträger, während die jeweilige Klientel der Regierungsparteien geschont oder gar bedient werden. Weiterhin Beibehalten der Pull-Faktoren der unqualifizierten Migration und großzügigen Rundumversorgung für all die Uneingeladenen unter dem Titel des Asyls. Experten zerreißen das Paket bereits als „verkauft als Entlastung, geliefert Belastung“. Wer noch Zweifel hatte, daß hier nicht das Volk, sondern das politisch-mediale Kartell regiert, dem kann man die Zuhilfenahme eines Rechenstifts empfehlen.
ORF-Wahl: Habemus Pig – wieviel der Wille der Zwangsgebührenzahler nochzählt
Kaum war der Budgetmarathon überstanden, folgte die nächste Farce. Diesmal am Küniglberg. Die Tageszeitungen Heute und Österreich hatten ihre Leser abstimmen lassen: Wer soll neuer ORF-Generaldirektor werden? Das Ergebnis war eindeutig – satte Mehrheiten für die „Außenseiterin“ Eva Schütz, kaum wahrnehmbarer Zuspruch für den rot-schwarzen Wunschkandidaten Clemens Pig, den langjährigen APA-Chef.
In der Nacht von Donnerstag auf Freitag, nach einer wahren Marathonsitzung, wählte das Gremium dann dennoch mit 21 von 35 Stimmen eben jenen Clemens Pig. Eindeutiger kann man die Verachtung für den Willen der Seher – jener Bürger, die den Staatsfunk per Zwangsabgabe finanzieren – kaum zum Ausdruck bringen. Die Hearings waren Show, die Absprachen im Hinterzimmer längst getroffen. Schwarz-rot packelte, die FPÖ sprach von Postenschacher und „Mafia-Paten“-Manier. Ein Sender, der sich als „Plattform der Gesellschaft“ gebärdet, verhöhnt eben diese Gesellschaft in der Besetzung seiner Spitze.
Hier zeigt sich die Arroganz des Systems in ihrer reinsten Form: Der Bürger darf zahlen, soll aber gefälligst den Mund halten, wenn die Entscheider-Kaste unter sich entscheidet.
Großbritannien: Wenn die Ohnmacht zur Rebellion wird
Noch dramatischer kocht es jenseits des Kanals. Nach dem entsetzlichen Mordfall Henry Nowak, nach der fast-Enthauptung eines Mannes in Belfast durch einen sudanesischen Migranten, nach jahrelanger Ignoranz gegenüber den Sorgen der eigenen Bevölkerung, kippten Proteste in gewalttätige Ausschreitungen. Die Regierung Keir Starmers zeigt sich zutiefst empört – nicht über die importierte Gewalt, sondern über die Wut der Einheimischen. Man beschimpft und bedroht die eigenen Bürger.
Dabei haben die Briten alles versucht: Brexit-Votum, Demonstrationen mit Hunderttausenden, Unterschriftenaktionen, Bürgerversammlungen, Briefe an Abgeordnete. Sie haben gewählt, gelitten und gewarnt. Die Netto-Zuwanderung explodierte dennoch. Bis zu 900.000 Asylwerber jährlich hatte man in den vergangenen Jahren. Grooming-Gangs wurden verharmlost, zwei Klassen von Justiz und Polizei etablierten sich. Der Begriff der „Two Tier-Justice“ war geboren und in aller Munde. Nun wundert man sich, daß die Geduld der „working class“ am Ende ist – jener Schicht, die all die Folgen am eigenen Leib spürt, während die „upper class“ in gesicherten Vierteln, in „gated communities“ Vielfalt, Buntheit und anderen woken Nonsens predigt.
Die Parkbank-Parabel – oder: Wie man sich seinen Souverän zum Feind macht
Stellen wir uns eine Szene vor: Eine Person sitzt friedlich auf einer Parkbank. Daneben nimmt eine zweite Platz und beginnt, sie mit dem Zeigefinger zu pieksen. Zuerst bittet die erste ruhig, dann verärgert, aufzuhören. Die zweite piekst weiter, schlägt mit der flachen Hand, schließlich mit der Faust. „Hören Sie auf! Das tut weh!“, ruft die Geplagte. „Ach was“, erwidert die zweite, „das bildet Ihr Euch nur ein. Im Gegenteil, es ist zu Eurem Besten.“ Als die erste schließlich eine schallende Ohrfeige austeilt, schreit die zweite nach der Polizei und fühlt sich als Opfer.
