Ein Brief an den Bundespräsidenten

Ein Leserbeitrag

Oft genug haben wir als Magazin uns gegen die Tendenzen ausgesprochen, die eine Spaltung der Gesellschaft zur Folge hat. Oft genug wurden wir auch dafür einerseits beschimpft, andererseits gelobt. Die Impfpflicht ist ein Thema, das einen brutalen Spalt, durch Regierungshand ausgelöst und verantwortet, durch die Gesellschaft, durchs Land treibt. Viele Menschen wehren sich gegen diese Maßnahmen.
Wir veröffentlichen heute einen Brief eines Lesers an den Bundespräsidenten Van der Bellen, da wir (leider) davon ausgehen müssen, daß dieses Schreiben sonst gänzlich unbeachtet bliebe. Für den Inhalt trägt der Verfasser die Verantwortung, doch stehen wir keinesfalls an, unser Wohlwollen und unsere Unterstützung für diesen Standpunkt kundzutun.


Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

Ich habe mir schon einmal erlaubt, mich mit meiner Sorge um den derzeitigen politischen Weg unseres Landes an Sie zu wenden. Aufgrund der Dringlichkeit der Lage unternehme ich nun einen neuerlichen Versuch, als Bürger, dessen Stimme Gehör verdient, zu Ihnen durchzudringen und einen dringenden Appell an Sie zu richten. Vorweg möchte ich eines festhalten: ich habe die Aufgabe des Bundespräsidenten über repräsentative Pflichten hinaus immer auch als eine moralische gesehen. Dies liegt vielleicht daran, daß ich während der Amtszeit von Dr. Rudolf Kirchschläger aufgewachsen bin, der wie keiner nach ihm moralische Autorität besaß. Wie er zur Aussetzung verfassungsmäßig zugesicherter Grundrechte stehen würde, können wir nur vermuten. Sie, als sein Nachfolger im höchsten Amt des Staates sollten sich jedenfalls Ihrer Verantwortung bewußt sein, wenn es zur Unterzeichnung des unsäglichen Impfpflichtgesetzes kommt.

Aus meiner Sicht stellen sich zwei große Problemkreise dar: zum einen der medizinische, zum anderen der politische Aspekt. Was den ersten Punkt betrifft, möchte ich die Meinung vieler angesehener Mediziner referieren, denen ich nicht nur aufgrund ihrer Fachkompetenz vertraue, sondern auch deshalb, weil sie offensichtlich keinen persönlichen Vorteil aus ihrer öffentlichen Stellungnahme ziehen, Ihre Ansicht also nicht korrumpiert ist von Machtdenken und Opportunismus. Nebenbei: wenn mir das Büro Ihres ehemaligen Parteikollegen und jetzigen Vizekanzlers Werner Kogler versichert, lediglich eine verschwindende Minderheit in der Ärzteschaft sehe die Maßnahmen der Regierung kritisch, so ignorieren Sie die Meinung hunderter Mediziner, die sich allein in unserem kleinen Land Österreich offen gegen die Coronapolitik ausgesprochen und ihre Bedenken aus medizinischer wie demokratiepolitischer Sicht eingebracht haben. Was nun den medizinischen Aspekt angeht, sind weder Sie noch ich als Fachleute zu titulieren, aber wir haben die Pflicht, in dieser so wichtigen Angelegenheit ALLE Meinungen zu hören. Die Meinung der Mediziner, die sich hinter die Regierungsmaßnahmen stellen, können wir jeden Tag den Massenmedien entnehmen, die Stimmen einer Hundertschaft von kritischen Ärzten bleiben indes ungehört. Wovor aber warnen diese Stimmen? Wir wissen, daß es sich bei dem dzt. gebräuchlichen mRNA-Impfstoff um ein hoch experimentelles Präparat handelt, das – unzureichend erprobt – lediglich per Notverordnung befristet (!) zugelassen wurde. Zum ersten Mal in der Geschichte findet ein interzellulärer „Impfstoff“ Anwendung (tatsächlich lehnen manche Ärzte für diese gentherapeutische Behandlungsmethode den Begriff „Impfung“ überhaupt ab) im Bereich der Prophylaxe für Lungen- oder Atemwegserkrankungen. In der Zelle befindet sich die DNA, die für die Weitergabe des Lebens verantwortlich ist. Keiner der Impfpflicht-Befürworter kann sagen, welche Konsequenzen ein solcher Eingriff in das menschliche Erbgut langfristig haben wird. Es ist ein bißchen wie mit Goethes Zauberlehrling. Schon jetzt gibt es in tausenden Fällen den Verdacht auf teils schwerwiegende Nebenwirkungen der Impfung. Das Risiko scheint mir also den Nutzen bei weitem zu übersteigen, und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, daß die pandemische „Krise“ nur noch aus politischen Gründen unter Ausschöpfung aller zur Verfügung stehenden propagandistischen Mittel am Leben erhalten wird. Will man ein de facto unerprobtes Mittel tatsächlich an der gesamten Bevölkerung „ausprobieren“? Warum, und was erhofft man sich davon wirklich? Ich kenne die Antwort nicht, aber ich bin in höchstem Maße beunruhigt und alarmiert, wenn ich sehe, wie unsere Freiheit Stück für Stück verloren geht und politischer Willkür weicht.

