
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Leserinnen und Leser, es gibt Jahre, in denen die Republik im Wahlfieber taumelt, und es gibt Jahre, in denen sie scheinbar zur Ruhe kommt. 2026 gehört unzweifelhaft zur zweiten Kategorie – zumindest auf dem Papier. Zwei reguläre Wahlen stehen an, beide kommunal, beide überschaubar: St. Pölten und Graz. Wer daraus politische Bedeutungslosigkeit ableitet, beweist vor allem eines: mangelndes Gespür für die feinen, aber verheerenden Verschiebungen im politischen Untergrund.
Denn lokale Wahlen sind längst keine lokalen Angelegenheiten mehr. Sie sind das Ventil für bundespolitischen Unmut, das Korrektiv für überhebliche Parteizentralen und das stille Referendum über Regierungen, die sich selbst längst nicht mehr zuhören.
Kommunale Urnen als Bundesabstimmung
Es ist alles andere als abwegig, daß diese beiden Gemeinderatswahlen zu handfesten Abrechnungen mit den Regierungsparteien auf Bundesebene werden. SPÖ und ÖVP werden sich – mit hoher Wahrscheinlichkeit – auch diesmal nicht mit Ruhm bekleckern. Wer zwischen Wien, Parteizentralen und PR-Strategien pendelt, verliert irgendwann den Blick für das Pflaster vor der eigenen Haustür. Genau dort aber wird gewählt.
Die Wähler nutzen solche Gelegenheiten gern, um ihren Unmut gefahrlos zu deponieren. Kein Kanzleramt steht zur Disposition, kein Bundespräsident – aber die Quittung fällt dennoch spürbar aus.
St. Pölten: Das Ende der Gewißheiten
In St. Pölten steht ein politisches Monument zur Disposition: die absolute Mehrheit der SPÖ. Sie wird – so viel darf man prognostizieren – fallen. Vielleicht leise, vielleicht polternd, aber fallen wird sie. Ob ÖVP und Neos daraus Kapital schlagen können, ist hingegen zweifelhaft. Begeisterung sieht anders aus.
Ganz anders die Freiheitlichen: 2021 noch schwer abgestraft, treten sie nun als klassische Comeback-Partei an. Die Zeichen stehen auf massiven Zugewinnen, erdrutschartig, wie man früher sagte, als man sich noch traute, Dinge beim Namen zu nennen. Politik kennt kein Vakuum – und enttäuschte Wähler bleiben selten zu Hause.
Graz: Ideologie trifft Realität
In Graz wiederum stellt sich die Frage, ob die Kommunisten ihre einstige Sonderstellung behaupten können. Die Euphorie von 2021 ist verflogen, der Alltag hat Einzug gehalten – samt Kassensturz. Die seinerzeit beinahe inquisitorische Verfolgung der Freiheitlichen ist weitgehend verpufft, viele der schwerwiegendsten Vorwürfe sind in sich zusammengefallen.
Graz ist zudem die Landeshauptstadt des einzigen freiheitlich regierten Bundeslandes. Das bleibt nicht folgenlos. Veränderung liegt in der Luft – doch profitieren werden davon wohl weder ÖVP noch SPÖ noch Neos. Sie wirken wie Zaungäste eines Spiels, dessen Regeln sie längst nicht mehr bestimmen.
Die Kommunisten hingegen werden sich mit ihrer zukunftsvergessenen Schuldenpolitik auseinandersetzen müssen. Ideologische Romantik zahlt keine Rechnungen – und Gemeinderäte schon gar nicht.
Die Botschaft der kleinen Wahlen
Diese beiden Wahlen mögen klein erscheinen. In Wahrheit sind sie Seismographen. Sie messen die politische Spannung im Land präziser als manch bundesweite Sonntagsfrage. Wer genau hinsieht, erkennt: 2026 wird kein ruhiges Jahr. Es wird ein Vorbote.
Wir täten gut daran, diese Zeichen ernst zu nehmen. Denn manchmal beginnt der politische Umbruch nicht mit einem Donnerschlag, sondern mit zwei unscheinbaren Kreuzen auf kommunalen Stimmzetteln.
Stalingraz – warum dürfen Kommunisten mit ihrer Vergangenheit und Schreckensideologie in Österreich überhaupt zu einer Wahl antreten? Ist das nicht ebenfalls Wiederbetätigung? Auch die Grünen fallen unter Linksfaschismus!
