Hitchcock

Zum 40. Todestag des Meisters

Sir Alfred Joseph Hitchcock, Knight Commander des Order of the British Empire, geboren am 13. August 1899 in Leytonstone (heute London), verstarb heute vor 40 Jahren, am 29. April 1980 in Los Angeles.
Sein Leben führte ihn schon bald zum Film. Anfang der 1920er war er noch Zeichner von Titeln, Zwischentiteln und Illustrationen beim Stummfilm. Doch bald bewies er sein Talent und Können beim Überarbeiten von Drehbüchern, Erstellen von Produktionsplänen, Organisieren und Gestalten von Szenenbildern und Kostümen.
„Hitch“, so war sein Spitzname bis ins hohe Alter, war plötzlich begehrter und hoffnungsvoller Regieassistent und Produktionsleiter.
Seine erste eigene Regie führte er 1925 mit seiner späteren Frau Alma Reville als Regieassistentin beim Melodram Irrgarten der Leidenschaft.



Der kommende Regiestar der britischen Filmkunstwelt drehte 1929 seinen ersten Tonfilm: Erpressung. Die Tonfassung dieses ursprünglich als Stummfilm geplanten Films entstand auf Hitchcocks Drängen und war ein Erfolg.
Er hatte nun das neue Feld für sich entdeckt. Die Tonfilme, von denen viele Produzenten glaubten, daß sie Regisseure überflüßig machten, waren Hitchcocks Acker, auf dem er seine Erfolge pflanzen konnte.



Sein Genre war von Anfang an der Thriller mit einem gehörigen Hang zum schwarzen Humor. Wie kein anderer konnte Hitchcock Spannung aufbauen und ins beinahe Unerträgliche steigern. Die erlösenden Momente waren dann oft unerwartet, grausam oder grotesk. Er spielte mit der Fantasie der Kinobesucher und war der Herr der Vorstellungskraft. Ab den 1940ern, als er in Hollywood tätig war, drehte er Filme wie Verdacht (1941) und Saboteure (1942) gemeinsam mit Cary Grant. Sein berühmtester und wahrscheinlich auch bester Kriegspropagandafim war Das Rettungsboot (1943).



Seine Darsteller litten oft unter ihm, seinem Perfektionismus, seinem Zwang zu absoluten Kontrolle. Und die überraschend oft blonden, bildhübschen und jungen Schauspielerinnen warfen ihm schon einmal vor, daß sein Interesse an ihnen nicht ausschließlich beruflicher Natur wäre. In dieser Zeit entstanden neben seinen Filmen auch die vielbeachtete und beliebte TV-Serie Alfred Hitchcock Presents.
Aber den wirklichen und unvergessenen Kultstatus erreichte der Großmeister des Thrillers mit seinen Meisterwerken Cocktail für eine Leiche, Bei Anruf Mord, Das Fenster zum Hof, Über den Dächern von Nizza, Die Vögel oder Psycho.



Absolut unvergessen bleiben die Werke des großen Alfred Hitchcock. Und es gibt wahrscheinlich keinen Film, der seine Handschrift trägt, den man nicht mit ruhigem Gewissen empfehlen kann.
Zum 40. Jahrestag seine Dahinscheidens sagen wir, „Danke Hitch!“.




Bilder:
Titel-/Vorschaubild © flickr / Insomnia Cured Here / cc by-sa 2.0

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