
+++ Alle 20 BMW Art Cars erstmals an einem Ort vereint
+++ Ausstellung in der BMW Welt
+++ Highlight: Olafur Eliassons „BMW H2R Project“
+++ Digitales Erlebnis mit Schatzsuche und Artlas App
Erstmals waren alle 20 BMW Art Cars an einem Ort vereint: Mit der Ausstellung „BMW ART CARS – 20 ARTISTS, 50 YEARS OF INNOVATION. REUNITED AT BMW WELT“ präsentierte die BMW Welt zum Höhepunkt des 50-jährigen Sammlungsjubiläums die vollständige Reihe der „rollenden Skulpturen“ in München. Die Eröffnung am Dienstag, 28. Juli 2026, bildete zugleich den Abschluss der BMW Art Car World Tour, die die Sammlung nach Stationen in über 30 Ländern weltweit sichtbar gemacht hat. Ein besonderes Highlight der Schau ist Olafur Eliassons „BMW H2R Project“, das seit seiner Weltpremiere 2007 bislang erst dreimal als Gesamtinstallation öffentlich präsentiert wurde. In München ist die Ausstellung zudem mit einer Plakatkampagne der farblich codierten Fotoserie der BMW Art Cars von Fotograf René Staud im Stadtraum präsent.
Die BMW Art Car Collection nahm 1975 ihren Anfang: Auf Initiative des französischen Rennfahrers und Kunstauktionators Hervé Poulain und Jochen Neerpasch, damals Leiter der BMW Motorsportabteilung, gestaltete der Künstler Alexander Calder ein Rennfahrzeug.
„Als wir gemeinsam mit Alexander Calder die erste ‚rollende Skulptur‘ für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans vorbereiteten, gingen wir davon aus, dass es sich um eine einmalige Aktion handeln würde. Doch schon als das Kunstwerk fertiggestellt und der Calder-BMW 3.0 CSL in Paris präsentiert wurde – und erst recht, als er in Le Mans an den Start ging –, waren wir überzeugt, dass dies nicht das letzte bleiben würde. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass daraus die weltweit bedeutendste Reihe von Automobil-Kunstwerken entstehen würde.“ Jochen Neerpasch

Mit ihrer ikonischen Architektur und ihrer Rolle als kultureller Begegnungsort bietet die BMW Welt den idealen Rahmen für die bislang umfassendste Präsentation der BMW Art Car Collection an einem öffentlich zugänglichen Ort. Werke von ikonischen Künstlergrößen wie Frank Stella, Roy Lichtenstein, Andy Warhol, Robert Rauschenberg, Esther Mahlangu, David Hockney, Jenny Holzer, Jeff Koons, Cao Fei und Julie Mehretu machen die Sammlung heute zu einem lebendigen Panorama der wichtigsten Stimmen moderner und zeitgenössischer Kunst. Gleichzeitig zeigen die mobilen Bildträger – vom BMW 3.0 CSL über den BMW M1 und BMW Z1 bis hin zum BMW M Hybrid V8 – einen Querschnitt durch die Design- und Technologiehistorie von BMW.

Ausstellungsrundgang durch 50 Jahre BMW Art Car Geschichte.
Die Schau nimmt das Publikum mit auf eine Reise, die beim jüngsten Werk ansetzt und zurück zu den Ursprüngen der Sammlung führt. Bereits im Eingangsbereich wird mithilfe einer einführenden Videodokumentation Geschichte und Bedeutung der BMW Art Car Collection greifbar. Zu Beginn stehen mit dem BMW Art Car #20 von Julie Mehretu und BMW Art Car #19 von John Baldessari zwei der jüngsten Positionen der Sammlung im Fokus. Anhand von Julie Mehretus BMW Art Car Projekt wird deutlich, dass die Reihe heute weit über das Automobil hinausgeht: Parallel zu ihrem gestalteten BMW M Hybrid V8 gründete sie mit Filmproduzentin und Autorin Mehret Mandefro das African Film and Media Arts Collective (AFMAC). Die Initiative fördert Kunst- und Filmschaffende aus Afrika und der Diaspora; die erste große Ausstellung startet im Dezember 2026 im Zeitz MOCAA in Kapstadt.
In der Fortsetzung des Rundgangs entfaltet sich im Auditorium die Schau als chronologischer Weg durch die Jahrzehnte. Ein Zeitstrahl an den Wänden, der in die Vergangenheit führt, rahmt die Präsentation und macht die Entwicklung der Sammlung ebenso nachvollziehbar wie die unterschiedlichen künstlerischen und technologischen Kontexte ihrer Entstehung. Als Finale werden die ersten BMW Art Cars auf einem Podest präsentiert, wobei Alexander Calders BMW Art Car #1 als Ausgangspunkt der Sammlung im Mittelpunkt steht.

Ein Highlight war Olafur Eliassons „BMW H2R Project“ (BMW Art Car #16) auf dem Vorplatz Ost. Die BMW Welt ist erst der vierte Ort weltweit, an dem das auf einem Wasserstoff-Prototypen basierende Werk seit seiner Weltpremiere 2007 als „eingefrorene“ Gesamtinstallation öffentlich gezeigt wird. Eliasson ersetzte die Karosserie des BMW H2R durch ein netzartiges Geflecht aus reflektierendem Metall und überzog es mit mehreren Schichten gefrorenen Wassers. Die Gesamtkonstruktion wiegt rund zwei Tonnen und wird von innen beleuchtet – eine poetische Reflexion über Nachhaltigkeit.
Fotos: BMW Group