finis libertatis? oder „Was bilden die sich eigentlich ein?!“

(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten

Ein Kommentar.

Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Leserinnen und Leser!

Heute wird ´s biblisch! Nicht weil Sonntag ist, sondern weil die Bibel doch einen gewissen Einfluß auf den in unseren Gefilden üblichen Wertekanon hatte und angeblich noch hat.
Der sicherlich interessanteste Input des „Buchs der Bücher“ ist das Regelwerk der zehn Gebote.
Losgelöst von den Gesetzen, die ausschließlich religiösen Inhalt haben, sind die zehn Gebote eine praktische und einfache Sammlung von Regeln, die – so sich jeder daran hält – ein angenehmes und friedliches Leben garantieren. Die Regeln sind klar und für jeden einleuchtend. Man muß weder Rechtsgelehrte oder Ethiker hinzuziehen, die einem den Sinn erklären. Ganz klare Ansagen, deren Nutzen auf der Hand liegt.
So sollten Gesetze sein. Klar und einleuchtend, für den Menschen nachvollziehbar. Dann werden Gesetze auch als Bereicherung und als Schutz vor Nachteilen, vor Schlechtem und Bösen wahrgenommen.
Skepsis macht sich breit, wenn Gesetze sehr ausschweifend werden und die Erläuterungen und Begründungen mehr Raum als das Gesetz selber einnehmen. So wie bei den neuesten Ergüssen unserer nicht übertrieben hoch geschätzten Bundesregierung. Man biegt ein neues Gesetz, eine neue Regel – ehrlicherweise sollte man es Befehl nennen – so hin, daß es den Anschein erweckt, grundlegende Gesetze, nämlich die österreichische Verfassung, nicht zu brechen. Und man begründet diesen Befehl mit einer ganzen Litanei an Horrorszenarien, die ausschließlich aus einem einzigen Blickwinkel getroffen wurden. Aus dem Blickwinkel der Befehlserlasser, die keine Freude mit anderen Meinungen, anderen Ansichten, anderen Erkenntnissen haben. Grundsätzlich haben sie keine Freude mit Widerspruch! Gesetze sollen mit einem „Jawoll!“ oder zumindest einem „Danke schön!“ von den Bürgen, die damit nur noch Untertanen sind, entgegengenommen werden. Wie bei der Kommunion! „Amen“, sagen und dann brav die Gosch`n halten und mit demütig gesenktem Haupt aus dem Sichtfeld verschwinden…
Dieses Verständnis für die Gestaltung von Gesetzen, für das Verhältnis zwischen Bürgern und ihrer Regierung, führen zu den nun kund getanen neuen Regeln unserer Bundesregierung. Man hat sich eine Impfpflicht und einen (ehrlicherweise als reine Disziplinarmaßnahme gedachten) Lockdown erdacht und begründet ihn mit den sehr einseitigen Behauptungen, die sich schon über längere Zeit als fragwürdig erwiesen.

„Die zehn Gebote von Lucas Cranach dem Älteren.

Aber zurück zu den zehn Geboten! Das für Katholiken und Lutheraner achte Gebot besagt, daß man nicht lügen soll. (Für diverse Freikirchen, Adventisten, Orthodoxe, Anglikaner, Juden, usw. handelt es sich hier um das neunte Gebot.) Dieses Gebot wird derzeit – höflich gesagt – etwas überstrapaziert. Mit absurden Narrativen und aufgebauschten Falschmeldungen wird eine Front durch das Land und durch seine Menschen gezogen. Auf der einen Seite die Befürworter der Regierungsmaßnahmen, die Geimpften, also die Impfbefürworter, auf der anderen Seite die Regierungskritiker, die Ungeimpften, also die Impfgegner. So soll der Eindruck sein, so wird es von den Regierungsmitgliedern, ihren Parteien und den Unterstützern ihres Kurses, allen voran den großen Medienhäusern, dargestellt. Allerdings ist es bei genauerer Betrachtung vollkommen anders. Die Impffans und die radikalen Impfgegner stellen Minderheiten dar. Die Mehrheit der bereits geimpften Bürger ließ sich impfen weil ihnen versprochen wurde, daß sich dadurch die Pandemie besiegen ließe, das Leben zur Normalität zurückkehre, und sie nach einem oder zwei Stichen (je nach Impfstoff) ihren Frieden hätten und vor Ansteckung, Krankheit und Weitergabe geschützt seien. Der mit Abstand gewichtigste Anteil der Gegner dieser Regierungsmaßnahmen ist geimpft, will aber die Wahlfreiheit für die Bürger, ob sie sich impfen lassen oder nicht. Und sie wollen eine größere Auswahl an Impfstoffen. Die Menschen wollen – vor allem nachdem es wiederholt zu sichtbaren und teils tragischen Komplikationen mit den modernen Impfstoffen kam – bewährte Technologien als Schutz angeboten bekommen: Die sogenannten „Totimpfstoffe“ wie von Sinovac, oder das Produkt von Valneva. Die Menschen haben kein Verständnis mehr dafür, daß offensichtliche Impfnebenwirkungen einfach totgeschwiegen werden und sie als Verschwörungstheoretiker, Schwurbler oder Schlimmeres beflegelt werden.
Die exzessiv betriebene Darstellung der einzelnen Lager in dieser Sache ist ein Verstoß gegen das achte Gebot!

Es wird gemunkelt, daß diverse Entscheidungen der Regierung mehr dem eigenen Geldbörserl als dem Wohl der Bürger dienen sollten.

