
Das vielleicht interessanteste Diskussionsformat abseits von Mainstream und TV ist sicher diese mit dem Wirtschafts- und Politikwissenschaftler Mag. Ralph Schöllhammer, PhD, dem Markt- und Meinungsforscher Prof. Bernhard Heinzlmaier, sowie dem Journalisten und Politikkenner Richard Schmitt.
Die drei Herren verbindet die Gabe, hochkomplexe Themen auf einfache Nenner herunter zu brechen, ohne sie dabei zu simplifizieren.
Sehr lehrreich, sehr interessant, sehr informativ und gleichzeitig sehr unterhaltsam!
Heinzlmaier, Schöllhammer und Schmitt live im Gespräch über drei Themen, die es in sich haben:
Fake News beim Standard? – Die Story, die Sebastian Kurz mit Jeffrey Epstein verband, musste nach einer Klagsdrohung widerrufen werden; eine Geschichte über Wohnungsvergaben der FPÖ Oberösterreich bröckelte bei näherem Hinsehen – samt der Bezeichnung „Oppositionspartei“ für eine Partei, die dort in der Landesregierung sitzt. Die Drei fragen: Wie oft darf ein selbsternanntes Qualitätsmedium danebenliegen, bevor man es beim eigenen Lieblingswort nennen darf? Und wer kontrolliert eigentlich die Kontrolleure, während Millionen an Medienförderung fließen?
Gebührenerhöhung beim ORF? – Der Bund streicht dem ORF ab 2027 rund 93 Millionen Euro Zuschuss, mehr als acht Prozent des Budgets. Plötzlich stand eine Erhöhung des ORF-Beitrags von 15,30 auf bis zu 17 Euro im Raum – offiziell heftig dementiert –, und nun zieht der Küniglberg gegen die Kürzung vor den Verfassungsgerichtshof. Warum ist am Ende immer zuerst der Gebührenzahler dran? Was bekommt er für sein Geld – und was müsste ein öffentlich-rechtlicher Sender leisten, damit man ihn gerne bezahlt?
Problemkinder auf Luxusurlaub – Die Wiener Kinder- und Jugendhilfe (MA 11) schickt jugendliche Intensivtäter laut „Kurier“ seit Jahren auf wochenlange Auslandsaufenthalte: Madeira, Skandinavien, Mittelmeer. Ein 15-Jähriger verpasste 2023 seinen eigenen Prozess, weil er gerade im sechsmonatigen Insel-Camp auf Madeira war – Kostenpunkt rund 30.000 Euro. Die Stadt nennt es Pädagogik, Erfolgsnachweise kann sie keine vorlegen – während das Budget der MA 11 von 333 auf über 500 Millionen Euro gestiegen ist. Was ist hier Resozialisierung – und was blanker Hohn für alle, die sich den Familienurlaub vom Mund absparen?
Titel-/Vorschaubild: screenshot / Die Drei: Heinzlmaier – Schöllhammer – Schmitt
Das sind halt Intellektuelle vom alten Schlag – keine Pseudoschwätzer, was dieses Trio sagt, hat Hand und Fuß.
Hier ein Themenvorschlag:
Fünf Stunden musst Du arbeiten damit Du eine Stunde deiner Zeit bezahlen kannst !
Verwirrt ?
Versteht auch keiner- ist aber so !
Vergleicht man die Bruttokosten einer Arbeitsstunde in Österreich mit dem Nettostundenlohn der auf Eurem Konto landet, so müsst Ihr schon
5 Stunden arbeiten damit Ihr 1 Stunde eurer Leistung bezahlen könnt !
Pervers
Aber Realität
Bauarbeiter
Fachkraft
– das heisst abgeschlossene Berufsausbildung (Lehre) in einem baurelevanten Beruf, in der Regel positive Lehrabschlussprüfung
Am Auszahlungsjournal eines Bauunternehmen im Bundesland Wien ( ja – in Österreichs Bürokratieirrsinn ist die Berechnung in JEDEM Bundesland anders !
stehen folgende MINDESTSummen auf der
Lohnabrechnung
Facharbeiter Bau – Wien
(KV Baugewerbe/Bauindustrie ab 1.5.2026)
Grundlage
Facharbeiter II.b: 19,99 €/Stunde → 3.388,31 € brutto/Monat (169,5 Std.)
