MEP Mag. Roman Haider: „Kombination von ETS und Merit-Order ist eine Abzocke!“

Italien zeigt vor, was Österreich jetzt tun muss.

Der freiheitliche Europaabgeordnete Roman Haider fordert ein sofortiges Umdenken in Österreich und der EU. „Der mutige Vorstoß Italiens unter Premierministerin Giorgia Meloni zeigt, wie nationale Interessen entschlossen verteidigt werden können“, so Haider. Mit dem „Energy Decree“ kompensiert Rom die Kosten für EU-ETS-Zertifikate und senkt damit den Strompreis spürbar.

Haupttreiber der Teuerung sei das EU-Emissionshandelssystem (ETS) in Kombination mit dem Merit-Order-Prinzip. „Es ist absurd, dass in Österreich saubere Wasserkraft durch CO₂-Zertifikate künstlich verteuert wird, nur weil ein Gaskraftwerk den Grenzpreis bestimmt“, kritisiert Haider. Profiteure seien große Stromkonzerne, während Haushalte und Industrie massiv belastet würden.

Haider fordert die EU-Kommission auf, den italienischen Weg unverzüglich zu genehmigen und den ETS bis zur Vorlage der großen Revision Mitte 2026 auszusetzen und idealerweise dann konsequent abzuschaffen. Auch die Bundesregierung müsse endlich handeln und dem italienischen Vorbild folgen: „Wer jetzt nicht reagiert, gefährdet Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand unseres Landes.“

MEP Mag. Roman Haider (FPÖ/PFE) ist Fraktionssprecher im Verkehrsausschuss (TRAN) und Mitglied im Umweltausschuss (ENVI)


Titel-/Vorschaubild: MEP Mag. Roman Haider © European Union 2026 / Source: EP/ fpoe.eu

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One thought on “MEP Mag. Roman Haider: „Kombination von ETS und Merit-Order ist eine Abzocke!“

  1. Das wird alles obsolet und uninteressant – die Russen drehen den Gashahn ab, die Emirate stellen die Produktion ein – nix mehr kommt, aber wir haben Wind, Sonne und Zwentendorf und… unsere Genderei und woke work-life-balance Philosophie – Diogenes lässt grüßen!

    Europa im Fass – Ein glücklicher Niedergang

    Es begann ganz unspektakulär. Eines Morgens stellten wir fest, dass der Gashahn aus dem Osten zugedreht war. Irgendwo im Hintergrund hörte man ein metallisches Klick, als hätte jemand eine sehr große Heizung abgestellt. Gleichzeitig erreichte uns die Nachricht, dass im Nahen Osten das Erdöl plötzlich zu einer historischen Fußnote geworden war – keine Förderung, keine Tanker, keine Pipelines.

    Einige Pessimisten sprachen sofort von Krise. Aber das war natürlich ein Missverständnis. Europa hatte sich längst vorbereitet. Schließlich hatten wir etwas viel Wertvolleres als Energie: Haltung.

    Der Beginn der neuen Epoche
    Zuerst verstummten die Fabriken. Die Hochöfen kühlten ab, die Förderbänder standen still, und die letzten Turbinen drehten sich noch einmal mit dem melancholischen Geräusch einer Epoche, die aus der Mode gekommen war.

    Doch während der Rest der Welt möglicherweise in Panik geraten wäre, reagierte Europa mit bemerkenswerter Gelassenheit. Die Industrie hatte sich ohnehin bereits in eine modernere Richtung entwickelt: weg von materiellem Output, hin zu moralischem Mehrwert.

    Stahlwerke wurden zu Diskursräumen umgewidmet.
    Chemiefabriken zu Zentren für einfache Sprachgestaltung.
    Und ehemalige Automobilwerke produzierten nun etwas sehr viel Nachhaltigeres: Leitfäden für gendergerechte Betriebsanweisungen.

    Die neue Ökonomie
    Ohne Öl, ohne Gas, ohne Atomstrom entdeckte Europa seine wahre Bestimmung: die postmaterielle Zivilisation.

