
(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten
Ein Kommentar.
Sehr geehrte Damen und Herren, sollten Sie heute die Behandlung der „causa prima“, der schrecklichen Tode von Patienten in österreichischen Krankenhäusern erwarten, werden Sie enttäuscht sein. Das ist kein Thema für einen frechen und zumindest mit ein wenig Humor umschmeichelten Kommentar. Das Thema ist ernst. Zu ernst.
Auf einen Punkt, der viele politisch Interessierte vielleicht verwundern mag, gebracht:
Mit der von der seinerzeitigen Ministerin Hartinger-Klein begonnenen Reform der Kassen und des Gesundheitswesens, wären diese schrecklichen Fälle wahrscheinlich nicht passiert. Schwerpunkt der Reform war die Verlagerung des Hauptaugenmerks weg von der Verwaltung, weg vom Papierkram, weg von der Administration hin zur Arbeit am Patienten. Bundesweite Vereinheitlichung und Vereinfachung der Kommunikation. Dadurch wären mittelfristig, nachdem die mehrfachen Strukturen ausgelaufen wären, auch einmal – im Vergleich zum vorherigen Zustand – Kosten eingespart worden, bei gleichen bis besseren Behandlungsstandards. Das hätte natürlich auch bedeutet, daß der monströs angewachsene Verwaltungsapparat, in den SPÖ und ÖVP ihre Leute zur Versorgung abstellten, geschrumpft wäre. Keine Versorgungsjobs über die Partei mehr!
Es waren die zwei „unabhängigen“ Gesundheitsminister (mit einer gewissen SPÖ-Nähe) im Kabinett Bierlein und drei völlig mit der Materie überforderte grüne Gesundheitsminister, die erst das dringend wichtige Reformprojekt stoppten, und dann schließlich zerschlugen. Hinzu kommt die grüne Politik der Vertreibung von Ärzten und Pflegepersonal aus den Gesundheitseinrichtungen im Zuge des völlig außer Rand und Band geratenen Corona-Regimes.
In einer eindringlichen Pressekonferenz 2023 warnte der Linzer Gesundheitsstadtrat Dr. Michael Raml vor haargenau solchen Vorkommnissen, wie sie nun eintraten. Er wurde nicht gehört. Wahrscheinlich, weil er – genauso wie Hartinger-Klein – aus der FPÖ kommt.
Und man will lieber weiter das Narrativ verbreiten, daß die Blauen an Allem Schuld hätten, wenn wieder einmal etwas schiefläuft im Land.
Nein, geschätzte Leserinnen und Leser, drei grüne Gesundheitsminister haben das zuvor auf Spitzenniveau arbeitende System ruiniert. Die ÖVP hat dabei untätig zugesehen und die SPÖ hat auch noch applaudiert.
Was die Mediziner und die Damen und Herren der Pflege heute noch in Österreichs Gesundheitssystem leisten, ist bewundernswert und grandios! Sie verdienen eine andere Politik, andere Minister.
Doch nun zum eigentlichen Kommentar zu diesem Sonntag:
Räusper…
Sehr geehrte Damen und Herren, wir leben in einem Land, das vieles kann – vor allem aber das Falsche richtig. Österreich hat die Quadratur des Kreises vollbracht: Arbeitslosigkeit bei gleichzeitigem Arbeitskräftemangel. Ein Paradoxon, das in seiner grotesken Schönheit fast schon bewundernswert wäre, wäre es nicht zugleich ein Menetekel nationalen Versagens. Während Betriebe verzweifelt nach Fachkräften suchen, wächst die Zahl jener, die es sich in der sozialen Hängematte gemütlich gemacht haben – und das in einem Staat, der von seiner wirtschaftlichen Vitalität lebt.
Doch statt über Lösungen nachzudenken, zieht man die ideologische Karte: Mehr Quoten, mehr Bürokratie, mehr moralische Belehrung. Kurz: weniger Realität. Die politische Linke, die sich einst der sozialen Frage verschrieben hatte, verwechselt heute Arbeitsmarktpolitik mit Volkserziehung. Die Folge: ein Land, das auf allen Ebenen der Produktion und des Verstandes zugleich ins Stottern gerät.
