
Ein Kommentar.
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Leserinnen und Leser, ein aufmerksamer Blick genügt, um festzustellen, daß das abendländische Europa in einer tiefen Krise steckt. Diese Krise ist keineswegs vom Himmel gefallen. Sie wurde von gesellschaftlichen Verwerfungen ausgelöst, die den unkontrollierten Migrationswellen der vergangenen Jahre entspringen. Ein Aspekt, den man hierzulande selten bis gar nicht und wenn, dann nur ganz leise und verschämt anspricht, ist der kulturelle und religiöse Hintergrund des Großteils jener Migranten, deren Zuzug heute Belastungen und ausgewachsene Krisen auslöst. Das unausgesprochene Verbot, über diesen religiös-kulturellen Hintergrund zu sprechen, wurde von der polit-medial wirkmächtigen Linken verhängt. Wer den riesigen rosa Elefanten im Raum ansprach, bekam umgehend die Rassismuskeule zu spüren, daß es nur so qualmte.
Dem nüchternen Beobachter des Hier und Heute dürfte klar sein, daß die mit modernen, aufgeklärten westlichen Staats- und Gesellschaftskonzepten inkompatiblen Lebenspraktiken sehr vieler Islamauslegungen nicht nur Störfaktoren, sondern handfeste Bedrohungen darstellen können. Das größte und schwerste Problem ist das von vielen Muslimen als unumstößlich angesehene Konzept, wonach religiöse Regeln über den staatlichen Gesetzen stehen. Das offensive Ausleben der Religion und ihrer Rituale – organisierte Gebete unzähliger Teilnehmer auf öffentlichen Plätzen etwa – mag von unseren westlichen Gesetzen gedeckt sein. Es widerspricht jedoch dem gesellschaftlichen Konsens des aufgeklärten Abendländers, der Mitbürger und Unbeteiligte nicht über Gebühr mit einer gemeinhin als privat angesehenen Religiosität belästigen oder konfrontieren will. Die aus vergangenen Jahrhunderten verbliebenen Symbole, Feiern und Bauwerke wurden in unseren Breiten mehr und mehr zum traditionellen Kulturgut, oft ohne besonderen religiösen Schwerpunkt. Deshalb freuen sich selbst eingefleischte Atheisten auf Weihnachten und die Tradition, sich gegenseitig Geschenke zu machen.
Dem gegenüber steht eine unkontrolliert angewachsene Masse an Menschen, für die im Grunde fast jede Handlung einen religiösen Sinn hat und in der sich das Alltagsleben den Gesetzen des Islam und seines Regelwerks unterzuordnen hat. Es ist ein unbeschreiblich großer Unterschied in den Lebensauffassungen zwischen dem liberalen Menschen des sogenannten Westens und dem religiösen Menschen aus dem islamisch-kulturell geprägten Raum des Nahen und Mittleren Ostens oder Nordafrikas. Diese Erkenntnis haben viele Menschen des Abendlandes längst erlangt. Sie versuchen über Wahlen, die politischen Weichen neu zu stellen, damit der aufgekommene Konflikt zwischen Migranten und „Ureinwohnern“ nicht weiter verstärkt, sondern abgebaut wird. Dies allerdings nicht durch verstärktes Erdulden der Wünsche und Vorstellungen der Migranten, sondern nötigenfalls durch deren Remigration, soweit möglich und notwendig.
Die Linke und der Clash of Cultures
Gänzlich desinteressiert an diesen Konflikten, die vor allem den Otto Normalverbraucher betreffen, sind die Vertreter der politischen Linken in all ihren Schattierungen. Nur wenige links angesiedelte Parteien haben den Vorsatz, dieses Problem anzugehen und zu lösen.
In Italien zeigt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, wie man es machen könnte: Sie will ein Burka- und Nikab-Verbot an Schulen und Ausländerquoten in den Klassen, damit italienische Kinder nicht zur Minderheit in der eigenen Schule werden. In Österreich wartet man indessen auf die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs zum Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren – voraussichtlich erst im ersten Halbjahr 2027. Bis dahin wird weiter gewurschtelt. Innenminister Karner spricht von 223 Asyl-Erstanträgen, während sein eigenes Ministerium 640 zählt. Abschiebungen bleiben oft Symbolpolitik. Die Zahlen sprechen eine überdeutliche Sprache, die politischen Verantwortlichen jedoch bevorzugen weiterhin Schönfärberei.
