Die Politik-Umfragen der Woche

Die Sonntagsfrage und die Umfrage zu Neuwahlen

Die Bundesregierung ist unbeliebter als je zuvor. Das viel größere Problem für die Bundesregierung ist allerdings, daß man ihr keinerlei Lösungskompetenz zu den anhaltenden und immer brennenderen Problemen zutraut.
Erheblich mehr Fachwissen und vor allem den Mut, die großen Baustellen im Land anzugehen, traut man dem FPÖ-Obmann Herbert Kickl und seinem Team zu.

In der Ja-/Nein-Umfrage zum Wunsch nach Neuwahlen des Nationalrats bleibt es auch diese Woche beim rasanten Trend in Richtung „Ja zu Neuwahlen“. Eine satte Mehrheit wünscht sich bereits Neuwahlen.

Das Resultat dazu haben wir wieder nach den Parteipräferenzen bei der Sonntagsfrage aufgeschlüsselt.

Nach wie vor: Herr und Frau Österreicher sind sauer!

Die Ergebnisse der „Sonntagsfrage“ Nationalrat:


Bereinigte Ergebnisse der „Sonntagsfrage“ Nationalrat:


Ergebnisse zur Umfrage „Neuwahlen?“:



* Onlineumfrage Sonntagsfrage von 11.05.2026, 00:00 bis 14.05.2026, 07:00. Befragt wurden 2000 wahlberechtigte, politisch interessierte und laut Eigenauskunft auch informierte Bürger aus allen Bundesländern im Alter von 16 bis 83 Jahren bei 1785 Rückmeldungen bei der mit der Sonntagsfrage gekoppelten Umfrage zur Neuwahl.
Es handelt sich hier ausschließlich um „Rohzahlen“ und nicht um „Hochrechnungen“.
Unter „Andere“ fallen Stimmen für Kleinparteien unter 1%, bzw. die nicht bundesweit zur Nationalratswahl antreten.
Unter „Ungültig“/„Keine Angaben“ fallen Mehrfachstimmen, sowie „leere Stimmzettel“.

Die Umfragen folgen nicht den Vorgaben des im Zusammenhang mit politischen Umfragen oft zitierten Verbandes der Markt- und Meinungsforschungsinstitute Österreichs (VdMI), dessen diesbezügliche Richtlinien wir als nicht zielführend ansehen und dem wir natürlich auch nicht angehören, da wir weder ein entsprechendes Institut sind, noch Umfragen im Auftrag Dritter, oder zu gewerblichen Zwecken (zum Verkauf) erstellen.

Daten und Graphiken © Gazette Oesterreich

Please follow and like us:

One thought on “Die Politik-Umfragen der Woche

  1. Die Altparteien haben sich nach 1945 das Land proporzmässig aufgeteilt – seither ist eine Bürokratiereform unmöglich. Rot/schwarz wahren ihre Amterln und ihre Pfründe. Bezahlen muss dieses Besitzdenken der Steuerzahler bzw. Die nächsten Generationen. Partei vor Staat – Eigennutz vor Gemeinwohl. Obwohl rot/schwarz heute marginalisiert sind, sitzen sie fett auf ihren Pfründen vor den Futtertrögen (siehe etwa ORF)

    So schaut in Österreich Politik aus:

    Das politische System Österreichs: Ein Geflecht aus Ämtern, Beratern und Vorfeldorganisationen

    Österreich leistet sich eines der dichtesten und kostspieligsten politischen Systeme Europas. Durch den föderalen Aufbau über vier Ebenen und die historisch gewachsene Nähe von Parteien zu Vereinen und Unternehmen ist ein Apparat entstanden, der zehntausende Menschen beschäftigt und jährlich Milliarden an Steuergeldern bewegt.

    1. Die europäische und nationale Spitze

    An der Spitze stehen die Mandatsträger in Brüssel und Wien. Österreich entsendet 20 Abgeordnete in das EU-Parlament. Auf Bundesebene bildet der Bundespräsident mit seiner Präsidentschaftskanzlei (ca. 80 Mitarbeiter, Budget rund 14 Mio. Euro) das zeremonielle Haupt. Das Parlament besteht aus dem Nationalrat (183 Abgeordnete) und dem Bundesrat (60 Mitglieder).