Ist eine „Diktatur des Proletariats“ demokratisch und steht so eine, historisch doch ziemlich negativ belastete, Ideologie demnach nicht außerhalb des Verfassungsbogens?
Kommunismus steht für umfassende Gütergemeinschaft und Gleichheit der Lebensbedingungen aller Gesellschaftsmitglieder und das auch noch als Endzustand der zwangsläufigen Entwicklung als angestrebtes Ziel. Dieses wird von den Marxisten allerdings nicht demokratisch-evolutionär, sondern militant-revolutionär herbeigeführt – wie die Geschichte in traurigster Weise bestätigt.
Es stört also unsere nationalen Kommunisten in keiner Weise, dass ihre Genossen, die internationalen Bolschewiken, auf ihrem revolutionär angestrebten Endziel zur totalen Gleichmacherei der Menschen eine Blutspur durch die ganze Welt gezogen haben, mit mindestens 100 Millionen Toten. Aber die Fakten, die im „Schwarzbuch des Kommunismus“ aufgezeigt werden, relativiert man, weil eben nicht sein kann, was nicht sein darf.
Interessant daran ist, dass eine linke Leugnung von Völkermorden nicht strafbar ist und so scheinen diese 100 Millionen Ermordeten direkt als eben hinzunehmende Kollateralschäden dialektisch-marxistisch aufgearbeitet worden zu sein. Die Betroffenen allerdings sehen das anders und so wird etwa in der Ukraine sehr wohl heute noch des „Holodomors“ als Völkermord gedacht. Millionen „Kulaken“ und bourgeoise „Parasiten“ wurden systematisch von Stalins Schergen dem Verhungern preisgegeben.
Dass auch Millionen Menschen, die sich nicht gleichmachen lassen wollten, in Konzentrationslagern – den berüchtigten „Gulags“ – verschwanden, hört man heute auch nicht gerne.
Marxistisch korrekt darf aber wohl eher die neurotische Erbschuldpsychose der ewigen Nazigeschichten immer wieder thematisiert werden. So lenkt man davon ab, dass diese ehrbaren Kommunisten alle ihre „Bruderländer“ und missliebigen Unangepassten mit brutaler Gewalt gleichgemacht haben.
Dennoch werden weiterhin Linksparteien gewählt. Und so werden auch diesmal wieder einige ewiggestrige Linksfaschisten der KPÖ ihre Wählerstimme geben, vergessend wie hart das demokratische Wahlrecht erkämpft worden ist. Aber es gilt als chic, mit dem Konterfei von Massenmördern, wie Lenin, Mao oder Che Guevara herumzulaufen. Ich stelle mir gerade vor, wenn genauso andere Diktatoren stolz die Brust mancher politischer Idioten zieren würden.
Der Film „Sowjet – Story“ sei allen Linkswählern empfohlen, nicht nur den Kommunisten, auch den Grünen (eigentlich bürgerliche Radikalmarxisten) und den Sozis – kniete doch einst der ehemalige Bundeskanzler Gusenbauer in Moskau nieder, küsste dort die Erde und betete: „Heimat“! Im alten Parteibuch, als die Sozialdemokraten noch Sozialisten waren, stand übrigens unter Religion: „Wir sind den marxistischen Grundsätzen verbunden“.
https://www.youtube.com/watch?v=FsGRDZoAcDY
Sozialismus ist also ein Kommunismus light und auch diese Genossen werden daran scheitern, dass ihnen das Geld der anderen Leute ausgehen wird, wenn sie weiterhin grenzenlose Umverteilung versprechen. Dann nämlich sind alle endlich gleich – gleich arm.
Es gibt da eine falsche marxistische Vorstellung unter den Jugendlichen hier in Europa, dass, wenn man erfolgreich ist oder angenehm lebt, dass dies nur auf Kosten der Menschheit geschehen könne: „Wenn ich gewinne, muss jemand anderer verlieren.“ Es scheint überhaupt kein Konzept für „Win-Win“ zu geben.
Also bitte vor der Wahl überprüfen und verstehen: 100 Millionen Ermordete sind zu bewältigen, Enteignung von Eigentum zu rechtfertigen – Freunde hört die Signale!