Israel als täglicher Kampf ums Überleben
Viel schlimmer als in Mitteleuropa wird dieser Clash of Cultures von den Menschen in Israel erlebt. Dort steht man im täglichen Kampf ums Überleben als Staat. Seit vielen Jahren ist ein Tag ohne Raketenangriff – egal ob aus Gaza, aus dem Süden Libanons oder aus dem Westjordanland – die Ausnahme. Ein Zustand, der im westlichen Europa kaum Beachtung findet und vom links orientierten polit-medialen Komplex geflissentlich ignoriert wird. Hier zeigt sich eine der vielen seltsamen Verbundenheiten der westlichen Linken mit den Islamisten.
Seit dem 7. Oktober 2023 richtet sich der mediale Blick des Mainstreams eher oberflächlich als investigativ in Richtung des Nahen Ostens. Schnell, nachdem man die Schrecken der Hamas-Gräueltaten verdaut hatte, griff man die israelischen Streitkräfte mit Vorwürfen an, die eins zu eins aus den Propagandakanälen der Islamisten stammten. Von der Hamas verbreitete Opferzahlen wurden mit der Sicherheit behandelt, als handle es sich um Daten aus notariell beglaubigten Totenscheinen. Und obwohl die massiven Verstrickungen von Terroristen in diverse linkslastige „Hilfsorganisationen“ ständig aufflogen, die ungustiösen Verbindungen zwischen islamistischen Terroristen, linksradikalen „Pro-Palestine-Aktivisten“ und diversen Korrespondenten vor Ort immer sichtbarer, hörbarer und ruchbarer wurden, blieb man auf dem eingeschlagenen medialen Anti-Israel-Kurs.
Ein Jahr nach dem Terroranschlag vom 7. Oktober waren noch immer verschleppte Geiseln in der Gewalt der Hamas, und der mediale Mainstream des Westens war sich nicht zu blöd, von „Friedensverhandlungen“ und „Gefangenenaustausch“ zu schwätzen. Mit verlogenen Mördern und Terroristen kann man keinen glaubhaften Frieden verhandeln. Was man als „Gefangene“ bezeichnete, waren einerseits durch die israelische Justiz in sauberen Gerichtsverfahren abgeurteilte Terroristen, inhaftierte Mörder, Bombenleger, Brandstifter und Messerattentäter – und andererseits einfache Menschen, die von verbrecherischen Terroristen als Geiseln nach Gaza verschleppt wurden.
Immer lauter dröhnt die Hamas-Propagandaorgel ihre Lügen in die Welt hinaus. Lügen, die bei einfachster Überprüfung widerlegt worden wären. Doch der linkslastige polit-mediale Block hat kein Interesse an Fakten und Wahrheit, sondern an der Durchsetzung der eigenen Narrative. Lieber schwätzt und schwafelt man weiter im Duktus der postkolonialen Schwachsinnsideologie, die sich als Wissenschaft tarnt und doch nur ein politisches Kampfinstrument darstellt, und unterstellt Israel einfach mal einen Genozid oder zumindest Kriegsverbrechen.
Warum die israelischen Streitkräfte nicht ihre Möglichkeiten nutzten und den Gazastreifen von einem auf den anderen Tag in die Steinzeit zurückbombten, warum sie sich die Mühe antaten, jeden Täter vom 7. Oktober einzeln auszuforschen, aufzuspüren und auszuschalten, wird von den vorwurfsfrohen linken und islamistischen Krakeelern nicht beantwortet. Wenn das ein Genozid sein soll, muß man den Israelis leider große Stümperei bei der Verübung desselben vorwerfen. Völkermord geht anders.