Und hier sind wir beim zweiten Aspekt, den zu beurteilen ich mich in meiner Eigenschaft als Historiker durchaus für befugt halte. Sind wir auf dem Weg, die Demokratie zu verlieren und an ihrer statt ein autoritäres Machtgefüge zu etablieren, in dem die Interessen einiger Weniger mehr zählen als das Wohl eines ganzen Volkes? Ich glaube ja. Seit Jahren schon sehen wir eine nie dagewesene Bevormundung des Bürgers Platz greifen, die bis ins Privateste reicht. Der Impfzwang ist somit nur der traurige Höhepunkt einer schon länger andauernden Entwicklung. Zum ersten Mal in der Geschichte der zweiten Republik werden Grund- und Freiheitsrechte außer Kraft gesetzt, die österreichische Verfassung wird dabei ebenso ignoriert, wie international geltendes Recht. Ich verweise nur auf den Nürnberger Codex, der bekanntlich in den 40er Jahren als Antwort auf die Nazi-Verbrechen etabliert wurde und auf alle Zeit verhindern sollte, daß Menschen gegen ihren Willen dem Risiko einer Schädigung an Leib und Leben ausgesetzt werden. Und doch können heute hochrangige EU-Politiker diesen so wichtigen Codex unwidersprochen für unzeitgemäß und überflüssig erklären, während diejenigen, die sich für Verfassung und Menschenrechte einsetzen, als „Neofaschisten“ beschimpft werden. Die Absurdität könnte kaum größer sein. Minister können sich heute vor ein Mikrofon stellen und verkünden, es müsse „noch mehr Druck“ auf die Menschen ausgeübt werden. Derart demokratiefeindliche Aussagen hätten vor ein paar Jahren noch einen medialen Aufschrei verursacht, heute werden sie stillschweigend zur Kenntnis genommen. Wenn ich als Politiker in einem demokratischen System für etwas einstehe, dann versuche ich andere durch Überzeugung für meinen Standpunkt zu gewinnen, nicht aber sie durch Druck gefügig zu machen! Wir befinden uns auf einem gefährlichen Weg, und jedes einmal verlorene Stückchen Freiheit und Demokratie wird nur sehr schwer wiederzugewinnen sein. Ist das wirklich die Zukunft, die wir unseren Kindern und Kindeskindern hinterlassen wollen?

Noch einmal zusammenfassend: aus medizinischer Sicht ist die Impfpflicht in hohem Maße bedenklich und steht wohl in keinem Verhältnis zur aktuell gegebenen Bedrohung durch Covid-19. Vielmehr handelt es sich hierbei um einen in der Geschichte einzigartigen und gefährlichen medizinischen Feldversuch, in den die GESAMTE Bevölkerung , auch gegen ihren erklärten Willen, einbezogen werden soll. Ich stütze mich dabei auf das Urteil von Fachleuten, die mir – es tut mir leid, das sagen zu müssen – bei weitem kompetenter und vertrauenswürdiger als unsere Regierungsmitglieder erscheinen. Letztere können auf Kritik nur mit Repressalien antworten, ein gedeihlicher Dialog, wie er in einer Demokratie selbstverständlich sein sollte, ist nicht mehr möglich. Eine politische Rechtfertigung, die bislang für unveräußerlich gehaltenen Grund- und Menschenrechte außer Kraft zu setzen, gibt es einfach nicht, vielmehr muß man die bereits gesetzten und in Zukunft noch zu erwartenden Maßnahmen der Regierung als Willkürakte bezeichnen, die unsere Demokratie in höchstem Maße gefährden. Ich appelliere an Ihr Gewissen: wenn man Ihnen das Impfpflicht-Gesetz zur Unterschrift vorlegen wird, dann tun Sie das einzig Richtige, nämlich diesem menschenfeindlichen und verfassungswidrigen Gesetz Ihre Zustimmung zu verweigern.

