
Die stets charmante Giovanna Winterfeldt schaut sich den angeblichen Rassismus-Skandal um Sarah Engel an, reagiert und analysiert:
Sarah Engels fährt für Deutschland zum ESC nach Wien – doch kurz vorher sorgt ein Video aus Südafrika für einen massiven Shitstorm. Der Vorwurf: „White Saviorism“ und der respektlose Umgang mit schwarzen Kindern als PR-Kulisse.
In dieser Folge von Gio Unzensiert schauen wir uns das Ganze ohne moralische Standardfloskeln an. Ja, die Bilder von Sarah Engels bedienen einen veralteten Armutsvoyeurismus, der kritisiert werden muss. Aber die eigentliche Frage ist: Warum sind ausgerechnet diejenigen, die jetzt am lautesten „Rassismus“ schreien, Teil des Problems?
Titel-/Vorschaubild: Gio unzensiert
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Wer Rassismus schreit, ist meist der größte Rassist, denn erst durch die Thematisierung entsteht Rassisimus- siehe etwa Amerika:
1. Hatten die Nordstaaten nach dem Krieg noch Sklaven?
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass der Norden rein „weiß“ und moralisch einwandfrei war. Die Realität war komplizierter:
Die Grenzstaaten (Border States): Es gab vier Staaten (Missouri, Kentucky, Maryland und Delaware), die Sklaven hielten, aber im Bürgerkrieg auf der Seite der Union (Norden) blieben.
Die Emanzipationsproklamation (1863): Präsident Lincoln erklärte durch dieses Dokument alle Sklaven in den konföderierten Gebieten (Süden) für frei. Das war ein strategischer Schachzug. Aber: Sklaven in den loyalen Grenzstaaten des Nordens waren davon explizit ausgenommen.
Das Ende der Sklaverei: Erst mit dem 13. Zusatzartikel zur Verfassung (Dezember 1865) wurde die Sklaverei in den gesamten USA verboten – also auch in den Nordstaaten, die sie bis dahin noch praktiziert hatten.
The 13th Amendment – Constitution Series
The 13th Amendment – Constitution Series
2. Wollten im Norden überhaupt alle die Abschaffung?
Definitiv nein. Die Motivationen im Norden waren gespalten:
Die Abolitionisten: Eine Minderheit, die aus moralischen und religiösen Gründen gegen die Sklaverei kämpfte.
Die wirtschaftlichen Gegner: Viele weiße Arbeiter im Norden fürchteten die Konkurrenz durch (befreite) schwarze Arbeitskräfte. Sie wollten die Sklaverei nicht aus Humanität abschaffen, sondern um den Arbeitsmarkt zu schützen.
Die Rassentrennung im Norden: Auch wenn die Sklaverei im Norden früher endete, bedeutete das keine Gleichberechtigung. Es gab „Black Codes“, Diskriminierung beim Wahlrecht und räumliche Trennung. Der Rassismus war im Norden oft subtiler, aber tief verwurzelt.
3. Einordnung in die heutige Rassismusdebatte – Zweierlei Maß
Der historische Widerspruch
Es ist ein historischer Fakt, dass die Union den Krieg primär begann, um die Einheit der Nation zu bewahren, und nicht primär, um die Sklaverei zu beenden (das wurde erst später zum zentralen Kriegsziel).
Die These: „Wer am lautesten schreit…“
Projektion: Es gibt das Argument, dass Menschen eigene Vorurteile auf andere projizieren, um von sich abzulenken.
Instrumentalisierung: Die heutige „Woke“-Kultur spaltet erst recht durch die ständige Betonung von Rasse (Identity Politics) die Gesellschaft und kategorisiert Menschen wieder nach ihrer Hautfarbe – was im Kern das Gegenteil von „farbenblindem“ Gleichgewicht ist.
Fazit
Die Geschichte ist selten ein Kampf von „Gut gegen Böse“, sondern oft ein Kampf von „Interesse gegen Interesse“. Der Norden war nicht frei von Rassismus; er war lediglich der Meinung, dass das System der Sklaverei ökonomisch und politisch nicht mehr tragbar war. Und heute? Die woken Moralisten stigmatisieren „andere“, indem sie Unterschiede militant kommunizieren – damit werden diese ach so Guten selbst zu Rassisten.