
Pro Jahr werden in Österreich rund 26.000 Stents gesetzt. Durch den Einsatz neuartiger MRT Geräte, wie des jetzt im Diagnostikzentrum Graz (DZG) in Betrieb genommenen MAGNETOM Sola, könnte die Zahl der Eingriffe um fast zwei Drittel gesenkt und durch eine medikamentöse Behandlung ersetzt werden. Das bedeutet nicht nur eine geringere Belastung für die Patientinnen und Patienten, sondern auch eine Ersparnis in Millionenhöhe.
Bei Verdacht auf eine Erkrankung des Herzens oder der Herzkranzgefäße ist oft eine Herzkatheter-Untersuchung das Mittel der Wahl. Eine schonendere Möglichkeit, um eine Herzkrankheit ebenso präzise und verlässlich zu diagnostizieren, ist u.a. ein „Stress-MRT“ des Herzens. Dabei handelt es sich um eine spezielle Form der kardialen Magnetresonanztomographie, bei der das Herz unter (medikamentös initiierter) Belastung untersucht wird. Der ab sofort im Diagnostikzentrum Graz (DZG) verfügbare Magnetresonanztomograph „MAGNETOM Sola Cardiovascular Edition“ ermöglicht diese „Stress-Diagnose“. „Ein Stress-MRT zeigt, wie gut der Herzmuskel unter Belastung durchblutet wird. Das erlaubt eine klarere Identifizierung einer wirksamen Koronarstenose und die Beurteilung, ob statt einer Operation nicht auch eine medikamentöse Behandlung das Mittel der Wahl ist“, so Univ.-Doz. Dr. Peter Kullnig, Gründer und ärztlicher Leiter des DZG. Mit der Inbetriebnahme des neues High-Tech-Gerätes sind im DZG sowohl quantenzählende Computertomographen als auch der beschriebene Magnetresonanztomograph im Einsatz – eine Kombination, die, wenn angezeigt, eine bisher nicht gekannte Diagnosetiefe für Patienten ermöglicht.

Millioneneinsparungen für Krankenkassen
Studien wie die britische CE-MARC 2* zeigen, dass durch den Einsatz der Kardio-MRT bei Patienten mit stabiler Herzsymptomatik die Zahl der rein diagnostischen Herzkatheter um fast zwei Drittel reduziert werden kann. Die Studie belegt, dass Stress-MRT eine hocheffiziente „Gatekeeper“-Funktion hat: Sie filtert die Patienten heraus, die wirklich einen Stent oder eine Operation benötigen, und bewahrt die übrigen vor einem invasiven Eingriff.
Neben der geringeren Belastung für die Patienten bietet die Methode erhebliche Kostenvorteile für das Gesundheitssystem:
* Stationärer Herzkatheter: ca. 3.000 bis 5.000 Euro (je nach Verweildauer).
* Hochauflösendes Kardio-MRT: ca. 600 bis 900 Euro.
Pro vermiedenem, unnötigem Katheter spart das Gesundheitssystem rund 70 % bis 80 % der Kosten. Hochgerechnet auf die ca. 26.000 gesetzten Stents pro Jahr in Österreich ergibt sich daraus eine Einsparung in Millionenhöhe. „In Sachen Herzdiagnostik haben wir damit ein neues Level erreicht. Mehr als 20.000 Herzuntersuchungen in den letzten Jahren machen Graz zur ,Herz-Hauptstadt` im DACH-Raum. Dank unserer zwei photonenzählenden Computertomographen NAEOTOM Alpha.Peak und dem neuen MRT ab März können sich tausende Patienten aus der Steiermark einen invasiven Herzkatheter ersparen“, so Kullnig.

Wissenschaftlich untermauert
Unterstützt wird diese These durch Priv.-Doz. Dr. Herwig Schuchlenz, mit dem das DZG seit mittlerweile Jahrzehnten kooperiert. Der renommierte Kardiologe aus Graz ist auch Experte für die klinische Anwendung der ISCHEMIA-Studie**. Diese internationale Studie untersuchte Patienten mit stabiler koronarer Herzerkrankung. Das Ergebnis fußt unter anderem auf den Diagnosen von 50 Patienten des DZG, die an der Studie teilnahmen. Die Ergebnisse unterstreichen die Qualität der Herz-MRT als beste Stress-Untersuchung (überlegen gegenüber Ergometrie und Myokardszintigraphie).
Keine Zwei-Klassen-Medizin im DZG
Diese Untersuchung ist für alle Patientinnen und Patienten zugänglich. Einzige Voraussetzung ist eine ärztliche Zuweisung. Es entstehen keine Zusatzkosten, und die Wartezeit beträgt nur wenige Tage. Das DZG ermöglicht allen seinen Patienten den ambulanten Zugang zum derzeit modernsten, bildgebenden Verfahren der Welt ohne lange Wartezeiten. Infos: www.dzg.at

Über das Diagnostikzentrum Graz (DZG)
Das von Univ.-Doz. Dr. Peter Kullnig gegründete Diagnostikzentrum Graz steht für erstklassige Diagnostik. Ausgestattet mit vier MRT (darunter drei 3T-Scanner) und den zwei weltbesten CTs (NAEOTOM Alpha.Peak), erstellen über 40 Mitarbeiter:innen Befunde in der Regel innerhalb von 24 Stunden. Die Leistungen des DZG stehen allen Patientinnen und Patienten sowohl von Zuweisern mit Kassenvertrag als auch von Wahlärzten gleichermaßen zur Verfügung.
Öffnungszeiten
Mo – Do: 06:30 – 18:00 Uhr
Fr: 06:30 – 14:00 Uhr
Telefonische Terminvereinbarung:
Mo – Do: 08:00 – 16:00 Uhr
Fr: 08:00 – 14:00 Uhr
Tel: +43(0) 316 31 30
office@dzg.at
Mariatroster Straße 41
8043 Graz-Mariatrost
www.dzg.at
Quellen:
(1) Clinical Evaluation of Magnetic Resonance Imaging in Coronary Heart Disease 2. Effect of Stress Cardiac Magnetic Resonance Imaging on Guiding Management of Patients with Suspected Coronary Artery Disease: The CE MARC 2 Randomized Clinical Trial.
(2) Comparative Prognosis by Stress ECG and Stress Imaging: Results from the ISCHEMIA Trial JACC Journals › JACC: Imaging › Archives › Vol. 18 No. 9 July 2025.
Fotos © DZG / Stefan Kristoferitsch