
Umfrage zu Neuwahlen und die Sonntagsfrage
Die Untätigkeit bei den rasant steigenden Energiekosten, das ewige Ankündigen des SPÖ-Finanzministers, die inszenierten Auftritte der Neos-Außenministerin und die taktisch kluge Zurückhaltung der ÖVP zeichnen sich auch in den aktuellen Zahlen ab. Natürlich gewinnt auch die FPÖ dazu, wenn die Bundesregierung an den Interessen und Bedürfnissen der Bürger vorbei regiert.
In der Ja-/Nein-Umfrage zum Wunsch nach Neuwahlen des Nationalrats gibt es einen steten weiteren Zug in Richtung „Ja zu Neuwahlen“.
Das Resultat dazu haben wir wieder nach den Parteipräferenzen bei der Sonntagsfrage aufgeschlüsselt.
Nach wie vor: Herr und Frau Österreicher sind sauer!
Die Ergebnisse der „Sonntagsfrage“ Nationalrat:

Bereinigte Ergebnisse der „Sonntagsfrage“ Nationalrat:

Ergebnisse zur Umfrage „Neuwahlen?“:

* Onlineumfrage Sonntagsfrage von 09.03.2026, 00:00 bis 12.03.2026, 08:00. Befragt wurden 2000 wahlberechtigte, politisch interessierte und laut Eigenauskunft auch informierte Bürger aus allen Bundesländern im Alter von 17 bis 82 Jahren bei 1781 Rückmeldungen bei der mit der Sonntagsfrage gekoppelten Umfrage zur Neuwahl.
Es handelt sich hier ausschließlich um „Rohzahlen“ und nicht um „Hochrechnungen“.
Unter „Andere“ fallen Stimmen für Kleinparteien unter 1%, bzw. die nicht bundesweit zur Nationalratswahl antreten.
Unter „Ungültig“/„Keine Angaben“ fallen Mehrfachstimmen, sowie „leere Stimmzettel“.
Die Umfragen folgen nicht den Vorgaben des im Zusammenhang mit politischen Umfragen oft zitierten Verbandes der Markt- und Meinungsforschungsinstitute Österreichs (VdMI), dessen diesbezügliche Richtlinien wir als nicht zielführend ansehen und dem wir natürlich auch nicht angehören, da wir weder ein entsprechendes Institut sind, noch Umfragen im Auftrag Dritter, oder zu gewerblichen Zwecken (zum Verkauf) erstellen.
Daten und Graphiken © Gazette Oesterreich
Die Auflösung der Volksvertretung als politisches Primat – ein Lamento zum Wochenende:
Wer entscheidet noch? Politik zwischen Wirtschafts- und Parteiinteressen und Volksvertretung.
Die Welt wirkt derzeit wie ein Ort, an dem Entscheidungen von enormer Tragweite getroffen werden – und gleichzeitig scheint niemand wirklich verantwortlich zu sein. Kriege brechen aus, eskalieren und ziehen immer weitere Kreise: Russland – Ukraine, Israel – Libanon und Gaza, Iran – USA etc.
Noch vor wenigen Jahren hätte man viele dieser Entwicklungen in ihrer heutigen Intensität kaum für möglich gehalten. Und doch geschehen sie – scheinbar gleichzeitig, scheinbar unaufhaltsam.
Dabei drängt sich eine grundlegende Frage auf: Wer entscheidet hier eigentlich?
Die Auflösung der klassischen Entscheidung
In der klassischen politischen Theorie war diese Frage klarer beantwortet. Politik bedeutete Verantwortung, Gestaltung und die bewusste Entscheidung über das Gemeinwesen. Für Platon war Politik die Kunst der gerechten Ordnung der Polis. Der Staat sollte von jenen geführt werden, die Weisheit, Maß und Verantwortung verbinden – den berühmten „Philosophenkönigen“.
Politik war damit keine Bühne kurzfristiger Interessen, sondern eine ethische Aufgabe: die gerechte Organisation des Zusammenlebens.
Heute wirkt diese Vorstellung beinahe naiv.
Denn die Realität moderner Politik scheint immer weniger von klar identifizierbaren Entscheidungsträgern geprägt zu sein. Entscheidungen entstehen in komplexen Geflechten aus Militärstrategen, wirtschaftlichen Interessen, geopolitischen Bündnissen, medialem Druck und innenpolitischen Kalkülen.
Die Folge ist ein paradoxes Gefühl: Überall werden Entscheidungen getroffen – aber niemand scheint sie wirklich zu verantworten.
Krieg als Ausdruck politischer Ratlosigkeit
Die gegenwärtigen Konflikte wirken weniger wie strategische Meisterpläne als vielmehr wie Kettenreaktionen.
Der Krieg in der Ukraine hat sich von einer geopolitischen Auseinandersetzung zu einem globalen Stellvertreterkonflikt entwickelt. Der Krieg im Gaza-Streifen eskaliert immer wieder in einer Weise, die weit über die Region hinaus politische Spannungen erzeugt. Gleichzeitig drohen Konflikte zwischen regionalen Mächten – etwa mit dem Iran oder über den Libanon – zu größeren militärischen Eskalationen zu werden.
All diese Konflikte werfen eine verstörende Frage auf:
Handelt hier noch jemand nach einem politischen Plan – oder reagiert die Welt nur noch auf Eskalationen?
Krieg erscheint immer weniger als Mittel der Politik im Sinne von Carl von Clausewitz, der ihn als „Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ definierte.
Heute wirkt es eher umgekehrt:
Politik scheint häufig nur noch die Fortsetzung des Krieges mit diplomatischen Mitteln zu sein.
Österreich: Regierung ohne gemeinsame Richtung
Auch im Kleinen zeigt sich diese Auflösung politischer Klarheit. In Österreich regiert eine Koalition aus drei Parteien – ein Bündnis, das programmatisch kaum unterschiedlicher sein könnte.