Mit den besten Grüßen

Dr. Siegfried Pichl



Titel-/Vorschaubild: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres / Arno Melicharek / cc by 2.0

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18 thoughts on “Ein Brief an den Bundespräsidenten

  1. Ja, auch ich möchte mich dem Verfasser dieses Briefes anschließen. Ja, ich habe ANGST wenn ich an die Impfpflicht denke. Was wird mit unseren Grundrechten bloß aufgeführt. Wie reagiert die Bevölkerung, geht die Spaltung weiter? Wann ist Schluss? Herr Bundespräsident ich appeliere an ihr Gewissen und hoffe, dass diese sehr fragwürdige Impfpflicht von ihnen nicht unterzeichnet wird. Hochachtungsvoll Thomas Wieser

  2. Warum lassen Sie uns nicht normal leben
    Wir brauchen keine Bevormundung vom Staat!
    Wir wissen, wie wir uns zu verhalten haben.
    Zeigen Sie, dass Sie ein Bundespräsident für das Volk sind, und unterschreiben Sie nicht!
    Ps:: möchte noch paar schöne Jahre, ohne einsperren und Vorschriften genießen,

    Grüße aus dem mühlviertel

  3. Ich wundere mich immer wieder, wieso unser Bundespräsident so genüsslich in seiner Loge während des Opernballs sitzt, obwohl er doch jahrelang dagegen gestreikt hat 🧐?
    was soll man von so einem Menschen erwarten?

  4. Wenn Sie wirklich der Bundespräsident von Österreich sind dann wissen Sie was Sie zu tun haben-das Volk schützen und nicht der Pharmaintustrie zum Fraß vorwerfen und unsere Grundrechte mit Füßen treten! Ich appelliere an Ihr Gewissen!!!

  5. SG. Hr. Bundespräsident!
    Meine Enttäuschung ist so gross und ich würde am liebsten das Land verlassen wenn ich könnte. Ich kannte ihre frühere Frau Brigitte gut ich schätzte ihre ganze Familie sehr und kann es kaum glauben daß sie dem Wahnsinn kein Stop setzten,keine Reaktion zeigen.
    Ich bitte sie in sich zu gehn ob sie das mit ihrem Gewissen vereinbaren können. Einen Stoff zu injizieren der nicht mal an Mäusen erprobt ist. Zudem schließt ich mich ganz dem obigen Brief an.
    So zur Erklärung. Wollte grad abschicken kam ein automatisches schreiben sie glauben das hab ich schon gesagt.
    Nein hab ich noch nicht gesagt!!!!!!
    Also bitte gebt das Mail weiter. Es reicht

  6. https://www.bundespraesident.at/kontakt

    Sehr geehrter Herr Präsident,
    Sie haben seinerzeit versprochen ein Präsident für alle Österreicher sein zu wollen – jetzt haben Sie die Gelegenheit das unter Beweis zu stellen.
    Nichts spaltet die Gesellschaft so stark wie die Corona-Politik im Speziellen der Impfzwang.
    Dieses Gesetz wird von vielen Experten als verfassungswidrig bezeichnet.
    Als solches sollten Sie es nicht unterfertigen.
    Es ist eine schlimme Bedrohung – So haben die behandelnden Ärzte auch nicht mehr eine Möglichkeit aufgrund der Erkrankungen eine Befreiung auszustellen. Das sollen nur mehr Amtsärzte dürfen.
    Kein Amtsarzt kann alle Fachgebiete abdecken, kann alle erforderlichen Untersuchungen machen und wird die Impfbefreiung daher ablehnen auch für jene, die so wie ich durch die Impfung auf’s äußerste gefährdet werden.
    Können Sie die Verantwortung für die übernehmen, die zur Impfung gezwungen werden und dann an ihr versterben zB durch eine Herzmuskelentzündung oder an einer Blutgerinnungsstörung?
    Sie sind für viele, darunter meine Eltern und mich, die letzte Hoffnung.
    Bitte enttäuschen und gefährden Sie diese Österreicher nicht – ihr Leben ist genauso wertvoll wie jenes derer die man im Rahmen von der Coronapolitik zu schützen beabsichtigte.
    Mit freundlichen Grüßen
    Robert Fuchs

  7. Sehr geehrter Herr Bundespräsident !
    Einen Impfzwang lehne ich ab, da es ein Eingriff in meine Unversehrtheit ist. Ich bitte dies zu berücksichtigen.

    Sylvia Lampl

  8. Sehr geehrter Herr Bundespräsident!

    Ich kann Dr. Pichl nur zustimmen!

    Wo soll das nur enden? Vielleicht vor dem Europäischen Gerichtshof?

    Naja, zuerst mal vor dem Verfassungsgericht hof.

