
Willkommen zu Alles Gute Österreich – dem Format, in dem wir uns anschauen, wie Politik, Medien und Macht in Österreich oft enger miteinander verbunden sind, als man offiziell zugeben möchte.
Im aktuellen Video sprechen wir über den nächsten großen Streit rund um Postenbesetzungen, Machtstrukturen und den ORF. Während rund um den Wöginger-Prozess erneut diskutiert wird, wie selbstverständlich Parteien in Österreich bei Personalentscheidungen mitmischen, steht gleichzeitig die nächste ORF-Wahl bevor – und scheinbar kennt man den Favoriten bereits, bevor überhaupt offiziell Kandidaten präsentiert wurden. (diepresse.com) (derstandard.at)
Dazu kommt die Grundsatzfrage:
Hat Österreich überhaupt noch Reformwillen – oder verwaltet sich das politische System längst nur noch selbst?
Denn genau darüber wird mittlerweile auch öffentlich diskutiert. Im Podcast Streitwert von Zusammenstärker sprechen Stephan Zöchling und Corinna Milborn offen darüber, ob die Postenbesetzungen im ORF nicht längst ein strukturelles Problem darstellen und ob die politischen Netzwerke innerhalb des Landes überhaupt noch ernsthaft aufgebrochen werden können.
Auch der Fall rund um ÖVP-Klubchef August Wöginger wirft erneut ein Schlaglicht auf die politische Kultur des Landes. Kritiker sehen darin keinen Einzelfall, sondern ein System aus Freunderlwirtschaft, Parteibuchlogik und gegenseitiger Absicherung. (profil.at)
In unserem Kommentar sprechen wir deshalb über:
* Warum parteinahe Netzwerke in Österreich scheinbar nie verschwinden
* Weshalb der öffentlich-rechtliche Rundfunk immer stärker unter Glaubwürdigkeitsdruck gerät
* Und warum viele Menschen längst das Gefühl haben, dass Reformen zwar angekündigt, aber niemals wirklich umgesetzt werden
Denn egal ob ORF, Ministerien oder staatsnahe Betriebe:Wenn Posten wichtiger werden als Kompetenz, verliert am Ende die Bevölkerung das Vertrauen in Politik und Medien gleichermaßen.
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