    Früher exportierten wir Maschinen, Autos oder Präzisionsinstrumente. Heute exportieren wir Konzepte.

    Dekoloniale Lieferkettenethik

    Intersektionale Produktionskritik

    Narrative der klimaneutralen Selbstreflexion

    Die Wirtschaft wurde erstaunlich leicht. Man musste nichts mehr transportieren, nichts mehr schmelzen, nichts mehr montieren. Ein gutes Gendergespräch verbraucht schließlich kaum Energie – höchstens ein wenig Kerzenlicht.

    Die Philosophenrepublik
    In dieser neuen Welt entdeckten die Europäer plötzlich ihre antiken Wurzeln wieder.

    Wenn schon keine Fabriken mehr liefen, konnte man sich endlich wieder den wirklich wichtigen Fragen widmen:

    Was ist Fortschritt ohne Energie?

    Ist Wachstum vielleicht nur ein fossiles Missverständnis?

    Und braucht eine Gesellschaft, die sich moralisch überlegen fühlt, überhaupt Strom?

    Hier kam Diogenes von Sinope ins Spiel, der alte Zyniker im Fass. Jahrtausende lang hatte man ihn belächelt. Jetzt wurde er zum europäischen Leitbild.

    Warum Häuser heizen, wenn man auch in einem Fass wohnen kann?
    Warum Industrie, wenn man auch Weisheit produzieren kann?

    In vielen Städten entstanden daher sogenannte Diogenes-Zonen – nachhaltige Wohngebiete mit minimalem Ressourcenverbrauch und maximalem philosophischem Output.

    Ein Fass, eine Decke, ein Essay über strukturelle Verantwortung.

    Der Alltag im postindustriellen Paradies
    Natürlich mussten sich die Menschen anpassen.

    Die U-Bahn fährt nicht mehr, aber dafür gibt es kollektive Gehprozesse.
    Autos existieren nicht mehr, aber sie galten ohnehin als problematische Symbole spätkapitalistischer Mobilität.

    Die Abende sind besonders schön.

    Wenn die Sonne untergeht und das letzte Solarpanel müde seufzt, sitzen die Europäer in kleinen Gruppen um ihre Kerzen und diskutieren über nachhaltige Begriffe für die Phase nach der Zivilisation.

    Gelegentlich friert jemand. Aber das ist Teil der Erfahrung.

    Man nennt es klimabewusste Körperreflexion.

    Die neue Elite
    Die erfolgreichsten Menschen der Zukunft sind nicht mehr Ingenieure oder Unternehmer.

    Es sind Narrativarchitekten, Diskursmoderatorinnen und transdisziplinäre Sinnproduzenten.

    Sie entwickeln Konzepte darüber, warum der Verlust der industriellen Basis eigentlich ein kultureller Fortschritt ist.

    Ein besonders gefeiertes Manifest trägt den Titel:

    „Deindustrialisierung als spirituelle Chance – Vom Hochofen zum Hochgefühl.“

    Europas glücklicher Untergang
    Von außen betrachtet wirkt das Ganze vielleicht wie ein Niedergang. Manche Regionen der Welt bauen weiterhin Kraftwerke, fördern Rohstoffe und produzieren Dinge.

    Aber Europa hat sich davon emanzipiert.

    Wir haben erkannt, dass materielle Produktion ein Relikt der Vergangenheit ist. Die Zukunft gehört der moralischen Selbstbetrachtung.

    Und so sitzen sie nun überall auf dem Kontinent:

    Menschen in Fässern, auf umfunktionierten Industrieflächen, unter windstillen Windrädern – diskutierend, reflektierend, gelegentlich hungernd, aber stets mit einem guten Gefühl.

    Denn eines ist sicher:

    Der Kontinent mag keine Energie mehr haben.
    Keine Industrie.
    Keine Produktion.

    Aber er besitzt etwas viel Wichtigeres.

    Er ist gegendert woke und endlich politisch korrekt, ohne wenn und aber.

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