Annahmen: Vollzeit, nur KV-Mindestlohn, alleinstehend, keine Kinder, kein Pendlerpauschale, keine Überstunden/Zulagen, Wien
1. Arbeitnehmer-Seite
Bruttolohn 3.388,31 €
− Sozialversicherung DN
−644,46 €
− Lohnsteuer (geschätzt)
−395,00 €
Netto-Auszahlungsbetrag
2.348,85 €
2. Arbeitgeber-Kosten (inkl BUAK)
Pensionsversicherung DG
425,23 €
Krankenversicherung DG
128,08 €
Arbeitslosenversicherung DG
99,96 €
Unfallversicherung
37,27 €
IESG-Zuschlag
3,39 €
Wohnbauförderungsbeitrag Wien DG
25,41 €
Schlechtwetterentschädigungsbeitrag DG über ÖGK
23,72 €
Betriebliche Vorsorge / MVK
51,84 €
Dienstgeberbeitrag FLAF / DB
125,37 €
Zuschlag zum DB
12,20 €
Kommunalsteuer
101,65 €
Wiener U-Bahn-Steuer
8,00 €
BUAK-Zuschläge (Urlaub, Abfertigung, Winterfeiertage etc.)
ca. 1.250–1.400 €
Summe direkte Arbeitgeber-Nebenkosten inkl. BUAK
ca. 2.290–2.440 €
Gesamtkosten Arbeitgeber
(Brutto + Nebenkosten inkl. BUAK)
ca. 5.680–5.830 €
Pro Monat Pro Mann
Eine produktive Facharbeiterstunde kostet das Unternehmen in Wien aktuell rund 45 €.
Der reine KV-Lohn von 19,99 € macht davon nur ca. 44 % aus
– der Rest sind gesetzliche und kollektivvertragliche Nebenkosten !
Diese 45 € sind die Selbstkosten ohne Betriebsgemeinkosten, Geräte, Material und ohne UnternehmensGewinn
Daher liegt der Stundensatz der an den Kunden verrechnet wird üblicherweise deutlich höher bei ca 55–70 € netto
Dazu kommt natürlich nochmal 20 Prozent Umsatzsteuer auf ALLES die Privatpersonen in der Regel nicht geltend machen können = noch dazu schlucken müssen !
Fazit
Eine Stunde Arbeit eines „Fachmanns“ am Bau kostet im Schnitt 70 Euro !
Der Facharbeiter selbst findet jedoch nur 13,86 Euro pro geleisteter Arbeitsstunde auf seinem Kontoauszug !
Und da sind wir wieder am Anfang
Du musst FÜNF Stunden arbeiten um dir EINE Stunde deiner Arbeit leisten/bezahlen zu können !
Und das gilt natürlich für ALLE Branchen, ALLE Berufe, ALLE Bereiche der Dienstleistung !
Es ist Irrsinn
Es KANN nicht mehr funktionieren !
Wir haben es zugelassen dass das gesamte System zu einem Monster wurde, zu einer Perversion
Der Staat ist ein Monster geworden, dass fast 60 Prozent aller „Wirtschaftsleistung“ in Österreich ausmacht
= heisst unsere tatsächliche REALWIRTSCHAFT ist eigentlich nur ein Drittel dessen was wir uns als BIP selbst vorlügen
Unsere Arbeitsleistung kommt nur noch zu einem FÜNFTEL auf unserem Konto an, der Rest versickert und verschwindet im Schwarzen Loch des Systems !
Es kann nicht mehr so weitergehen
Es ist unleistbar, ungerecht- ja geradezu pervers was hier entstanden ist weil alle lebenslang weggesehen haben
Und das Ende dieses Systems kommt mit 1000 prozentiger Sicherheit
Die einzige Frage die noch offen ist –
Gelingt es uns gemeinsam in allerletzter Sekunde noch mit beiden Beinen auf die Bremse zu steigen und den Aufprall zu dämpfen ?
Oder knallen wir ungebremst an die Wand weil das System einer Mehrheit weiterhin das Märchen verkaufen kann, es sei alles nicht so schlimm und kleine Schritte wären ausreichend ?
Ich weiss es nicht
Ich werde aber immer pessimistischer