Förderung von jungen Talenten

Bildquelle choose901DOTcom

Es lebe die „Big Bang Theorie“! *

Spätestens seit dem kürzlich bekannt wurde, dass ein 12-Jähriger in seinem Kinderzimmer eine Kernfusion zustande gebracht hat, ist das Thema Forschung sehr präsent.

Jackson Oswalt, ein amerikanischer Junge aus Memphis im US-Bundesstaat Tennessee, hatte mit elf Jahren die Erkenntnis: „Mir wurde klar, dass ich irgendwann bei jedem Computerspeil der Beste werden könnte. Nur: Es wäre praktisch bedeutungslos. Im großen Weltenplan spielen Videospiele keine Rolle.“

Bildquelle choose901DOTcom

Als er dann im Netz auf einen Jungen stieß, der bereits mit 14 Jahren einen Fusor gebaut hatte, war im klar, dass er besser sein wollte. Und so bestellte er sich über das Internet nach und nach die Teile, die er benötigte. Alles mit Unterstützung seiner Eltern, die in den zwei Jahren rund 9.000 Euro in die Leidenschaft ihres Sohnes investierten. Gut angelegtes Geld, wie sich herausstellten sollte, denn kurz vor seinem 13. Geburtstag konnte Jackson die Atome des Deuterium-Gases so stark beschleunigen, dass sie beim Kollidieren verschmolzen.

Jugend fördern

Hätte Jackson nicht selbst den Ehrgeiz entwickelt und hätten ihn seine Eltern nicht so großartig unterstützt, wer weiß, ob jemals herausgekommen wäre, welches Forschertalent in ihm steckt.

Bildquelle choose901DOTcom

Nicht immer können es aber Eltern ihren Kindern ermöglichen, teuren Hobbys nachzugehen und nicht immer erkennen Eltern, welches Potenzial in ihren Sprösslingen steckt. In Österreich springt hier der Staat vielfach ein und fördert mit unterschiedlichen Programmen und Aktivitäten Kinder und Jugendliche.

Nahezu aus allen Wissensbereichen findet man Möglichkeiten, seine eigenen Talente unter Beweis zu stellen und sich mit Gleichgesinnten zu vernetzen.

fti… remixed

Eine der aktuell besten Möglichkeiten als forschungsinteressierter junger Mensch überhaupt einmal herauszufinden, was es alles in diesem Bereich gibt, ist das Wissenschaftskommunikationsprojekt „fti… remixed“ (fti steht für Forschung, Technologie, Innovation), das vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie ins Leben gerufen wurde.

Ziel ist es, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 25 Jahren mit Themen aus Forschung, Technologie und Innovation über Web, Social Media Netzwerke etc. in Berührung zu bringen.

Junge Menschen sollen begeistert werden und die Forschungsfelder durch Kontakte zu Forscherinnen und Forschern greifbar gemacht werden.

Ebenso werden regelmäßig Aktivitäten auf Social Network Plattformen gestartet, um die digitale Kommunikation mit jungen Menschen auszubauen.

Kreativwettbewerb: Schule (er)forscht

Das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung veranstaltet regelmäßig Wettbewerbe, die jungen Menschen Raum zur Entfaltung ihrer Kreativität geben, wie beispielsweise einen österreichweiten Kreativwettbewerb, der heuer unter dem Thema „Schule (er)forscht – kreativ und neugierig“ steht. Mit Hilfe des forschenden Lernens wird ein breites Spektrum an Themen aus unterschiedlichen Bereichen, wie Natur, Umwelt oder Digitalisierung bearbeitet und so die Schule als Raum für kreative Forschungsarbeit eingebunden.

Jugend Innovativ

„Jugend Innovativ“ ist der größte österreichweite Schulwettbewerb für innovative Ideen. Dieser ermöglicht es jungen Menschen ihre eigenen Ideen weiterzuentwickeln, zu verwirklichen und der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Ein Beweis für das hohe Innovations- und Kreativitätspotenzial der Schülerinnen und Schüler liegt vor allem im Ideenreichtum und der Vielfalt der Projekte, die aus den Bereichen Engineering, Science, Design, Young Entrepreneurs, Sustainability und Digital Education kommen.

Seit dem Start im Schuljahr 1987/88 haben übrigens bereits rund 9.500 Projektteams am Wettbewerb teilgenommen.

Wo finde ich was

Für Schüler, Jugendliche und Studenten gibt es, wie bereits erwähnt, unzählige Möglichkeiten sich kreativ-forschend zu betätigen.

Wer Interesse hat, der findet viel Informatives und zahlreiche weiterführende Links auf den Webseiten der zuständigen Ministerien, die dann auf die jeweiligen Projektseiten weiterführen. Hier steht dann auch im Detail, welche Voraussetzungen man mitbringen muss.

Tatsache ist, dass man in Österreich für jede Altersgruppe etwas findet und man einiges für den Forschernachwuchs tut. In diesem Sinne: Es lebe die „big bang theory“!

*US-amerikanische Sitcom, die von den hochintelligenten jungen Physikern Leonard Hofstadter und Sheldon Cooper und dem jüdischen Ingenieur Howard Wolowitz sowie dem indischen Astrophysiker Rajesh Koothrappali handelt.

Please follow and like us:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.