Die Quadratur des Kreises am österreichischen Arbeitsmarkts
Österreich hat etwas geschafft, das eigentlich nicht möglich ist: Es fehlen Menschen, die arbeiten wollen, und gleichzeitig gibt es Menschen, die Arbeit suchen. Man könnte meinen, es handle sich um ein Koordinationsproblem – doch in Wahrheit ist es ein Systemfehler. Jahrzehntelang hat man in politischen Sonntagsreden die Tugend der Arbeit gepriesen, während man werktags daran arbeitete, sie unattraktiv zu machen.
Die Löhne stagnieren, die Abgaben explodieren, die Bürokratie wuchert. Wer heute in Österreich eine Firma führt, wird behandelt, als sei er der natürliche Feind des Gemeinwohls. Und wer arbeitet, darf erleben, dass Leistung nicht belohnt, sondern bestraft wird. Das Schlagwort vom „leistungsfeindlichen System“ ist längst keine rechte Polemik mehr, sondern nüchterne Realität.
Der Staat hat sich selbst in ein Netz aus Subventionen, Sozialtransfers und Kontrollfantasien verstrickt. Die Anreize sind so gesetzt, dass Untätigkeit rentabler wird als Arbeit. Und wer sich dann wundert, dass Betriebe keine Lehrlinge finden und Krankenhäuser keine Pflegekräfte, sollte nicht über den demografischen Wandel klagen, sondern über die politische Infantilisierung eines ganzen Landes.
Corona – die Zäsur des gesunden Menschenverstands
Die Corona-Jahre haben mehr zerstört als Volkswirtschaften – sie haben das Vertrauen in Normalität zerlegt. Ganze Branchen, allen voran die Gastronomie, wurden in diesen Jahren regelrecht entvölkert. Menschen, die jahrzehntelang in Österreich gearbeitet hatten, wurden mit Grenzsperren, Testpflichten und moralischer Bevormundung aus dem Land getrieben. Viele von ihnen fanden in Nachbarländern neue Perspektiven – und blieben dort.
Heute, da die Wirte, Hoteliers und Bäcker verzweifelt nach Personal suchen, steht man vor dem Scherbenhaufen dieser Politik. Fachkräfte, die einst als verlässliches Rückgrat des Dienstleistungssektors galten, sind unwiederbringlich verloren. An ihre Stelle treten Teilzeitphantome, Quereinsteiger mit pädagogischer Schulung und jene mysteriösen „Fachkräfte von morgen“, die angeblich irgendwo in Integrationskursen heranwachsen – leider nur in den Phantasien ihrer politischen Erfinder.
Energie, Rohstoffe und der Preis der Moral
Zur Wahrheit gehört auch: Wer produziert, braucht Energie. Und wer Energie braucht, braucht politische Vernunft. Beides ist in Österreich mittlerweile Mangelware. Die Energiepreise sind kein Naturereignis, sondern das Ergebnis einer Außenpolitik, die glaubt, Moral könne die Physik ersetzen.
Während man sich in Wien und Brüssel in antirussischer Tugendhaftigkeit überbietet, steigen die Produktionskosten ins Unermessliche. Jene, die sich noch an den Begriff „Neutralität“ erinnern, werden als gestrige Träumer verlacht. Doch die Realität ist unbestechlich: Österreich ist rohstoffarm, energieabhängig – und zugleich stolz darauf, seine Lieferanten zu beleidigen.
Das Resultat: Betriebe schließen, Industrien wandern ab, Arbeitsplätze verschwinden. Der Staat reagiert darauf nicht mit Kurskorrektur, sondern mit moralischer Überhöhung. Man friert für den Frieden, man zahlt für die Demokratie, man schweigt für Europa. Ein teures Schweigen, das viele bald nicht mehr bezahlen können.
Migration als Allheilmittel – oder: das Märchen von den Ingenieuren
2015 versprach man uns Heerscharen von Ärzten, Ingenieuren und IT-Spezialisten. Was kam, waren Menschen – viele davon ohne Ausbildung, ohne Sprachkenntnis, ohne jede realistische Chance auf Integration. Das wäre an sich kein moralisches, sondern ein organisatorisches Problem gewesen – hätte man den Mut gehabt, die Wahrheit auszusprechen. Doch stattdessen flüchtete man sich in die Beschwichtigungsrhetorik des Gutmenschentums.
Heute, zehn Jahre später, wissen wir: Der Arbeitsmarkt ist nicht reicher, sondern ärmer geworden. Die Statistik verschleiert, was die Betriebe täglich erleben – mangelnde Qualifikation, fehlende Sprachkompetenz und eine Integrationspolitik, die sich mit Symbolpolitik begnügt.