    Denn wenn Ungeimpfte nicht einmal Dinge des täglichen Bedarfs einkaufen dürfen, hört sich alles auf. Es gibt Kleinkinder, die Ungeimpfte Eltern haben, und nicht mehr wissen was sie anziehen können. Alles zu klein, was nun? Haben Sie eine Antwort darauf? Wenn, ja welche?
    Sagen Sie jetzt nicht die Impfung, denn vor Dieser habe ich mehr Angst als vor Corona. Mit einer Impfung ohne Langzeitstudien, bei der viele Nebenwirkungen auftreten können und die zwar, eher selten, aber doch zum Tode führen kann werde ich mich nicht Impfen lassen. Ausserdem können wie bekannt ist auch Geimpfte und sogar geboosterte
    Personen Corona bekommen und andere Personen anstecken. Wo bleibt da die Logig.?

    Ich hoffe Sie entscheiden für das Volk und nicht gegen das Volk.

    Mfg.
    Silvia Hanser

  9. Sehr geehrter Herr Bundespräsident

    Einen Impfzwang lehne ich ab.
    Ich bitte Sie das nicht zu unterschreiben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Perktold Helga

  10. Sehr geehrter Herr Präsident.
    Ich bitte Sie diesen Impfzwang nicht zu unterstützen.
    In meiner Familie sind bereits 3 Personen ( alle vollständig geimpft) von den Impfschäden betroffen. Bei meinen 2 Schwestern hat sich deren Krankheit stark verschlimmert, wobei bei der einen der Krebs jetzt zum dritten Mal gekommen ist und es nur noch eine Frage der Zeit ist. Mein Schwager langjähriger Dialyse Patient hatte Herzstillstand durch Blutgerinnungstörung, sein Glück war dass er da gerade im Krankenhaus zur Dialyse war.

  11. Sehr geehrter Herr Bundespräsident!
    Ich kann eigentlich nicht verstehen, daß Sie diesem ganzen Wahnsinn nicht endlich den Garaus gemacht haben. Sie repräsentieren unser schönes Land und schauen zu, wie die Gesellschaft gespalten wird. Wie die Menschen in Angst und Panik getrieben werden. Möchten Sie wirklich, das Alles noch schlimmer wird? Wo glauben Sie wird dieses politische Desaster enden?
    Ich möchte glauben, daß Sie ein Gewissen haben und von Diesem auch Gebrauch machen.
    Bitte unterschreiben Sie die Impfpflicht nicht.

  12. Sehr geehrter Hr. BUNDESPRÄSIDENT,,
    ich schließe mich dem sehr bewegt geschriebenen Brief des Hrn. Pichl an und teile seine Sichtweise. Ich ersuche Sie unsere Demokratie zu retten und diesen Wahnsinn zu stoppen, indem Sie sich gegen diese Impfpflicht und der Vorgehensweise unserer Politiker*innen aussprechen sowie dieses Impfpflichtgesetz nicht unterfertigen und als nicht angemessen erklären. Ich ersuche Sie auch Neuwahlen zuzustimmen und diesem Machtgehabe der Regierungsparteien ein zu bereiten. Österreich ist ein kleines Land. Wir genießen den Status der Neutralität. Wir sind weltweit berühmt für unsere Demokratie und unseren Frieden. Österreich ist Vorbild für viele Staaten, wie man ein Leben mit allen erdenklichen Freiheiten leben kann. Österreich ist auch bekannt dafür, dass Rechte und Pflichten eingehalten werden, was unser sicheres respektvolles Miteinander ausmacht. Noch sind wir eines der sichersten Länder weltweit und wir wollen es auch bleiben. Hr. Bundespräsident, wollen wir Österreicher*innen und Sie nicht weiterhin der Welt zeigen, dass wir es bringen und drauf haben? Wollen wir nicht einen Neuanfang starten unter Berücksichtigung aller Tatsachen, und die Demokratie hoch leben lassen? Durch so manches Fehlverhalten einiger Politiker*innen wurde leider an unserem Image gekratzt und dadurch doch negativ in die Schlagzeilen geraten. Noch haben wir aber unser Gesicht nicht ganz verloren, weil Österreich bekannt dafür ist Probleme lösen zu können und auch immer nahezu perfekt gelöst haben UND auch weiterhin lösen werden. Ich vertraue ganz auf Ihr Gefühl und Urteilsvermögen und bin mir sicher, dass Sie die für Österreich richtige Entscheidung treffen werden.
    Freundliche Grüße
    Walter Bock

  13. Sehr geehrter Herr Bundespräsident! Ich lehne einen Impfzwang ab .Vermehrt höre ich in meinem Bekanntenkreis schon von Nebenwirkungen. Bitte unterschreiben Sie nicht!

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