Die Parallele zur aktuellen Politik ist so treffend wie bitter. Der Bürger will in Frieden und Wohlstand leben. Die Regierung – ob in Wien oder London – piekst, schlägt und zwickt mit Maßnahmen, die er nicht will: unkontrollierte Migration, Steuererhöhungen, ideologische Umerziehung via Staatsfunk. Der Bürger protestiert legal, wählt, bittet, mahnt. Vergebens. Am Ende kommt die Ohrfeige bei der Wahlurne – und die Regierung hetzt den Inlandsgeheimdienst und den die moralische Keule schwingenden medialen Mainstream auf ihn.
Das Volk ist der Souverän! – Damit das einmal wieder klar ist!
Genug der Metaphern. Klartext! Das Volk ist der Souverän. Nicht in jenem schwammigen Sinn, in dem Politiker gerne „zum Wohle des Volkes“ fabulieren, während sie es bevormunden und den Erziehungsberechtigten spielen. Sondern im harten, republikanischen Sinne: Die Bürger sind die Herren, die Regierenden ihre Angestellten, ihre Knechte. Minister, Kanzler, Premierminister – sie haben zu dienen, nicht zu herrschen. Die groteske Umkehrung, wonach der Bürger dem Staat zu dienen habe und sich dieser Staat in der jeweiligen Regierung manifestiere, ist eine völlige Perversion des demokratischen Gedankens.
Wer diese Wahrheit vergißt, sät Wind und wird Sturm ernten. Nicht weil wir Rebellion predigen – im Gegenteil. Sondern weil eine abgehobene Politik, die den Mehrheitswillen systematisch ignoriert, den Frieden selbst gefährdet. Die britischen Bürger bspw. haben alle legalen Wege ausgeschöpft. Wenn sie dennoch keine Stimme finden, wächst die Versuchung, sich Gehör zu verschaffen – auf Wegen, die sich niemand wünschen kann.
Es ist an der Zeit, daß die Regierenden sich wieder erinnern: Sie sitzen nicht auf dem Thron, sondern auf dem Stuhl des Dienstboten. Der Souverän beobachtet. Und er hat ein gutes Gedächtnis.
Wir, die Bürger dieses Landes und dieses Kontinents, mahnen mit aller gebotenen Deutlichkeit: Kehrt zurück zum Auftrag des Volkes. Sonst riskiert Ihr nicht nur Eure Ämter, sondern das Vertrauen, das jede Ordnung trägt.
So nebenbei bemerkt: Neuwahlen wären die anständigste und eleganteste Lösung!
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie zuversichtlich!
Bleiben Sie uns gewogen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!
Leider schaut der Österreicher lieber jede Art von Spektakel an, die Ablenkungen vom Souveränsein versprechen. Zwar wird gemault und die Regierungsdiktatur kritisiert – aber, in Stalingraz werden wieder die Kommunisten gewählt werden, trotz Rekordschulden und wie mein Artikel aus 2010 zeigt: Sportberichte übertrumpften sogar die Meldung vom Beginn des Russlandfeldzuges. Der Souverän weiß nicht, dass er der wahre Souverän ist und schaut lieber Fußball (derzeit) – darf aber auch jedes andere Spektakel sein. Seit 2010 hat sich nichts geändert – und so wird es auch weiterhin bleiben, denn: würden Wahlen etwas verändern, hätte man sie längst abgeschafft – de facto ist das ohnehin der Fall:
Spektakel müssen sein!
Am 22. Juni 1941 verkündet „Der Montag mit dem Sport-Montag“ stolz: „Rapid – Deutscher Fußballmeister“. Erst an zweiter Stelle wurde über den Beginn des Russlandfeldzuges berichtet. Der symbolische Sieg Österreichs (damals Ostmark) über Deutschland zeigt den Stellenwert sportlicher Veranstaltungen im politischen Kontext. Auch das dramatische Eishockeyspiel 1968, UdSSR – CSSR, war ein sportlicher Triumph der Unterjochten über die russischen Okupanten. Sowohl Spieler als auch Zuschauer können sich bei solchen sportlichen Wettkämpfen mit ihrer Heimat identifizieren.
Heute jedoch hören die Österreicher befremdet, dass ein „Team Afghan“ mit rot/weiß/roten Ersatz-Pässen zur „Homless-WM“ fährt und diese Leute nicht ihre Heimat, sondern Österreich vertreten! Dabei bräuchte unser Vaterland wieder ehrliche und überzeugende sportliche Vorbilder wie dies z. B. das „Wunderteam“ mit dem legendären Sindelar war, ein Bubi Bradl, Toni Sailer, Bimbo Binder, Karl Schranz und wie diese echten Helden des Sports alle geheißen haben, auf die Österreich stolz sein konnte! Damals gab es noch Sportamateure mit viel Idealismus und wenig Geld.
