Neues aus dem Twitterland

Geist und Ungeist im Netz

Es wird nicht still um den Kurznachrichtendienst nach seiner Übernahme durch Elon Musk. Nach wie vor wirft man dem neuen Twitter-Boss vor, er würde durch sein Vorhaben, gesperrte Twitter-Konten wieder frei zu schalten, der Meinungsmanipulation und Verschwörungstheoretikern Vorschub leisten. Selbst Elton John verließ nun auf Grund dieser Bedenken Twitter. Ein harter Vorwurf, den man mit sachlichen Argumenten untermauern sollte. Ein erwiesenes Faktum ist allerdings, daß sich die bei Twitter über Jahre etablierte Zensurstelle, die sich als freundliche Faktenchecker ausgaben, selbst massiv der Meinungsmanipulation widmeten.
Speziell während der Corona-Krise und im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampfes hat man von Twitter-Seite massiv eingegriffen. So wurden durchaus seriöse, aber von der WHO-Meinung abweichende Beiträge zu den Themen Impfung, Krankheitsverlauf, Sterberate, etc. mit dem „Warnhinweis“ einer Falschmeldung versehen. Und mancher Poster wurde sogar von Twitter gesperrt. Daß es hier sicher nicht nur gut informierte und trocken argumentierende Wissenschaftler traf, ist unbestritten. Allerdings wurde durch das vollkommene Eliminieren einer Meinung die Möglichkeit für einen Diskurs, für den so oft zitierten Wettbewerb der besseren Ideen verunmöglicht. Ein beinahe orwellsches Wahrheitsministerium im Twitter-Geflecht stützte eine Einheitsmeinung und bestrafte Abweichler.

Twitter-Boss Elon Musk scheint stets bemüht zu sein, irgendwo anzuecken.

Und während des US-Präsidentschaftswahlkampfes hat man es haushoch übertrieben. Da hat man die Verbreitung von Unterlagen um den Skandal des nunmehrigen Präsidentensohns Hunter-Biden einfach verhindert. Die Informationen rund um die Tätigkeiten Hunter-Bidens, das Wissen des heutigen Präsidenten über die Vorgänge, all die Geschichten um halbseidene Geschäfte in der Ukraine, Drogenexzesse und Partys mit Prostituierten hätten wohl ihren Einfluß auf den Ausgang der Präsidentschaftswahl gehabt. Es ist fraglich, ob der Präsident heute Biden hieße, wenn diese Informationen nicht gezielt zurückgehalten worden wären.

Ist Joe Biden nur auf Grund manipulativer Eingriffen in die Informationsplattformen US-Präsident?

Daß Twitter auf diese Weise als manipulatives Instrument der Politik mißbraucht wurde, schafft Elon Musk nun ab und macht sich damit offensichtlich sehr mächtige Feinde. Auch eine schon länger brodelnde Differenz mit Apple scheint nun wieder hochzukochen.
Wer diesen Konflikt gewinnt, wird die Geschichte zeigen.

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert