
Schon im Frühling des Jahres gab es Gerüchte über einen geplanten Wechsel der EU-Kommissionspräsidentin von der EU zur NATO. Selbstverständlich wurde dies damals vehement dementiert. Man bezeichnete diese Spekulationen als Aprilscherz.
Wenige Monate später ließ US-Präsident Biden verlauten, daß Ursula von der Leyen seine Wunschkandidatin zur Nachfolge des derzeitigen NATO-Generalsekretärs Jens Stoltenberg wäre.
Ein weiteres Gerücht, das derzeit durch die Medien rauscht: Mario Draghi, der frühere EZB-Chef und ehemalige italienische Ministerpräsident soll der Nachfolger von Ursula von der Leyen in der Funktion als Präsident der EU-Kommission werden.
Folgende Punkte sind bei dieser (selbstverständlich nur auf Gerüchten basierenden) Personalrochade für den aufmerksamen Beobachter interessant:
Wie kann es sein, daß man die Frechheit besitzt, ein halbes Jahr bevor die Wähler das Wort zur Zusammensetzung des EU-Parlaments haben und damit eine politische Stoßrichtung vorgeben, die Personalia in der Führung der EU auszumachen, als ob das Votum der Bürger gleichgültig wäre.
Ursula von der Leyen kann man viel nachsagen, keinesfalls jedoch gesteigerte Fähigkeiten bei der Leitung größerer Organisationen oder Apparate. Wenn man sich die Resultate ihrer Leitung der deutschen Bundeswehr als Bundesverteidigungsministerin vor Augen führt, drängt sich der Verdacht auf, daß sie mit der Führung eines weltweit agierenden und mit Atomwaffen ausgestatteten Militärbündnisses eher nicht beauftragt werden sollte. Dies könnte schief gehen.

Der Nachfolger in spe, Mario Draghi war in seiner Amtszeit als EZB-Chef für zwei Dinge verantwortlich, die das ganze Euro-Währungskonzept erschütterte und jegliches Vertrauen in die EU-Geldwirtschaft vernichtete. Er zeichnete sich für die Vergemeinschaftung der Schulden verantwortlich. Dies war seine Medizin zur Stabilisierung der Gemeinschaftswährung. Zudem war er der Schöpfer der unnatürlichen, aber hoch verschuldete Staaten bevorteilenden Null-Zins-Politik, die nun in Form einer massiven Euro-Abwertung und einer Inflation, wie man sie über Jahre nicht gekannt hatte. Die über lange Zeit gepflegte Niedrigzinspolitik fliegt der Wirtschaft wie den Konsumenten, welche sich an diese Konditionen gewöhnt hatten, um die Ohren.
Es drängt sich der Eindruck auf, als hätte man für all diese wichtigen Positionen nur Verlegenheitslösungen parat.