Von Thüringen und Sachsen nach Sachsen-Anhalt: Der unaufhaltsame Aufstieg der AfD und das Scheitern der Brandmauer

Die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen vom 1. September 2024 waren ein so offensichtliches Menetekel für die Altparteien. Sie zeigten unmißverständlich, wohin die Reise im Osten geht – und sie liefern den Maßstab für das, was sich am 6. September 2026 in Sachsen-Anhalt ereignen könnte. Dort steht die AfD unter Ulrich Siegmund bei 41% – 42%, die CDU bei mageren 22% – 24%. Der Vorsprung ist erdrückend. Wer die damaligen Ergebnisse nüchtern betrachtet, erkennt: Sachsen-Anhalt verspricht den nächsten, vielleicht entscheidenden Schritt.

Die AfD als stärkste Kraft – von knapper Zweitplatzierung zum klaren Sieger
In Thüringen triumphierte die AfD mit 32,8% und wurde erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik stärkste Kraft bei einer Landtagswahl. In Sachsen kam sie mit 30,6% nur knapp hinter der CDU (31,9%) auf den zweiten Platz. Beide Male legte sie zu – in Thüringen sogar um 9,4%-Punkte. Die Botschaft war klar: Die Wähler honorieren Klartext bei Migration, Sicherheit und der Ablehnung ideologischer Experimente.

In Sachsen-Anhalt ist dieser Trend nicht nur fortgeschrieben, er ist exponentiell gewachsen. Während die AfD 2021 noch bei knapp 21% lag, liegt sie nun doppelt so hoch. Ulrich Siegmund, der bodenständige Unternehmer und Fraktionschef aus der Altmark, verkörpert das, was in Thüringen Björn Höcke und in Sachsen die Landesverbände bereits angedeutet haben: eine Partei, die den Bürgern nicht mehr nur Opposition, sondern Regierungsfähigkeit anbietet. Die Zahlen aus 2024 waren Warnschüsse. 2026 könnte der Durchbruch folgen – möglicherweise sogar mit absoluter Mehrheit, falls SPD, Grüne, FDP oder BSW an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Die Brandmauer als selbstzerstörerisches Instrument
In Thüringen und Sachsen hielten die etablierten Parteien eisern an der Brandmauer fest. Das Ergebnis: In Thüringen entstand die skurrile „Brombeer-Koalition“ aus CDU, BSW und SPD unter Mario Voigt – eine Konstruktion ohne absolute Mehrheit, die von Anfang an unter dem Verdacht stand, den Wählerwillen zu umgehen. In Sachsen blieb die CDU unter Michael Kretschmer an der Macht, doch nur mit Mühe und unter Einbeziehung schwächelnder Partner. Die AfD wurde ausgesperrt, obwohl sie in beiden Ländern die mit Abstand dynamischste Kraft war.

Genau dieses Muster droht in Sachsen-Anhalt zu scheitern. Die CDU von Sven Schulze liegt hoffnungslos zurück. Interne Stimmen, darunter der Bürgermeister Bernd Prange mit seiner Spende von € 10.000,– an die AfD und dem offenen Aufruf zur AfD-Wahl, zeigen, dass die Brandmauer längst zum Kerker geworden ist. Sie hält nicht die AfD draußen, sondern die CDU gefangen. Während man in Thüringen und Sachsen noch mit BSW und SPD lavieren konnte, droht in Sachsen-Anhalt der Brandmaurer-Kollaps: Vier Kleinparteien zittern um den Einzug, und die CDU müsste sich mit Linken oder Grünen gemein machen, um eine Mehrheit gegen die stärkste Kraft zu basteln. Das wäre nicht Demokratie, sondern deren Perversion.

Das BSW – Störfaktor oder Steigbügelhalter?
2024 profitierte das Bündnis Sahra Wagenknecht massiv von enttäuschten Linken-Wählern und Unzufriedenen. In Thüringen kam es auf 15,8%, in Sachsen auf 11,8%. Es verhinderte klare Mehrheiten und zwang die CDU in unnatürliche Bündnisse. Doch schon damals zeigte sich: Das BSW ist kein stabiler Partner, sondern ein Störfaktor, der den Status quo künstlich verlängert.

