
Christian Stocker wollte auf seiner Sommertour offenbar Fragen beantworten – und lieferte dabei unfreiwillig das politische Thema der Woche. Seine Aussage, Kinderbetreuung sei für ihn keine Arbeit, sorgte für heftige Kritik und eine Entschuldigung des Bundeskanzlers.
Aber war wirklich nur Stockers Antwort problematisch? Wir schauen uns in dieser Ausgabe von Alles Gute Österreich genauer an, was hinter der Debatte steckt: Wie viel unbezahlte Arbeit leisten Frauen und Mütter tatsächlich? Und wie belastbar ist die immer wieder genannte Zahl von 96 Stunden pro Woche?
Der STANDARD verweist dabei auf Daten der Statistik Austria: Frauen unter 65 leisten im Schnitt rund 30 Stunden unbezahlte Arbeit pro Woche, Männer knapp 17 Stunden. Bei Müttern liegt der Aufwand noch höher. Und selbst wenn Frauen genauso stark erwerbstätig sind wie ihre Partner, übernehmen sie laut Statistik Austria weiterhin rund zwei Drittel der Hausarbeit.
Wir sprechen außerdem über die Frage, warum Kinderbetreuung, Pflege und Haushalt gesellschaftlich so selbstverständlich vorausgesetzt werden – und warum die politische Diskussion viel zu oft erst dann beginnt, wenn ein Kanzler einen besonders unglücklichen Satz sagt.
Und dann drehen wir den Spieß einmal um: War Stockers „Kinderbetreuung ist keine Arbeit“-Sager vielleicht sogar der perfekte politische Ablenkungsmanöver? Denn plötzlich reden alle über den Kanzler – und deutlich weniger über andere politische Baustellen.
Alles Gute Österreich – bissig, satirisch und garantiert nicht als Kinderbetreuung anerkannt.
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Der Stocker tut mir fast leid, denn wer Kinderliebe als Arbeit ansieht, der muß eigentlich „Ehepflichten“ (Liebesarbeit?) als Prostitutionsarbeit ansehen. Arbeit ist gleich Kraft mal Weg – so die physikalische Definition – und da kann man auch alle Freizeitaktivitäten als Arbeit definieren – arme, hedonistische Gesellschaft!
Kinder können wir uns nicht leisten?
Kinder seien zu teuer. Das hört man inzwischen fast täglich. Wohnen sei zu teuer, Kinderbetreuung koste zu viel, die berufliche Karriere lasse sich mit Familie kaum vereinbaren. Also müsse man auf Kinder verzichten.
Merkwürdig ist nur, wofür gleichzeitig sehr wohl Geld vorhanden ist:
Österreich hat rund zwei Millionen Katzen und mehr als 750.000 registrierte Hunde. Milliarden werden für Futter, Tierärzte, Pflege, Training und Betreuung ausgegeben. Dazu kommen die ganz normalen menschlichen Süchte: Rund 370.000 Österreicher gelten als alkoholabhängig, etwa eine Million konsumiert Alkohol in gesundheitsschädlichem Ausmaß. Für Tabakwaren werden jährlich Milliarden ausgegeben; allein 2024 wurden rund 12,5 Milliarden Zigaretten geraucht. Und beim Glücksspiel verschwinden ebenfalls Milliarden im Markt – während eine erhebliche Dunkelziffer problematischer und pathologischer Spieler anzunehmen ist.
Natürlich sind nicht jeder Hundebesitzer, jeder Raucher, jeder Biertrinker oder jeder Lottospieler „süchtig“. Genau diese Differenzierung ist wichtig. Aber die Größenordnung zeigt eines ganz deutlich:
Geld ist in unserer Gesellschaft vorhanden.
Was sind uns Kinder noch wert?
Wir finanzieren Haustiere, Genussmittel, Unterhaltung und zahllose Formen des Konsums. Wir geben Geld aus, um uns kurzfristig Freude, Ablenkung oder Befriedigung zu verschaffen. Für einen Hundesitter wird bezahlt, für die Hundepension im Urlaub, für Zigaretten, Alkohol, Rubbellose und Wetten.