Selbst dort, wo Integrationswilligkeit vorhanden wäre, scheitert das System an seiner eigenen Überforderung. Es fehlt an geeigneten Kursen, an qualifizierten Lehrern, an Strukturen. Aber das größte Defizit liegt in der Ehrlichkeit. Denn ein Analphabet wird nicht zum Techniker, indem man ihm eine Broschüre auf Englisch reicht.
Die Sprachverwirrung der Ideologen
Und damit sind wir bei der neuen Modeerscheinung der Migrationsforschung angelangt: der sprachlichen Kapitulation. Frau Judith Kohlenberger, die selbsternannte Migrationsexpertin und moralische Instanz der Willkommenskultur, verkündet nun öffentlich, es sei an uns Einheimischen, uns sprachlich anzupassen. Deutsch, so die These, sei kein Muss mehr.
Sie beruft sich auf internationale Unternehmen, in denen Englisch gesprochen wird – und übersieht dabei, dass diese Unternehmen keine Integrationskurse, sondern Hochtechnologiebetriebe sind, in denen promovierte Ingenieure arbeiten, nicht aber Menschen, die ihren eigenen Namen kaum lesen können.
Der Anspruch, Deutsch zu sprechen, wird von ihr als „Fetisch um die Landessprache“ bezeichnet. Das ist kein Versprecher, sondern Programm: Sprache als Problem, nicht als Lösung. Kultur als Hindernis, nicht als Heimat.
Man mag über diese These lachen – bis man bemerkt, dass sie längst in politische Programme einfließt. Der Verzicht auf sprachliche Integrität wird als Fortschritt verkauft, als Akt der Offenheit, als Zeichen von Modernität. In Wahrheit ist es kultureller Selbstmord mit akademischem Feigenblatt.
Wenn Ideologie die Realität ersetzt
Das Tragische an der österreichischen Arbeitsmarktpolitik ist nicht, dass sie scheitert – das wäre korrigierbar. Tragisch ist, dass sie gar nicht mehr versucht, zu funktionieren. Sie dient längst nicht mehr dem Ziel, Menschen in Arbeit zu bringen, sondern der moralischen Selbstvergewisserung einer politischen Klasse, die sich lieber für ihre Haltung applaudiert, als für Ergebnisse verantwortlich zu sein.
Der Arbeitsmarkt ist dabei nur das sichtbarste Symptom eines tieferliegenden Problems: der Entkopplung von Politik und Realität. An die Stelle von Verantwortung tritt Pose, an die Stelle von Leistung tritt Moral. Man will nicht mehr gestalten, sondern gefallen – und wer sich dieser Ästhetik der Selbsttäuschung verweigert, gilt als populistisch.
Die Bilanz eines Landes im Selbstgespräch
Was bleibt, ist ein Land, das sich in Widersprüche verheddert. Man ruft nach Fachkräften, aber vertreibt sie. Man preist die Integration, aber verweigert die Sprache. Man fordert Neutralität, aber führt Wirtschaftskriege. Man klagt über die Kosten, aber verordnet sich selbst moralische Aufschläge.
Österreich ist zu einem Ort geworden, an dem Vernunft verdächtig wirkt und Pragmatismus als Zynismus gilt. Doch ein Land, das sich weigert, die Realität zu sehen, kann sie nicht verändern.
Ein Ausblick – oder die Rückkehr des Hausverstands
Es wäre leicht, in Resignation zu verfallen. Doch noch ist nicht alles verloren. Was es braucht, ist nicht mehr Geld, sondern mehr Mut. Nicht mehr Programme, sondern mehr Ehrlichkeit. Österreichs Zukunft hängt nicht von Verordnungen, sondern von Vernunft ab.
Ein Staat, der seine Arbeitenden achtet, seine Unternehmer unterstützt und seine Sprache schützt, hat nichts zu fürchten. Doch ein Staat, der glaubt, Moral ersetze Kompetenz, wird beides verlieren.
Sehr geehrte Damen und Herren, der österreichische Arbeitsmarkt ist keine Naturkatastrophe, sondern das Produkt politischer Eitelkeit. Und solange Ideologen den Taktstock führen, wird aus dem Konzert der Arbeit kein harmonisches Werk – sondern eine Kakophonie der Realitätsverweigerung.
