Leyenhaft

Die Erwartungshaltung der EU-Führungsetagen ist noch immer auf einen für die Ukraine siegreichen Ausgang des Konflikts mit Rußland ausgerichtet. Anders lassen sich die Aussagen hochrangiger EU-Vertreter kaum erklären. Die militärische Realität scheint nach den Aussagen und Expertisen von immer mehr hochrangigen Militärs eine gänzlich andere zu sein. Und das größte Problem scheint in der Tat für die Ukraine das zu sein, daß ihnen die Menschen, die Soldaten ausgehen.
Die Einschätzungen der Gefallenenzahlen reichen nach unabhängigen Schätzungen von etwa 200.000 bis 750.000 auf der ukrainischen Seite. Die russische Föderation wird sicherlich nicht weniger Opfer zu beklagen haben. Allerdings gibt es auch von dort keine verifizierbaren Zahlen. Geschätzt wird auch hier von etwa 250.000 bis 900.000. Das so einfach in Zahlen gefasste Grauen ist unermesslich. Der nun seit über zwei Jahren offen geführte Krieg hat mindestens die Leben im Ausmaß von Linz und Graz ausgelöscht. Von den dauerhaft in ihrem Leben schwer eingeschränkten, den Menschen mit fehlenden Gliedmaßen, den Erblindeten, den an Leib und Seele schwer versehrten Opfern dieses sinnlosen Kriegs wird gar keine Statistik geführt. Erfahrungsgemäß stehen sie in einem Verhältnis 4 : 1 zu den Toten.

Ursula von der Leyen, die bereits in ihrer früheren Tätigkeit als bundesdeutsche Verteidigungsministerin bewiesen hat, daß das Militärische nicht zu ihren Kernkompetenzen gehört, will weiter und noch mehr Waffen und Material in die Ukraine liefern, statt sich endlich für ehestmögliche Waffenstillstandsgespräche einzusetzen.
Um diese Lieferungen „effektiver“ gestalten zu können, will sie diese zentralisiert über die EU abwickeln. Als Vorbild dafür soll der seinerzeitige Einkauf der Impfstoffe gegen SARS-Cov 2 dienen. Gänzlich übersehen wird dabei, daß die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dies seinerzeit in der Gestalt abwickelte, daß die belgischen Strafverfolgungsbehörden Untersuchungen gegen sie einleiteten. Dem politischen Einschreiten ihrer Verbündeten wird es wohl geschuldet gewesen sein, daß sie für ihre nach wie vor geheim gebliebenen Verhandlungen per SMS nicht auf einer Anklagebank landete.
Wenn die EU-Kommission sich nun anschickt, wieder Steuermilliarden in die Hand zu nehmen, um einen zentral von der EU aus gesteuerten Einkauf für Rüstungsgüter zu organisieren, sollten bei den dafür hart arbeitenden Steuerzahlern des EU-Raums alle Alarmglocken läuten.

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