Österreichs SOFT COPS

Ein „Freund und Helfer“ zu sein, ist nicht immer einfach. Die Vielfalt der Aufgaben und die Unmenge an Einsatzfällen zwingt die Sicherheitsbehörden heute dazu, sich über besseres und effektiveres Sicherheitsmanagement und über ein Neuverteilen der Aufgaben Gedanken zu machen. Ein Bürger, der seinen Hund das große Geschäft auf einem Gehsteig machen läßt, ist ein unangenehmer und rücksichtsloser Zeitgenosse. Die ganze Geschichte eine Frechheit und Schweinerei! Aber ist das der passende Anlaß, um die Polizei – vielleicht mit Blaulicht und Folgetonhorn – anrücken zu lassen? Natürlich nicht. Denn die Polizei hat wirklich wichtigeres zu tun.



Doch an wen wendet man sich dann wirklich bei Vorfällen, die durchaus auch gesetzlich geregelt sind, das vernünftige und respektvolle Zusammenleben gefährden?
Diese Lücke schliessen in vielen Städten und im gesamten Burgenland spezielle Kontroll- und Überwachungsdienste, die im Volksmund oft einfach „Ordnungsdienst“ genannt werden.

Während in Innsbruck die sogenannte „Mobile Überwachungsgruppe“ diese Lücke zur eigentlichen Polizeiarbeit schließt, machen dies in Klagenfurt die Damen und Herren vom „Ordnungsamt“, die bspw. auch die Parkraumüberwachung nicht gebührenpflichtiger Zonen zu ihren Aufgaben zählen.

In Oberösterreich sind vor allem die Dienste der Landeshauptstadt Linz und von Wels bekannt. Nicht zuletzt auf Grund von Befürchtungen diverser Gegner dieser Einrichtungen. Doch diese Vorurteile und Ängste wurden zwischenzeitig zur Gänze entkräftet.
Die Ordnungsdienste in Linz und Wels gehen erfolgreich ihren Aufgaben nach und verbessern so das Zusammenleben der Menschen im städtischen Raum auf spürbare Weise. Ebenso in Graz, wo die „Ordnungswache“ schon seit 2007 ihren Dienst versieht.

Ganz andere Probleme hatte man zusätzlich im Burgenland. Weite Wege. Eine geringe Dichte an Polizeiposten.
Hier machte sich die Fachkompetenz des Sicherheitslandesrats mit Polizeierfahrung Tschürtz natürlich bezahlt und innerhalb eines Jahres wurde ein Netz mit „Sicherheitspartnern“ aufgebaut, die dazu beitragen, die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl, aber auch die Lebensqualität und das Bürgerservice für die Menschen im Burgenland zu verbessern.

Das System der „Soft Cops“ funktioniert österreichweit sehr gut und wird sicherlich auch in weiteren Städten bald Anwendung finden und eine „Sicherheitservicelücke“ schließen.



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