David Bowie

Erinnerungen an einen Titanen


Am 8. Januar, also vorgestern hätte David Bowie seinen 73. Geburtstag gefeiert und heute denken wir an ihn im Rahmen seines vierten Todestages. Er war einer der Riesen der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts. Ein Genie, das sich im Laufe der Jahre wieder und wieder neu erfand und jedesmal ein musikalisches Denkmal setzte.

Geboren als David Robert Jones in Brixton, einer eher nicht so feinen Gegend, zog er mit seinen Eltern 1953 in den eher bürgerlichen Süden Londons, ins heutige Bromley. Eine fast biedere Gegend aus der auch Schauspieler Jerome Flynn, der Musiker Peter Frampton oder der Politiker Nigel Farage stammen. Einer seiner damaligen Freunde war der heute berühmte Maler George Underwood. Im Zuge einer Schlägerei im Jahre 1962 verletzte Underwood Bowie das linke Auge so unglücklich, daß die Pupille geweitet und starr blieb. Die dadurch verschiedenfärbig wirkenden Augen wurden zu einem Markenzeichen David Bowies. Die Raufbolde blieben ein Leben lang Freunde.



Schon früh startete er mit Bandprojekten und schlug Ende der 1960er die Profilaufbahn ein. Sein wohl bekanntester Song aus dieser Zeit ist „Space Oddity“, ein Werk inspiriert von Stanley Kubricks „A Space Odyssey“ (dt.: 2001: Odyssee im Weltraum).
Nach seinem Durchbruch Anfang der 1970er tourte er durch die ganze Welt, trat als sein Alter Ego „Ziggy Stardust“ auf und lebte das Leben eines Rockstars der Ära mit allen Höhen, Tiefen und Exzessen aus. Dass er Berlin, wo er 1976 bis 1978 lebte, als Welthauptstadt des Heroin bezeichnete lag sicher nicht an Erzählungen, die an ihn herangetragen worden. Sein Album „Heroes“ stammte aus dieser Zeit und es kommt nicht von ungefähr, daß Bowie, der auch ein begnadeter Schauspieler war, mit einem Cameo-Auftritt in „Christiane F. – Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ zu sehen war.



Die 1980er brachten auch wieder einen neuen David Bowie! Sichtlich gewandelt. Stimmgewaltig und sichtlich „gesünder“ als der bleiche Bowie, den er mit den 1970ern hinter sich ließ.
Es war die Zeit seiner absoluten Nr. 1-Hits: Gemeinsam mit der Band Queen wurde „Under Pressure“ aufgenommen und mit Mick Jagger sang er „Dancing in the Street“. Daneben schauspielte er mit Größen wie Susan Sarandon und Catherine Deneuve.



Ein neues Jahrzehnt brachte dann auch wieder eine neue Periode im Leben und Schaffen den großartigen Briten: Er heiratete das somalische Model Iman Abdulmajid und zog nach New York. An die großen Erfolge der frühen und mittleren 1980er konnte er nicht mehr anknüpfen. Er arbeitete an Details der Präsentation und Vermarktung seiner Shows.
Er war bereits neun Monate auf Welttournee, als er im Juni 2004 in Hamburg nach dem letzten Song des Konzerts – Ziggy Stardust – einen Herzinfarkt hatte. Ihm wurde in einem Hamburger Spital ein Stent gesetzt.
Es wurde ruhiger um den großen David Bowie und er verbrachte mehr Zeit in New York bei seiner Frau und seiner 2000 geborenen Tochter.



Als 2014 Leberkrebs bei ihm diagnostiziert wurde, hielt er dies geheim. Er verstarb zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag. Seinem letzten Willen entsprechend wurde sein Leichnam verbrannt und die Asche auf der indonesischen Insel Bali verstreut.

Sein Werk lebt weiter.



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