Alles Gute Österreich – „Google braucht MILLIONEN Liter Wasser – und Österreich schaut zu!“

Während Österreich über Hitze, Trockenheit und sinkende Wasserstände diskutiert, entsteht in Oberösterreich ein riesiges Rechenzentrum, das im Vollausbau bis zu 500 Megawatt Leistung benötigen könnte. Der jährliche Stromverbrauch könnte dann bei bis zu 4,4 Terawattstunden liegen – fast ein Drittel des bisherigen Stromverbrauchs von ganz Oberösterreich. Gleichzeitig könnten täglich bis zu 5,8 Millionen Liter erwärmtes Kühlwasser in die Enns eingeleitet werden.

Und genau hier beginnt die Diskussion: Wie viel Strom braucht Google tatsächlich? Woher kommt diese Energie? Was passiert mit dem Wasser? Was passiert mit der Abwärme? Und warum gibt es für ein Projekt dieser Größenordnung keine Umweltverträglichkeitsprüfung?

Die Bürgerinitiative in Kronstorf fordert mehr Transparenz und kritisiert, dass die Bevölkerung erst spät erfahren habe, welche Dimensionen das Projekt tatsächlich erreichen könnte. Eine UVP ist derzeit nicht vorgeschrieben, weil Rechenzentren im geltenden UVP-Gesetz nicht als eigene Vorhabenskategorie erfasst sind und die bestehenden Schwellenwerte nicht erreicht werden.

Gleichzeitig ist die andere Seite der Medaille natürlich auch klar: Ohne Rechenzentren gibt es kein modernes Internet, keine Cloud-Dienste und auch keine KI-Infrastruktur. Die Frage ist also nicht einfach „Google gut“ oder „Google böse“. Die entscheidende Frage lautet: Wie bauen wir diese Infrastruktur, ohne dass die Bevölkerung und die Umwelt die Rechnung dafür bezahlen?

Und vielleicht wäre genau hier ein bisschen österreichische Kreativität gefragt: Warum nicht die enorme Abwärme eines solchen Rechenzentrums für Fernwärme nutzen? In Finnland wird beispielsweise bereits Abwärme eines Google-Rechenzentrums für die lokale Fernwärme eingesetzt.

Wir schauen uns an, was hinter dem Google-Rechenzentrum in Kronstorf steckt, warum die Bürgerinitiative auf die Barrikaden geht und weshalb dieses Projekt ziemlich viel über Digitalisierung, Energiepolitik, Umweltpolitik und österreichische Politik erzählt.


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2 thoughts on “Alles Gute Österreich – „Google braucht MILLIONEN Liter Wasser – und Österreich schaut zu!“”

  1. Gute Tag.

    Sie meinen, es sei klar: „Ohne Rechenzentren gibt es kein modernes Internet, keine Cloud-Dienste und auch keine KI-Infrastruktur.“

    Meine Fragen: Cui bono? |
    Ist die aktuelle Digital-Infrastruktur in Österreich nicht modern genug? |
    Mit welchen Regierungen arbeitet der Google-Konzern zusammen?
    • Unter anderem mit der Britischen und US-Amerikanischen.

    Demzufolge lautet die entscheidende Antwort für mich: „Google böse“.

    Mit freundlichen Grüßen

    Jürgen Tschanett

  2. Nochmals guten Tag.

    Diese Nachricht ist mehr persönlich an Sie gerichtet,
    wegen mir brauchen Sie diese nicht freizuschalten.

    Angesichts einer weitverbreiteten Unverständlichkeit seitens gewöhnlicher Staatsbürger, gegenüber politischen Entwicklungen in Österreich und auf europäischer Ebene, sollte,
    meiner Meinung nach, diesen einmal klargemacht werden, dass wir uns seit inzwischen über einem halben Jahrhundert schon (Stichwort: Raab-Olah-Abkommen und die darauffolgenden Anwerbeabkommen) in einem internationalen Wettbewerb der politischen Eliten befinden. In welchem es zwar schon auch um den vielgepriesenen Wohlstand, aber in der Hauptsache um die alljährliche nationale volkswirtschaftliche Gesamtleistung und die daran geknüpften Steuereinnahmen geht.

    Viele Menschen scheinen das noch immer nicht begriffen zu haben, das ist schade,
    und dies obwohl vonseiten geschmeidig etablierter Politiker, ja gebetsmühlenartig, nur noch vom „Wirtschaftsstandort Österreich“ gefaselt wird — unsere nachfolgenden Generationen werden im Zorn auf sie zurückblicken.

    Immer wieder merkt man, wie verwundert oder gar perplex manche, wegen scheinbar unerwarteter Migrationsbewegungen, sei es aus dem arabischen Raum oder jüngst aus der Ukraine, und,
    in diesem Fall, über aus dem Ausland finanzierte Mega-Bauprojekte sind.

    Oft frage ich mich: Wer geht heutzutage noch wählen — mündige Staatsbürger oder bequeme Systemkonformisten, die erst aufwachen, wenn’s draußen schon wieder finster wird?

    Mit freundlichen Grüßen.

    Jürgen Tschanett

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