
Im U-Ausschuss zur Causa Christian Pilnacek geht es plötzlich nicht nur um den Leichenfund in einem Donau-Seitenarm bei Rossatz – sondern auch um die Frage: Wer bereitet hier eigentlich wen worauf vor?
Befragt wurden der Baggerfahrer, der die Leiche entdeckte, ein Feuerwehrmann sowie ein Polizist, der Spuren sicherte. Soweit nachvollziehbar. Doch dann sorgt ein Detail für politische Turbulenzen: Mehrere Auskunftspersonen erhielten vor ihrer Befragung eine Schulung des Innenministeriums zu „Rechten und Pflichten“ im U-Ausschuss – durchgeführt von einem Anwalt, der bereits in früheren Ausschüssen für ÖVP-nahe Personen tätig war.
Der Feuerwehrmann betont: keine inhaltliche Einflussnahme. Die Opposition fragt: Warum braucht es eine ministerielle Schulung genau in diesem sensiblen Fall? Die FPÖ spricht von Absurdität, die ÖVP wirft FPÖ und Grünen vor, Einsatzkräfte an den Pranger zu stellen.
Parallel stehen weiter Fragen rund um die Ermittlungen zum Tod des ehemaligen Sektionschefs im Raum. Offiziell kein Fremdverschulden – politisch jedoch bleibt die Causa brisant.
In dieser Folge von Alles Gute Österreich analysieren wir:
* Ist eine solche Schulung reine Verfahrensroutine oder politisch heikel?
* Wo endet organisatorische Vorbereitung – und wo beginnt mögliche Einflussnahme?
* Und warum wirken U-Ausschüsse in Österreich oft wie eine Mischung aus Aufklärung, Parteitaktik und juristischem Schachspiel
* Wenn Aufklärung zur Geschäftsordnungsdebatte wird, ist klar: Österreich diskutiert nicht nur Inhalte – sondern auch, wer sie wie sagen darf.
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