Der Bundespräsident als Lautsprecher
Doch all das ist nur der Rahmen, die Basis, die man sich ins Gedächtnis rufen sollte, wenn man daran denkt, daß sich der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen in New York vor die Pressevertreter aus der ganzen Welt stellte und Israel allen Ernstes Kriegsverbrechen vorwirft. Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundeskanzler Christian Stocker und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger am Rande der UNO-Generaldebatte sprach van der Bellen von „Verletzungen des Völkerrechts“ und „Kriegsverbrechen“, als wäre er der zu einer Person zusammengefaßte internationale Gerichtshof, der über solche Angelegenheiten verhandelt und urteilt. Was für ein anmaßendes Verhalten!
Das österreichische Staatsoberhaupt, dessen gute Praxis es in den Zeiten vor van der Bellen war, sich nicht in weltpolitischen Dingen auf die eine oder andere Seite zu stellen und zu tagespolitischen Agenden maximal mit mäßigenden Worten Stellung zu beziehen, reißt eine große außenpolitische Wunde auf. Van der Bellen, der offensichtlich nicht aus seiner linken Haut herauskann, hat der Republik Österreich keinen Gefallen getan mit dieser mehr als fragwürdigen Einlassung. Er hat nur ein weiteres Beweisstück dafür geliefert, daß die westliche Linke einen latenten Hang zum als Israelkritik verbrämten Antisemitismus hat. Vielleicht bemerkte van der Bellen dies gar nicht einmal. Das macht es allerdings nicht besser.
Israels Außenminister Gideon Saar reagierte prompt und scharf: „Österreichs Bundespräsident van der Bellen sollte sich schämen!“ Jemand, der ein Land vertrete, dessen Vergangenheit mit den schwersten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und das jüdische Volk verbunden sei, wage es, eine falsche Anschuldigung gegen den jüdischen Staat zu erheben, der nach wie vor gegen eine jihadistische Achse kämpfe. IKG-Präsident Oskar Deutsch, der van der Bellen sinnigerweise als Freund Israels bezeichnete, sprach von Parteinahme: Kein Wort fand der Bundespräsident zur existenziellen Bedrohung durch palästinensische Terrororganisationen sowie das iranische Regime und seine Stellvertreter. Von den Angriffen auf Israelis und vom erklärten Ziel, die Juden auszulöschen, sprach er nicht.
Die Initiative Solidarität Israel zeigte sich befremdet. Während der Krieg in der Ukraine Hunderttausende Opfer forderte und im Sudan Millionen Menschen humanitäre Hilfe benötigten, griff der österreichische Bundespräsident ausgerechnet den jüdischen Staat heraus. Und Außenministerin Meinl-Reisinger verstand die Aufregung „nicht ganz“, stand aber hinter dem Sager: Man müsse auch sagen, wo rote Linien überschritten würden. Kanzler Stocker widersprach wenigstens. Die FPÖ sprach von Hamas-Verstehern.
Jeder einzelne österreichische Politiker, der van der Bellen für diesen höchst undiplomatischen Erguß auch noch lobt, schadet Österreich.
Die Mode des Palästina-Unterstützers
Dank harter und skrupelloser Medien- und Öffentlichkeitsarbeit wurde es zur Mode in weiten Teilen der westlichen Gesellschaft, den Palästina-Unterstützer zu geben und brav das Narrativ der Mainstreammedien nachzuplappern. Wer heute dieses substanzlose Gewäsch von Kriegsverbrechen und Genozid mit verbreitet, soll sich dessen bewußt sein, daß er zum Propagandaschreier für Linksextremisten und Islamisten wird. Und man sollte sich ernsthaft Gedanken darüber machen, wie wohl man sich auf der Seite eines Herrn van der Bellen fühlt.
Der Bundespräsident, der einst meinte, alle Frauen sollten aus Solidarität Kopftuch tragen, und der auf dem islamistischen Auge erstaunlich blind bleibt, setzt wieder einmal ein fatales Zeichen. Er agiert gegen die Interessen und Überzeugungen der Österreicher. Die Hofburg als Lautsprecher linker Narrative – das ist kein Dienst an der Republik. Es ist ein Kniefall vor dem linken Zeitgeist, der das Abendland schon lange genug belästigt.
So nebenbei bemerkt: Neuwahlen wären die anständigste und eleganteste Lösung!
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie zuversichtlich!
Bleiben Sie uns gewogen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!