Fazit:
Wer die Sprache aufgibt, verliert mehr als Worte. Wer die Arbeit entwertet, zerstört den Wohlstand. Und wer Ideologie über Vernunft stellt, ruiniert beides – Sprache und Arbeit. Österreich hat das Kunststück vollbracht, beides zugleich zu verlieren. Die Frage ist nur: Wie lange noch, bis wir es merken?
So nebenbei bemerkt: Neuwahlen wären die anständigste und eleganteste Lösung!
Wir wünschen Ihnen einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie zuversichtlich!
Bleiben Sie uns gewogen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!
Es gibt keinen Fachkräftemangel! Was für Deutschland gilt, gilt auch für Österreich:
https://www.dw.com/de/es-gibt-keinen-fachkr%C3%A4ftemangel/a-64633517
Der Staat ist der schlechteste Verwalter, der schlechteste Problemlöser – Beispiel Gesundheitssystem:
Das Gesundheitssystem ist eine Versicherung und muss versicherungsmathematisch analysiert werden. Auf einen einfachen Nenner gebracht: Wer in die Versicherung (Krankenkassenbeitrag) einzahlt, hat Anspruch auf Versicherungsleistungen (Gesundheitssystem) – alle Nichtbeitragszahler nur auf Notversorgung! Es kann nicht sein, dass es ein kostenloses Vollkaskosystem Österreichs gibt, für alle Sozialmigranten! Aber auch diese derzeitige Versicherung gehört nach Zahlung/Leistung gestaffelt angeboten. Wer etwa eine gefährliche Sportart (klettern – aber auch Fußball etc.)ausübt, muss eine Zusatzprämie bezahlen, denn wie kommt die Masse der Beitragszahler dazu, für alle Nichtbeitragszahler und alle nicht alltäglichen, nicht allgemein üblichen Versorgungen zu bezahlen? Schluss mit kostenlosem Vollkaskostaat – keine Susi-sorglos Geschenke!
Beim AMS ist es gleich – Arbeitslosengeld ja, aber beschränkt – ich kann sofort dutzende Stellen in Gastronomiebetriebe für leistungswilliges Personal vermitteln – vielleicht etwas vom Wohnort entfernt, aber da ist eben Flexibilität der mündigen Bürgers gefordert – Subsidiarität und nicht staatliche Vollversorgung und somit auch Entmündigung!
Ephraim Kishon schrieb unter „Bevölkerungsschichtwechsel“ vor vielen Jahren, dass er bei seinem Urlaub in Tirol alle Sprachen der Welt hört, nur nicht Deutsch. Wir holen Kellner aus Polen, Köche aus der Türkei nach Österreich, diesen Menschen muten wir den weiten weg zu ihren Arbeitsplätzen zu, aber einen Wiener nach Linz zu vermitteln – unzumutbar und erst das „work-life-balance“ Gefühl, nein das geht nicht.
Der Psychologe Rüdiger Maas analysiert das in „Generation arbeitsunfähig“ und „Generation lebensunfähig“ – Fazit: ich würde meinen Betrieb nach Ungarn verlagern!
„Die jungen Menschen von heute haben keine Lust, sich so zu schinden wie einst die „Boomer“. Überstunden und permanente Erreichbarkeit sind für sie keine Option.“ –
https://www.blinkist.com/de/books/generation-arbeitsunfahig-de
Teilweise sind natürlich manche der „Generation Z“ einfach dekadent und untauglich, wie OE 24 berichtet: „Junge Männer: Tauglichkeitsproblem beim Bundesheer. Jeder dritte junge Mann wird beim ersten Anlauf nur teil- oder untauglich für Bundesheer oder Zivildienst.“ Dieser Trend verstärkt sich, denn „mens sana in corpore sano“ ist heute rechtsradikal und behindertenfeindlich – also durchaus nicht erstrebenswert. Jeder Unternehmer, der in Österreich etwas aufbaut ist ein Held und verdient die Verleihung einer Tapferkeitsauszeichnung!
Erstmals seit der Finanzkrise 2009 rechnen die Insolvenzexperten damit, dass die Zahl von 7000 Insolvenzen übertroffen wird. Den stärksten Zuwachs verzeichnen das Burgenland (+60 %), Vorarlberg (+54 %) und Salzburg (+31 %).