Aber ein Kind bedeutet etwas anderes: Es verlangt nicht nur Geld, sondern Zeit, Verzicht, Geduld und vor allem eine Verpflichtung für Jahrzehnte.
Vielleicht liegt genau hier der Kern unseres demografischen Problems.
Wir haben nicht vergessen, wie man Geld ausgibt. Wir haben vergessen, wofür es sich lohnt, Verantwortung zu übernehmen.
Und während wir darüber diskutieren, ob wir uns die nächste Generation noch leisten können, schrumpft eben diese Generation weiter.
Das ist keine Frage des Wohlstands allein – es ist eine Frage der Prioritäten.
Betrachten wir einmal, wohin das Geld tatsächlich fließt:
Österreichische Haushalte geben durchschnittlich 4.170 Euro im Monat aus. Rund 484 Euro entfallen auf Ernährung und alkoholfreie Getränke, weitere 276 Euro auf Gastronomie und Beherbergung. Das sind zusammen mehr als 9.000 Euro im Jahr.
Dazu kommen Haustiere, für die Milliarden ausgegeben werden. Hunde werden zum Friseur gebracht, Katzen bekommen Spezialfutter, Tiere werden trainiert, betreut und während des Urlaubs in Pensionen untergebracht.
Und dann das alltägliche Konsumverhalten.
Österreich verfügt über hervorragendes Trinkwasser aus der Leitung. Trotzdem werden jährlich rund 74 bis 86 Liter Mineralwasser pro Kopf gekauft. Flaschen werden nach Hause geschleppt, obwohl das Wasser aus dem Wasserhahn praktisch kostenlos und jederzeit verfügbar ist.
Dazu kommen Limonaden, Energydrinks, Eistees und andere gesüßte Getränke. Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist dieser Konsum gesundheitlich nicht bedeutungslos; die AGES untersucht deshalb regelmäßig den Zucker- und Koffeingehalt solcher Produkte.
Und gekocht wird auch immer weniger selbstverständlich. Fertiggerichte, Lieferdienste, Fast Food und Essen außer Haus ersparen Zeit und Arbeit – kosten aber entsprechend. Gleichzeitig landen in Österreich jährlich bis zu 157.000 Tonnen Lebensmittel aus privaten Haushalten im Abfall. Lebensmittel im Wert von mehreren hundert Euro pro Haushalt werden damit im wahrsten Sinne des Wortes weggeworfen.
Natürlich ist nichts davon allein verwerflich. Ein Mineralwasser ist kein Luxusverbrechen, ein Restaurantbesuch keine Verschwendung und ein Fertiggericht keine moralische Katastrophe.
Aber die Summe erzählt eine andere Geschichte:
Wir leisten uns Hunde und Katzen. Wir leisten uns Zigaretten, Alkohol und Glücksspiel. Wir leisten uns Lieferdienste, Restaurantbesuche, Fertiggerichte, Energydrinks und abgefülltes Wasser, obwohl es aus der Leitung kommt.
Und dann erklären wir jungen Menschen: Für Kinder ist kein Geld da.
Was kosten uns die Migranten und die Kinder dieser kulturfernen Invasoren????? – aber das ist eine andere, noch viel traurigere Geschichte!
Die kriminellen Zuwandererkinder sind uns Millionen wert – klar!
https://www.heute.at/s/urlaub-fuer-jugendstraftaeter-pro-tag-1400-euro-120236192
Österreich leistet sich Abtreibungen – man glaubt es kaum:
Zeitraum geschätzte Morde an ungeborenen Kinder in Österreich
1 Jahr 25.000–30.000
5 Jahre 125.000–150.000
10 Jahre 250.000–300.000
20 Jahre 500.000–600.000
Dafür wird die Eroberungsmigration lustvoll legalisiert – damit der Untergang nicht illegal vollzogen wird!
https://www.derstandard.at/story/3000000335277/einbuergerungen-im-ersten-halbjahr-um-fast-ein-fuenftel-gestiegen
Und damit das Morden länger legal ist –
https://www.die-tagespost.de/politik/abtreibung-bis-zur-geburt-art-277777