Noch bevor Lockdown und Impfpflicht verkündet wurden, gab es von einer der gewichtigsten Agenturen des Landes eine Meldung laut derer sich „die Leichen in den Gängen stapeln“. Ein Schreckensbild! In Oberösterreich soll diese Situation in einem Krankenhaus sein. Eine Nachprüfung ergab, daß es sich um eine geschmacklose Falschmeldung handelte.
Überhaupt wird erzählt, daß die Krankenhäuser, die Intensivstationen kurz vor dem Zusammenbruch stünden. – Das stimmt nur teilweise. Die offiziellen Belagszahlen zeigen, daß genügend Ressourcen zur Verfügung stünden. Allerdings stimmt die Kommunikation zwischen den einzelnen Anstalten nicht. Die von Corona betroffenen Patienten werden nicht ordentlich verteilt, sodaß die eine Krankenanstalt vor Überlastung aus dem letzten Loch pfeift, während andere Häuser halb leer sind. Dieser Fehler geht klar auf die Kappe des Gesundheitsministeriums und sollte auch dort ausgebadet werden (Nachdem er behoben wurde, natürlich!). Die Bürger für die Versäumnisse der Regierung zu bestrafen, ist eine Frechheit! Auch hier liegen die Daten, die Zahlen, die Fakten auf dem Tisch, werden aber bewußt nicht beachtet, doch dafür eine Schauergeschichte erzählt. Schon wieder: Achtes Gebot!

Der Oppositionspolitiker Herbert Kickl empfahl der Regierung, sich verstärkt mit der Behandlung der Erkrankten zu beschäftigen – scheinbar gibt es für niedergelassene Ärzte bis heute keine Richtlinie, wie sie mit infizierten oder erkrankten Patienten in der Behandlung verfahren sollten – und wies dabei auch auf die diesbezüglichen Praktiken in anderen Ländern hin. Dabei nannte er unter anderem auch den Wirkstoff Ivermectin (für dessen Entwicklung die beiden Urheber den Nobelpreis für Physiologie und Medizin erhielten), der weltweit in der Human- als auch Veterinärmedizin erfolgreich angewandt wird. In einem selten dagewesenen Haß- und Hetzsturm fielen Medien und politische Mitbewerber über Kickl her und behaupteten und behaupten nach wie vor, er würde ein Pferdeentwurmungsmittel zur Therapie empfehlen. – Schlicht gelogen. Kaum ein Politiker ging in letzter Zeit so sorgsam mit seinen Worten um, wie besagter FPÖ-Chef. Aus seinem Vorschlag, sich umzusehen, wie andere Länder mit ihren Methoden eine Be- und Überlastung des Gesundheitssystems verhindern, wurde eine Empfehlung für ein Medikament gemacht. Diese Vorgehensweise reizt in ihrer Bösartigkeit die Grenzen des achten Gebots aus.

Am Samstag versammelten sich unbeschreiblich viele Menschen in Wien, um gegen die neuen gesetzlichen Vorgaben zu protestieren. Kein Anlaß zur Freude für unsere Regierenden!
Und noch bevor das letzte Transparent zur Demo wieder eingerollt, der letzte Demonstrant sich auf den Heimweg gemacht hat, wurde die Wahrheit wieder einmal „etwas“ verbogen. Das begann bei den kolportierten Teilnehmerzahlen, die je nach (politisch genehmer) Sichtweise 35.000 – 40.000 oder auch 100.000 bis 150.000 ausmachten. (In Anbetracht der geboteten Bilder sind die Schätzungen im dreistelligen Tausenderbereich eher realistisch.)

Helme schützen. Auch auf Demonstrationen.

Der Protest gegen die Regierungsmaßnahmen wird auf jeden Fall einmal klein geschrieben und klein geredet. Man argumentiert, daß (behauptete) 40.000 Teilnehmer gerade einmal ein halbes Prozent der Bewohner Österreichs, und deswegen zu vernachlässigen wären. Dieses stumpfsinnige Argument kommt allerdings aus der selben Ecke, aus der umgehend tränenrührender Applaus erschallt, wenn die „Omas gegen Rechts“, die geriatrische Speerspitze gegen angeblichen Faschismus, sich irgendwo zu zehnt tummelt. Überhaupt ist gerade „Faschismus“ ein derzeit sehr gerne genutzter Begriff und er wird ohne Zögern (und ohne Nachdenken) den jeweils gegnerischen Seiten angedichtet und um die Ohren gehauen. Unbestritten muß wohl sein, daß die nun gesetzten Regierungsschritte massive totalitäre und freiheitsfeindliche Züge hat. Nicht zwangsweise faschistisch, aber trotzdem abzulehnen, zu verhindern und mit allen demokratischen und rechtlich gedeckten Möglichkeiten zu bekämpfen. Aber die Verteidiger dieser gefährlichen Schritte sind schon ausgerückt und „argumentieren“ in einer Art und Weise, daß dem erstaunten Zuhörer/Zuseher die Großhirnrinde zu jucken beginnt: Die Maßnahmen seien nicht totalitär, oder gar faschistisch, weil solche Ideologien oder Regierungsformen treten durch bewaffnete und uniformierte Verbände in Erscheinung.

Geschmacklose Hemden als Gesinnungsmerkmal?

Bei allem Respekt: Wer totalitäre System an modischen Fauxpas wie braunen oder schwarzen Hemden, an roten oder sonstigen Halstüchern festmachen will, ist entweder mit seinem argumentativen Latein am Ende oder einfach blöd.
Und weil wir versöhnlich sein wollen, nehmen wir an, das besagte Damen und Herren nicht blöd sind, sondern einfach nur ziemlich patschert das achte Gebot mit Füßen treten.

Bleiben Sie wachsam, meine Damen und Herren, lassen Sie sich nicht Alles gefallen!
Seien Sie Bürger und nicht Untertanen!




Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie uns gewogen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!



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