Esterházy und Hans Carl von Carlowitz

DAS UNTERNEHMEN UND DER ERFINDER DER NACHHALTIGKEIT

Als Mäzene, Bauherren und Kunstsammler haben die Fürsten Esterházy das kulturelle und politische Leben Mitteleuropas über Jahrhunderte geprägt.

SEIT VIER JAHRHUNDERTEN steht der Name Esterházy für einen bedeutenden Wirtschaftsträger in der pannonischen Region. Heute umfasst die Unternehmensgruppe vier Bereiche – Pannatura, Immobilien, Veranstaltungen und die Weinproduktion. Dabei stand und steht vor allem die Nachhaltigkeit im Fokus des Unternehmens. Die Pflege und Aufwertung von Forst- und Landwirtschaft, aber auch der historischen Gebäude, trägt einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung des natürlichen Lebensraums bei und sichert damit auch wichtige Arbeitsplätze in der Region.

Das Prinzip Carlowitz
Dem Zugrunde liegt das Prinzip der Nachhaltigkeit, das bereits im Jahr 1713 von Hans Carl von Carlowitz erstmals schriftlich formuliert wurde. Der königlich-polnische und kurfürstlich-sächsische Kammer- und Bergrat und Oberberghauptmann des Erzgebirges forderte in seiner „Sylvicultura oeconomica“, dem ersten geschlossenen Werk über die Forstwirtschaft, den respektvollen Umgang mit der Natur.



Von Carlowitz schrieb sein Buch in einer Zeit der Energiekrise. Die Erzgruben und Schmelzhütten des Erzgebirges, das damals eines der größten Montanreviere Europas war, mussten mit viel Holz als Energiequelle versorgt werden. Zudem wuchsen die Städte stark und trugen zur Holznot bei. Er kritisierte darin auch den auf kurzfristigen Gewinn ausgelegten Raubbau der Wälder. Obwohl des Wort „nachhaltend“ in seinem über 400 Seiten umfassenden Werk nur ein Mal vorkommt, gilt Hans Carl von Carlowitz als Schöpfer des Begriffes „Nachhaltigkeit“. Der respektvolle Umgang mit der Natur hat heute mehr denn je seine Gültigkeit, vor allem für ein Unternehmen wie Esterházy, bei dem Mensch und Natur in enger Verbindung stehen.



Starke Marke
Esterházy sieht diese Philosophie auch als Investition in die Zukunft. Die Rolle als führender Anbieter von Dienstleistungen in Land- und Forstwirtschaft verlangt eine hohe Verantwortung für die Gesellschaft. Deshalb ist es Ziel „Esterházy“ als internationale Marke auch weiterhin so zu etablieren, das sie als Gütesiegel für Nachhaltigkeit steht, sowohl für Produkte als auch alle Unternehmensbereiche.



HERBSTGOLD mit herausragenden Künstlern
Dreißig Jahre nach der Grenzöffnung zwischen Österreich und Ungarn präsentiert das diesjährige Festival HERBSTGOLD in Eisenstadt Künstler und Werke beider Länder, die über die Jahrhunderte hinweg nicht zuletzt auch durch die Esterházys kulturell eng mit einander verbunden waren.
UNTER DEM TITEL „Grenzen? Grenzen!“ geht es um genau diese: zwischen einzelnen Gesellschaftsschichten, zwischen Leben und Tod, Mann und Frau, zwischen Religionen. Das Programm bietet eine einzigartige Mischung aus Liederabenden, klassischen Konzerten, Jazzkonzerten, Balkan- und Roma-Sounds. Auch auf eine konzertante Haydn-Oper darf man sich freuen.



Großartige Künstler und Werke
Interpreten von Weltruf wie Nicolas Altstaedt und die Haydn Philharmonie, Elisabeth Leonskaja, die „Grande Dame des Klaviers“, Sopranistin Marlis Petersen, das Barenboim Said-Orchester, Schauspielerin Martina Gedeck, Bass Robert Holl, Pianistin Elena Bashkirova und Pianist Kirill Gerstein garantieren Musikgenuss vom Feinsten. Joseph Haydns Symphonie Nr. 60, „Il Distratto“ bildet den künstlerischen Auftakt zum großen „Haydn Fest“, es folgen u.a. Werke wie Beethovens 5. Klavierkonzert, Klavierabende mit Werken von Liszt, Brahms, Bartók und Haydn, Beethovens Variationen über ein Thema aus dem Oratorium „Judas Maccabäus“- eine gemeinschaftliche Produktion mit dem Jerusalem Chamber Music Festival. Außergewöhnlich auch der „Haydn Marathon“: Studenten und Studentinnen der Musikhochschule Bremen interpretieren insgesamt fünf Stunden lang Haydn live, parallel in verschiedenen Räumen des Schlosses Esterházy.

Haydn, Liszt, Schubert und die Esterházys
Mit einer der Gründe, warum gerade Haydn eine so große Rolle beim Festival spielt, hängt damit zusammen, dass die Familie Esterházy Kultur immer sehr engagiert gefördert hat. Vor allem die Fürsten Paul II. Anton und Nikolaus I. in den Jahren 1761 bis 1790. Im Auftrag der Fürsten schuf Joseph Haydn in über dreißig Jahren seine wichtigsten Werke. Aber auch das Talent von Franz Liszt, dessen Vater Gutsverwalter auf den Esterházyschen Gütern war, wurde von der Familie entdeckt und gefördert. Franz Schubert war für die jungen Komtessen Caroline und Marie als Klavierlehrer tätig.




Bilder © www.esterházy.at

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