3. NR-Präsident Ing. Norbert Hofer

Der politische Adventkalender

Der Advent ist die Zeit des Friedens, des Wartens und des Innehaltens.

Nehmen wir uns das zum Anlass, uns wieder mehr auf das zu besinnen, was für uns Menschen wichtig ist:

Aufeinander zugehen, Respekt voreinander, Zeit füreinander, miteinander reden, für die Familie da sein, Mut schöpfen und Kraft tanken, miteinander teilen, Liebe schenken, Hoffnung leben und in Zuversicht zusammenstehen.

Das vergangene Jahr 2021 war kein einfaches. Begonnen im Lockdown und genauso klingt es auch aus. Nur wenige Wochen und Monate blieben uns heuer, um Veranstaltungen abzuhalten, Feste zu feiern und Jubiläen zu begehen. Ein kurze Zeit der Freiheit und Lebensfreude die wir, soweit es uns möglich war, nutzen konnten.

Diese kurze Phase der Erholung von den Pandemie-Mühen ist aber mittlerweile nur mehr eine vage Erinnerung. Der trübe Corona-Alltag hat uns gegen Ende des Jahres wieder eingeholt. Die Stimmung hat sich verschärft. Erneut strenge Maßnahmen, die angekündigte Impfpflicht und eine große Regierungsumbildung haben die Menschen im Land verunsichert. Vielen wissen nicht mehr, wie es weitergehen soll. Unternehmer, Wirte, Hoteliers werden allein gelassen. Berufsgruppen wie Pflegekräfte sind am Ende ihrer Kräfte angelangt. Ein harte Herausforderung für unser vielgeprüftes Österreich.

Es liegt in der Verantwortung von uns Politikern, dass wir die aufkommenden Sorgen und Ängste aller Menschen in Österreich ernst nehmen, damit sie nicht das Vertrauen in die Institutionen verlieren. Wenn zigtausende Menschen Woche für Woche im ganzen Land demonstrieren, weil sie um ihre Freiheit bangen, darf das genauso wenig verhallen, wie die Sorgen derjenigen, die eine weitere Ausbreitung des Virus befürchten. Ich möchte daher einen Appell an sie richten:

Lassen wir uns nicht spalten! Wir sind kein Land der Geimpften und Ungeimpften. Wir sind alle Österreicher. Jeder hat seinen eigenen Rucksack zu tragen. Jeder hat Ängste und Sorgen und weiß oft nicht, wie es in der Zukunft weiter gehen soll. Auch für die eigenen Kinder, für die Eltern und Großeltern ist es nicht einfach in diesen Tagen. Daher glaube ich, dass wir uns besinnen müssen und diese Tage nützen sollten um uns einmal in die Lage des anderen hineinzuversetzen und fragen: Warum denkt jemand anders als wir? Das ist eine wichtige Voraussetzung für ein friedliches Miteinander in unserem schönen Österreich.

Ich wünsche Ihnen, werte Leser, ein besinnliches Weihnachtsfest und ein frohes, neues Jahr 2022!



Titel-/Vorschaubild © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

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