Sport wurde als identitätsstiftendes Spiel, als Initiationsritual, als Kampf, als Lust an der Leistung gesehen. Dopingskandale, Geschlechtsumwandelungen,, Hormonstörungen, Sportkrüppel, hohe Preisgelder für Sportler, welche damit zu Marionetten der Sportartikelfirmen, der Autoindustrie, manchmal auch politischer Parteien oder Medien werden, erzeugen ein fragwürdiges Bild des Spitzensports. Österreich bürgert alle greifbaren Medaillenanwärter unterschiedlichster Nationen wahllos ein und es entsteht ein Sportsöldnermarkt mit Gladiatorencharakter. Vorbilder sind rar – das wirkt sich im gesundheitsfördernden Breitensport negativ aus. Das Linzer „Spectra“ Meinungsforschungsinstitut eruierte, dass 40 Prozent der Österreicher überhaupt keinen Sport betreiben. Bereits am 9.1.1984 berichtete der Kurier, dass durchschnittlich täglich 1 Stunde 31 Minuten passiv für Fernsehkonsum vertan wird, jedoch nur 6 Minuten für aktive Sportausübung geopfert werde. Fettleibigkeit, Haltungsschäden, aber auch psychische Beschwerden nehmen schon bei Jugendlichen zu, da der Schulsport jenen Fächern weichen muss, welche die Wirtschaft reklamiert.. „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“ – dieser klassische Idealzustand kann nur durch dynamische Aktivitäten erreicht werden, wie z. B. dem guten alten Wandern! Statt dessen wird der Konsument mit pausenlosem medialem Trommelfeuer in Form von fast 24stündigen Berieselungen über diverse Sportgroßveranstaltungen in Atem gehalten. Die gerade in Athen stattfindenden XXVIII Olympischen Spiele verschlingen über acht Milliarden Euro und es berichten ca. 20 000 Journalisten über 10 000 Sportler aus 202 Nationen. Diese angebliche Erlebnisvermehrung ist in Wahrheit eine Erlebnisverarmung.
Als 1896 Baron de Coubertin die Olympischen Spiele der Neuzeit aus der Taufe hob, kämpften 250 Sportler aus 14 Nationen um die Ehre, dabei zu sein. Der letzte Held der Olympischen Spiele war Abebe Bikila. Er lief 1960 in Rom die Marathonstrecke barfuss und gewann! Vier Jahre später hat ihn die Markenartikelfirma, mit dem Raubtier als Logo, gekauft, was ihn allerdings nicht hinderte, nochmals zu siegen. Dabei liefen im antiken Griechenland alle Athleten barfuss. Von 776 v. Chr. bis 394 n. Chr. fanden in einem der sieben Weltwunder, in Olympia, zu Ehren des Gottes Zeus, die Sportwettkämpfe statt. Es kämpften ausschließlich Männer in kriegerischen Disziplinen wie Speer- Diskurswurf, Weitsprung, Lauf mit Helm, Schild und Speer und die gefürchteten Ring- und Faustkämpfe wurden bis zur Aufgabe oder zum Tod eines der Duellanten durchgeführt. Geehrt wurde nur der Sieger. Er wurde von seiner Stadt mit Geschenken überhäuft und bis zu seinem Tod verwöhnt.
Heute dient der Sport nicht mehr als Vorbereitung für den Krieg, sondern ist für viele Schlachtenbummler Kriegsersatz. Bemalt und uniformiert, von fürchterlichen Lärmgeräten unterstützte, bilden sie eine, für die gegnerische Mannschaft furchteinflößende Kulisse. So haben die Österreicher bei einem Fußballmatch gegen die Türkei den Heimvorteil verloren, als plötzlich die eingebürgerten Zuwanderer, ihre Österreichische Staatsbürgerschaft vergessend, ihre wahre Heimat – die Türkei – mit Kriegstrommeln und türkischen Fahnen moralisch unterstützten.
Sport ist ein perpetuum mobile – ohne Anfang und ohne Ende jagt eine Veranstaltung die andere. Die Sportler sind Marken-Werbeträger und der Fan kauft genau diese Marken, damit er sich mit seinem Idol identifizieren kann. Die klassische „Brot und Spiele“ Philosophie wird auch in unserer Freizeit- und Erlebniswelt erfolgreich umgesetzt, denn die Konsumenten besuchen jedes Spektakel, auch wenn es sich jährlich wiederholt und damit eigentlich längst langweilig wird.
https://www.msn.com/de-at/nachrichten/other/stocker-und-babler-haben-jedes-vertrauen-verspielt/ar-AA25ASm2?ocid=msedgntp&pc=U531&cvid=6a2e524cd05e4a05a0104930b3eff663&cvpid=20c15524ab664414d82e8ad09ad4e2bd&ei=12
Diese Tagesmeldung ist eigentlich egal – der Souverän schaut Spektakelsensationen an und alles ist vergessen.