    Flankiert werden die Regierungsmitglieder von den sogenannten Kabinetten. In diesen Ministerstäben arbeiten etwa 600 Fachberater und Pressesprecher. Zusammen mit den Experten der Parlamentsklubs entsteht hier ein Beraterapparat von rund 2.000 Personen, der die politische Arbeit steuert.

    2. Die Macht der neun Bundesländer

    Die Bundesländer bilden ein massives politisches Zentrum. In den neun Landtagen sitzen 440 Abgeordnete, hinzu kommen die Landesregierungen mit ihren Landeshauptleuten und Landesräten. Jedes Landesregierungsmitglied verfügt wiederum über einen eigenen Stab an Beratern und Chauffeuren.

    Unterhalb der Landesregierung agiert die Bezirksebene. Die 79 Bezirkshauptmannschaften werden nicht von Politikern, sondern von ernannten Bezirkshauptleuten geführt. Mit schätzungsweise 10.000 bis 12.000 Bediensteten stellen sie das administrative Rückgrat dar, das den politischen Willen der Landesebene in die Fläche trägt.

    3. Die kommunale Basis: Das Heer der Gemeinderäte

    Die zahlenmäßig größte Gruppe findet sich in den 2.092 Gemeinden. Rund 40.000 Gemeinderäte und über 2.000 Bürgermeister prägen die lokale Politik. Während die Mehrheit der Gemeinderäte ehrenamtlich oder gegen geringe Entschädigungen arbeitet, summieren sich die Kosten für Bezüge und Verwaltung auf dieser Ebene auf rund 400 bis 500 Millionen Euro jährlich.

    4. Die Privilegien: Fuhrpark und Repräsentation

    Ein oft kritisierter Punkt ist die Infrastruktur hinter den Ämtern. Schätzungsweise 300 Dienstwagen stehen den Spitzenpolitikern auf Bundes- und Landesebene zur Verfügung. Allein für die Bundesregierung sind rund 80 Chauffeure im Einsatz. Die Kosten für ein solches Fahrzeug-Package (Leasing, Gehalt, Treibstoff) belaufen sich pro Einheit auf bis zu 120.000 Euro pro Jahr.

    5. Das „Vorfeld“ und die Kammern: Politik hinter den Kulissen

    Einzigartig ist die Macht der Kammern (Wirtschaft, Arbeit, Landwirtschaft). Hier sind zehntausende Funktionäre tätig. Parallel dazu existiert ein Netz aus parteinahen Vereinen:

    Mobilität: ÖAMTC (ÖVP-nah) und ARBÖ (SPÖ-nah).

    Sport: Union (ÖVP), ASKÖ (SPÖ) und ASVÖ. Diese Verbände fungieren oft als Multiplikatoren für politische Inhalte und werden durch Förderungen in Millionenhöhe unterstützt.

    6. Ausgelagerte Betriebe und das „Konglomerat Wien“

    Besonders in Wien zeigt sich die Verflechtung von Politik und Wirtschaft. Die Wien Holding kontrolliert über 75 Unternehmen (Immobilien, Kultur, Logistik, Medien). In diesen ausgelagerten Einheiten sowie in großen staatsnahen

    Betrieben (z. B. ÖBAG-Beteiligungen) sind hunderte Aufsichtsratsposten besetzt, die traditionell nach Parteiproporz vergeben werden. Kritiker sehen hier ein System der „indirekten Parteifinanzierung“ durch Inserate und Postenbesetzungen.

    Eine Milliardenschwere Struktur

    Rechnet man alle Ebenen zusammen, kommt Österreich auf eine politische Dichte, die jährlich etwa 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro an direkten Kosten (Bezüge, Berater, Parteienförderung) verursacht. Zieht man die Kosten für den administrativen Unterbau in den Bezirken und den Einflussbereich in den staatsnahen Firmen hinzu, gehen die finanziellen Verflechtungen weit in den mehrstelligen Milliardenbereich.

    Politisches System Österreichs – Wikipedia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert