Der beste Schweinsbraten der Welt

So wie jeder Koch und jede Köchin mit Selbstbewußtsein, erheben wir den Anspruch, das beste Rezept für einen gelungenen Schweinsbraten zu haben. Und selbstverständlich empfehlen wir zum Beweis unserer Behauptung jedem Zweifler, das Rezept nachzukochen.

Grundsätzliches:
Ein guter Braten ist immer auch ein bißchen mehr als bloßes Werkzeug zum Stillen des Hungers. Er ist ein Ereignis, das man mit seinen Lieben und Freuden teilt. Zumindest eine kleine Feierstunde.
Und so bereitet man sich auch vor: Mit Bedacht und Umsicht. Gute Zutaten sind die Basis eines guten Resultats. Ein schönes Stück Fleisch aus einem regionalen, ordentlichen Betrieb vom Fleischhauer des Vertrauens mag vielleicht um 50% mehr kosten als verschweißtes Importfleisch beim Diskonter an der Autobahnabfahrt, aber schmeckt dafür sicher um 200% besser! Das gleiche gilt für die anderen Zutaten. Lokales saisonales Gemüse ist immer besser, passender und oft auch frischer als Ware, die tausende Kilometer und Monate an Lagerzeit auf dem Buckel hat.
Ein Schweinsbraten braucht Zeit. Es ist nicht unendlich viel Zeit auf einmal, aber immer wieder ein wenig. Deswegen wird er schon am Vortag verbereitet.

Und nun zum Rezept! Viel Spaß beim Nachkochen! Und lassen Sie es sich gut schmecken!


Zutaten (4 Personen):
1 kg Schopf (unbedingt mit Schwarte!)
2 EL Schweineschmalz
¾ Liter Rindsuppe
6 Knoblauchzehen
3 Zwiebel
2 EL Senf
Salz
Pfeffer
Kümmel (1 TL gemahlen und 1 TL im Ganzen)
1 kg Erdäpfel (speckig)
1 Bund Suppengemüse

Zubereitung:
Am Vortag, mindestens 18 Stunden vor dem Braten, den Braten vorbereiten:
Die Schwarte mit einem scharfen Messer rautenförmig einschneiden. Vorsicht! Nicht ins Fleisch schneiden.

Aus Senf, drei zerdrückten Knoblauchzehen, gemahlenen Kümmel, Salz und Pfeffer nach Geschmack eine Paste rühren und das Fleisch damit einreiben. Die eingeschnittene Schwarte kann man zusätzlich ein wenig salzen. Gemeinsam mit einer in Scheiben geschnittenen Zwiebel, die man über dem Fleisch verteilt in einem zugedeckten Geschirr bis 30 Minuten vor dem Braten im Kühlschrank bereitstellen.

Das Backrohr auf 190° vorheizen und das Fleisch aus dem Kühlschranknehmen, damit es sich „aklimatisiert“ und nicht eiskalt ins Rohr kommt. Das Schmalz in den Bräter, und ca. die Häfte der Rindsuppe hinzu. Den Bräter in das sich vorheizende Backrohr.
In der Zwischenzeit die rohen Erdäpfel schälen, Zwiebel kleinschneiden, Suppengemüse würfeln und die restlichen drei Knoblauchzehen hacken.

Den Bräter (Vorsicht! Nun ist er heiß!) aus dem Rohr. Das Fleisch mit der Schwarte nach unten in den Bräter. Zwiebel, Erdäpfel samt Suppengemüse und Knoblauch rund um das Fleisch, das Fleisch mit dem Kümmel bestreuen und wieder ab ins Rohr damit.
Nach 30 Minuten den Braten mit der restlichen Rindsuppe begießen, den Schopf umdrehen, sodaß die Schwarte nach oben liegt. Auch bei den Erdäpfeln kann man ruhig einmal durchrühren, damit die oben liegenden dunkleren Stellen nach unten gedreht werden und sie gleichmäßiger garen.
Und weiter im Backrohr… Alle 15 Minuten einmal kurz mit dem entstandenen Saft begießen. Nach insgesamt 1 Stunde und 15 Minuten mit einem Fleischspieß anstechen: Wenn nur noch Saft, und kein Blut mehr austritt, ist der Braten (fast) fertig. Je nachdem, wie knusprig die Schwarte ist, wird die Oberhitze erhöht, so daß sie schön krachend knusprig wird.
Und das war ’s dann schon.

Das Fleisch und die wunderbar gegarten Erdäpfel heraus nehmen und anrichten. Der Saft müßte genau passen. – Wenn er noch zu dünn ist, rasch am Herd in einem Topf aufkochen und reduzieren. Dabei unbedingt die Bratenrückstände im Bräter mit verwerten und im Saft mitkochen!
Fertig!

Wir empfehlen dazu neben Stöckelkraut Erdäpfelknödel, Semmelknödel und natürlich ein kühles Bier.










Bilder:
Foto Schopf © www.freilaender.at
Foto Braten mit Knödel am Teller © wikimedia/Karl Schillinger cc by-sa 4.0

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