In Sachsen-Anhalt liegt das BSW bei etwa 5% und könnte erneut zum Zünglein an der Waage werden. Sahra Wagenknecht hat signalisiert, man könne sich im dritten Wahlgang enthalten und so Ulrich Siegmund den Weg ebnen. Doch die AfD selbst will keine Minderheitsregierung. Siegmund fordert absolute Mehrheit – und die Umfragen machen sie greifbar. Während das BSW 2024 noch als „Anti-AfD-Versicherung“ diente, könnte es 2026 zum unfreiwilligen Steigbügelhalter werden. Die Lektion aus Thüringen und Sachsen lautet: Wer die AfD aussperrt, produziert nur labile, undemokratische und unpopuläre Konstruktionen.

Medien, Panik und der Bürgerwille
2024 reagierten die etablierten Medien und Parteien mit Panik: „Demokratie in Gefahr“, „Rechtsextremisten vor der Macht“. Doch die Wähler ließen sich nicht beirren. Die Wahlbeteiligung stieg massiv, und die AfD gewann vor allem von CDU und früheren Nichtwählern. In Sachsen-Anhalt wiederholt sich das Schauspiel auf höherem Niveau. Der „Spiegel“ stilisiert Siegmund zum „gefährlichsten Mann Deutschlands“, Komödianten und ehemalige DDR-Politoffiziere wettern, und die CDU droht mit Parteiausschlüssen gegen eigene Basispolitiker. All das wirkt wie unfreiwillige Wahlwerbung. Die Bürger in der Altmark, im Bördekreis und im Harz haben 2024 in den Nachbarländern gesehen, was passiert, wenn man den Willen ignoriert. 2026 dürften sie die Konsequenzen ziehen.

Der historische Moment
Thüringen und Sachsen 2024 waren der Durchbruch. Sachsen-Anhalt 2026 könnte die Vollendung sein. Dort, wo die AfD uneinholbar vorn liegt, wo ein junger, bodenständiger Spitzenkandidat wie Ulrich Siegmund die Bürger direkt anspricht und wo die Brandmauer sichtbar bröckelt, wird sich entscheiden, ob die Demokratie noch den Wählerwillen abbildet – oder ob sie hinter pseudomoralischen Mauern erstickt. Die Zahlen sprechen eine sehr klare Sprache. Die Erfahrung aus den Nachbarländern ebenfalls. Wer 2024 noch glaubte, man könne die AfD aussperren, wird 2026 eines Besseren belehrt werden. Die Wende im Osten ist keine Gefahr. Sie ist die Rückkehr zur Normalität.

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One thought on “Von Thüringen und Sachsen nach Sachsen-Anhalt: Der unaufhaltsame Aufstieg der AfD und das Scheitern der Brandmauer

  1. Jetzt gibt’s kalt/warm – die längst ausgedienten Altparteien zittern – die Mehrheit schöpft Hoffnung endlich die Tyrannen loszuwerden!

    https://mailchi.mp/compact-mail.de/die-grte-compact-offensive-aller-zeiten?e=0b5fd158e9

    „…56 Prozent trauen Parteien nicht mehr
    Nach der aktuellen Forsa-Umfrage kommt die AfD im Osten der Republik jetzt auf 43 Prozent. Damit liegt sie deutlich vor der Linken, die 16 Prozent erreicht. Die CDU folgt mit 13 Prozent. Grüne und SPD kommen jeweils auf neun Prozent. Alle übrigen Parteien bleiben unter der Fünf-Prozent-Marke, die FDP erreicht drei Prozent. Auch bundesweit liegt die AfD auf Platz 1, bei Forsa ausgewiesen mit 28 Prozent. Dahinter folgen CDU/CSU mit 21 Prozent und die Grünen mit 16 Prozent. SPD und Linke kommen jeweils auf zwölf Prozent. Die übrigen Parteien liegen weiterhin unter fünf Prozent.

    Besonders deutlich fällt das fehlende Vertrauen in die politischen Parteien aus. 56 Prozent der Befragten geben an, keiner Partei zuzutrauen, die Probleme in Deutschland lösen zu können. Dabei genießt die AfD mit 13 Prozent noch das größte Vertrauen. Die Union folgt mit elf Prozent, die Grünen kommen auf acht Prozent. SPD und Linke erreichen jeweils fünf Prozent.

    Auch die Bewertung der Arbeit von Bundeskanzler und CDU-Chef Friedrich Merz bleibt auf äußerst niedrigem Niveau. Lediglich 13 Prozent der Befragten äüßern sich zufrieden mit seiner Arbeit. 85 Prozent zeigen sich dagegen unzufrieden….“

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