Schönheit aus dem Operationssaal

Bild: https://ru.m.wikipedia.org/wiki/Файл:Cleavage_(5348024515).jpg

Jedesmal, wenn man der Begriff „Schönheitschirurgie“ benutzt, wird ein Facharzt der plastischen, ästhetischen und rekonstruktiven Chirurgie grantig. – Und das vollkommen zu recht.
Die flapsigen Bezeichnungen „Schönheitschirurg“ oder „Beauty-Doc“ werden dem hohen Anspruch der Tätigkeit und vor allem der Verantwortung der Ärzte gegenüber ihren Patienten nicht gerecht.

Sehr schnell nach Eintauchen in die Materie wird klar: Es geht hier um mehr als um „ein bisserl mehr Busen“ oder das Verschwindenlassen von Krähenfüßen.



Die Anforderungen in der plastischen Chirurgie sind hoch. Hier werden bspw. Verformungen nach Tumorentfernungen wieder behoben. Ziel dieser Eingriffe ist grundsätzlich, den Ausgangszustand für den Patienten zu verbessern. Die amputierte Brust, an die man bei solchen Eingriffen reflexartig denkt, kommt dank moderner Therapiemaßnahmen immer seltener vor, ist aber trotzdem noch immer Realität und eine entsprechende Herausforderung an den Operateur. Viele Patientinnen leiden sehr stark unter diesen Folgen und brauchen hier entsprechende Hilfe. Das Ziel eines solchen Eingriffs läßt sich klar definieren: Das Verbessern der Lebensqualität, vielleicht auch das Steigern des Selbstbewußtseins.

Besonders interessant, ja respekteinflößend, sind die vielen Bereiche, in denen ein Facharzt sattelfest sein muß, damit er in diesen speziellen Gebieten der Chirurgie überhaupt erfolgreich tätig sein kann. Einige Techniken kommen aus dem Bereich der Verbrennungschirurgie, in der bspw. Unfallopfer versorgt werden. Viele Eingiffe werden in Mikrochirurgie, also unter Einsatz eines Mikoskops, oder zumindest starker Sehhilfen durchgeführt. Das Anlegen von Gewebekulturen zur Transplantation bei Patienten gehört ebenfalls zum breiten Aufgabenspektrum.



Dank moderner Medizin und verbesserten Lebensbedingungen werden wir immer älter und bleiben bis ins hohe Alter vergleichsweise fit und agil. Hier ist es natürlich auch ein nachvollziehbarer Wunsch, das Äußere, an dem ab und zu schon der Zahn der Zeit genagt hat, dem aktiven und jüngeren Lebensgefühl und Selbstverständnis anzupassen.
Immer mehr Männer nehmen auch diese Möglichkeiten in Anspruch und so mancher Bauch verschwand nicht nur durch hartes Training.



Abschließend ein paar Tipps, die nach einigen Wochen interessanter Recherche den interessierten Lesern und Leserinnen auf den Weg gegeben werden können.

1. Überlegen Sie diesen Gang zum Arzt. Es handelt sich um einen medizinischen Eingriff, der nicht aus einer Laune heraus passieren sollte. Auch diverse Modetrends sollten nicht unbedingt ein Anlaß zur Nachahmung sein. Die heute vielleicht topaktuellen Entenschnäbel oder auf Käsekrainerformat aufgeblähten Lippen können schon in wenigen Monaten ganz kalter Kaffee sein.

2. Suchen Sie sich unbedingt einen Facharzt mit entsprechender Ausbildung aus. Und reden Sie mit ihm. Er wird Sie nach besten Wissen und Gewissen und vor allem auf dem neuesten Stand der medizinischen Möglichkeiten beraten. Und wenn Ihnen der Facharzt einen Rat gibt, befolgen Sie ihn auch. Wenn er Ihr Anliegen, Ihren Wunsch ablehnt, hat das einen guten Grund. – Keiner verzichtet freiwillig auf gutes Geld.

3. Halten Sie sich an die Verhaltensregeln vor und nach einer Behandlung. Gerade nach operativen Eingriffen sind diese Anweisungen ein wesentlicher Bestandteil, um Ihre Genesung zu beschleunigen und Komplikationen zu vermeiden.

4. Die Verlockung, einen Eingriff bspw. im ehemaligen Ostblock zu günstigen Preisen machen zu lassen, ist natürlich groß, birgt allerdings einige Risiken. Kommunikationsprobleme durch Sprachbarrieren, andere Standards bei Implantaten, usw… Und wenn etwas „schief geht“, hat man doch erheblich größere Schwierigkeiten, sich im Ausland zu seinem Recht zu verhelfen.




Mehr Informationen zum Thema gibt es auf https://www.plastischechirurgie.org/ .

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