
In Zeiten, da der Steuerzahler schon beim bloßen Gedanken an die nächste Budgetdebatte leise aufstöhnt, lohnt ein nüchterner Blick auf drei Städte: Wels, Linz und Graz – drei Statutarstädte, drei Schicksale, ein und dieselbe bittere Lehre: Wo linke Hand – SPÖ, Grüne, KPÖ, mit freundlicher Unterstützung der ÖVP – regiert, wachsen die Schuldenberge wie einst die babylonischen Türme. Wo hingegen die Freiheitlichen das Zepter führen, schreibt man schwarze Zahlen und atmet auf. Linz steht, so scheint’s, kurz davor, das Grazer Trauerspiel nachzuspielen. Es sei denn, man besinnt sich rasch.
Wels: Das blaue Finanzwunder des Andreas Rabl
Seit 2015 lenkt FPÖ-Bürgermeister Dr. Andreas Rabl die Geschicke der Messestadt. Was er vorfand, war ein Schuldenberg von 71 Millionen Euro, pro Kopf 1.160 Euro. Heute, 2026, sind es lächerliche zwei Millionen – pro Kopf gerade noch 43 Euro. Für 2026 plant man einen Überschuss von 8,3 Millionen, 2027 sogar elf Millionen. Der ORF staunte kürzlich nicht schlecht: „Schuldenfrei und hohe Überschüsse“ – ein Satz, den man in linken Rathäusern wohl nur aus dem Märchenbuch kennt.
Wie macht Rabl das? Ganz unromantisch: Ausgaben diszipliniert, Magistrat gestrafft, zweite Führungsebene halbiert, Subventionen gestutzt, unnötige Prestigeprojekte gestrichen. Statt Chauffeur für den Herrn Bürgermeister (ein Relikt aus SPÖ-Zeiten) und Jugendherberge mit 100.000 Euro Minus verkauft man lieber Sparkassen-Anteile klug und investiert 40,3 Millionen ohne neue Schulden. Kein Zauber, nur Hausverstand. Und der zahlt sich aus.
Linz: 333.424 Euro neue Schulden – jeden einzelnen Tag
In Linz hingegen regiert die SPÖ weiterhin das operative Geschäft, unterstützt von Grünen und mit wohlwollender ÖVP-Duldung. Das Ergebnis ist ein Lehrstück in nachhaltiger Verschwendung. 2024 schon ein operatives Minus von 21,5 Millionen, der Kontrollamtsbericht spricht von „sehr ernster Finanzlage“. Für 2025 plant man ein Defizit von 121,7 Millionen – das sind exakt 333.424 Euro neue Schulden pro Tag. Der Gesamtschuldenstand hat die Milliardengrenze bereits überschritten, die Sparpläne wurden flugs verschoben. Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber (SPÖ) nennt das „strategische Neuausrichtung“. Dr. Michael Raml, FPÖ-Stadtrat und Finanzkritiker mit Biss, nennt es schlicht „Verlust der Kontrolle“.
Und während man in den eigenen Reihen noch überlegt, wo man sparen könnte (außer natürlich bei den wirklich teuren Dingen), fließen die Millionen weiter in die üblichen Kanäle.
Graz: Das KPÖ-Vorbild, das niemand nachahmen sollte
Wer wissen will, wohin Linz steuert, braucht nur nach Graz zu schauen. Dort regiert seit 2021 Elke Kahr von der KPÖ, in Koalition mit Grünen und – man staune – Teilen der ÖVP. Die Schulden lagen 2021 bei 1,6 Milliarden. Für 2026 rechnet man mit rund zwei Milliarden. Zwar schloss man 2025 operativ besser ab als geplant (53,3 statt 23,1 Millionen positiver Cashflow), doch die Verschuldung bleibt bei knapp 1,93 Milliarden, pro Kopf über 6.000 Euro. Man investiert brav in Straßenbahnen und Soziales, streicht aber Stadien und große Events. Klassische linke Prioritätensetzung: erst die Klientel, dann der Rest. Und die kommende Generation darf später die Zinsen zahlen.
Das Faß ohne Boden: Integration als Klientelpflege
Der eigentliche Skandal jedoch liegt tiefer. Linke Stadtpolitik alimentiert seit Jahrzehnten Gruppierungen, die der Gesellschaft kaum Nutzen bringen, die Schulden niemals zurückzahlen werden und die kommende Generation dennoch mit dem Rucksack belasten. Das Paradebeispiel liefert Linz selbst: 134.000 Euro gab die Stadt für das Programm „Code.Fusion“ aus – ein Ausbildungsprojekt für zehn Asylwerber zu „Junior Developern“. Neun davon sind nach letztem Stand arbeitslos. Einige hatten zuvor bei den Halloweenkrawallen 2022 mitrandaliert. FPÖ-Stadtrat Dr. Michael Raml legte die Zahlen schonungslos offen: „Mit teurer Ausbildung belohnen, während heimische Jugendliche sich ihre Chancen erarbeiten müssen.“ Kein Erfolg, keine Integration, nur ein weiteres Loch im städtischen Haushalt.
In Summe zeigen alle „Integrationsmaßnahmen“ der letzten Jahre weder gesellschaftlich noch wirtschaftlich positive Effekte. Dennoch versenken SPÖ, Grüne, KPÖ und ÖVP weiter Steuergeld in dieses Faß ohne Boden. Nicht aus Naivität, sondern aus Kalkül: Es versorgt die eigene Klientel in NGOs, Vereinen und Betreuungseinrichtungen. Die Asyl- – Pardon! – Integrationsindustrie lebt – der Steuerzahler zahlt.
Die Schuldengrenze als eiserner Riegel
Ein einfacher, fast schon altmodisch vernünftiger Vorschlag würde hier Abhilfe schaffen: eine Schuldengrenze in der Stadtverfassung, wie sie manche kluge Gemeinden längst fordern. Politiker, die „außer Rand und Band“ geraten, bräuchten dann endlich ein Bremsseil. Keine Experimente mehr auf Kosten ungeborener Steuerzahler. Stattdessen: Ausgaben nach Einnahmen, nicht umgekehrt.
Linz am Scheideweg
Linz hat im nächsten Jahr noch die Wahl. Entweder man kopiert weiter das Grazer Modell – Schulden, Sozialromantik, Scheinintegration – und übergibt den Kindern und Enkeln einen Schuldenberg, der sie jahrzehntelang drücken wird. Oder man besinnt sich auf das, was in Wels unter Dr. Andreas Rabl funktioniert: Disziplin, Priorität für die eigenen Leute, Schluss mit der Klientelpflege.
Dr. Michael Raml und die Linzer Freiheitlichen haben die Zahlen, die Konzepte und den Willen. Ob die Stadt den Mut zum Richtungswechsel findet, wird sich zeigen. Bis dahin bleibt der Dreiklang Wels–Linz–Graz ein warnendes Lehrstück: Blaue Politik schafft Wohlstand. Rote, grüne und KPÖ-Politik schafft nur eines – Schulden. Und die zahlt bekanntlich immer jemand. Nur nie jene, die sie gemacht haben.