Was der eine Koalitionspartner ankündigt, wird vom anderen relativiert oder blockiert. Versprechen werden abgegeben, nur um kurze Zeit später von der politischen Realität oder vom Koalitionspartner eingeholt zu werden.
Besonders sichtbar wird diese Spannung bei wirtschaftlichen Fragen.
Die Energiekosten steigen seit Jahren erheblich, während gleichzeitig der Staat über Steuern und Abgaben massiv an Treibstoffen mitverdient. An der Zapfsäule zahlt der Bürger nicht nur den Rohstoffpreis und die Raffineriekosten – ein erheblicher Teil des Preises besteht aus Steuern. Für viele entsteht dadurch ein Gefühl doppelter Belastung: Zuerst verdient man das Geld, versteuert es – und zahlt dann erneut hohe Abgaben beim Konsum.
Das Vertrauen in die politische Steuerungsfähigkeit beginnt zu erodieren.
Die Verzwergung der alten Volksparteien
Die traditionellen staatstragenden Parteien Europas befinden sich seit Jahren in einem Prozess der politischen Schrumpfung. Wählerbindungen lösen sich auf, Parteiprogramme werden austauschbarer, und die politische Kommunikation verlagert sich zunehmend auf kurzfristige mediale Effekte.
Auch in Österreich zeigt sich diese Entwicklung deutlich. Parteien, die einst breite gesellschaftliche Milieus repräsentierten, wirken heute oft wie Fragmentverwalter vergangener Mehrheiten.
Parallel entstehen neue politische Kräfte. Doch auch sie sind häufig eng mit bestimmten wirtschaftlichen oder ideologischen Netzwerken verbunden.
Die liberale Partei NEOS wird beispielsweise häufig mit dem Industriellen Hans Peter Haselsteiner in Verbindung gebracht. Gleichzeitig engagiert sich die österreichische Außenpolitik zunehmend in internationalen wirtschaftlichen Projekten – etwa im Zusammenhang mit dem Wiederaufbau der Ukraine, der für europäische Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Chancen bietet.
Solche Konstellationen werfen Fragen auf:
Wo endet staatliche Außenpolitik – und wo beginnen wirtschaftliche Interessen?
Ist Politik heute ein Geschäftsmodell? Kriegswirtschaft, Migrationsmafia – zuerst vernichten, dann wiederaufbauen?
Der Bürger als Zuschauer
Für viele Bürger entsteht dadurch ein Gefühl politischer Hilflosigkeit.
Wahlen finden statt, Programme werden vorgestellt, Regierungen gebildet – doch die großen Entwicklungen scheinen sich oft jenseits nationaler Parlamente zu entscheiden. Internationale Märkte, militärische Bündnisse, globale Konflikte und wirtschaftliche Netzwerke bestimmen zunehmend den Handlungsspielraum nationaler Politik.
Der klassische Begriff des Volksvertreters wirkt in dieser Realität zunehmend brüchig.
Wenn politische Entscheidungen in internationalen Institutionen, Konzernzentralen oder geopolitischen Machtzentren vorbereitet werden, stellt sich zwangsläufig die Frage:
Wen vertreten nationale Politiker eigentlich noch?
Was von Platons Politik übrig blieb
Für Platon war Politik eine Form moralischer Verantwortung. Der Staat sollte von Menschen geführt werden, die nicht nach Macht streben, sondern nach Erkenntnis.
Gerade deshalb sollten sie regieren.
Die moderne Demokratie hat diesen Gedanken transformiert: Nicht die Weisesten regieren, sondern jene, die brave Parteisoldaten spielen. Doch auch dieses System setzt eine Voraussetzung voraus – Verantwortlichkeit – nicht gegenüber dem Staatsbürger, sondern gegenüber den ideologisch durchdrungenen Parteien.
Wenn politische Entscheidungen jedoch in immer komplexeren Strukturen verschwimmen, wird diese Verantwortlichkeit schwer greifbar.
Vielleicht liegt genau hier das zentrale Problem unserer Zeit:
Nicht, dass es keine Politik mehr gibt –
sondern dass niemand mehr eindeutig sagen kann, wer sie eigentlich macht.
Die offene Frage unserer Zeit
Die großen Konflikte der Gegenwart und die kleinen Widersprüche der nationalen Politik führen zu derselben grundlegenden Frage:
Wer entscheidet über die Zukunft unserer Gesellschaften?
Sind es gewählte Parlamente?
Regierungen?
Militärstrategen?
Globale Wirtschaftsinteressen?
Oder eine Mischung aus allem – ohne klare Verantwortung?
Solange diese Frage unbeantwortet bleibt, wird das Vertrauen in die Politik weiter erodieren.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Krise unserer Zeit:
Nicht der Mangel an Macht – sondern der Mangel an erkennbarer Verantwortung für sie.
https://de.wikipedia.org/wiki/Primat_der_Politik
Ist Donald Trump der einzige Entscheidungsweltdiktator oder ist er auch nur ein Getriebener?
Der Gedanke liegt nahe, wenn man die tägliche Nachrichtenlage verfolgt: Der Name Donald Trump dominiert Schlagzeilen, Entscheidungen aus Washington, D.C. haben globale Folgen, und viele politische Entwicklungen scheinen sich an der Haltung der Vereinigten Staaten auszurichten.
Doch die Vorstellung eines einzelnen „Weltenherrschers“ ist letztlich eine Vereinfachung.
Auch ein US-Präsident bewegt sich in einem dichten Geflecht aus Machtstrukturen: Kongress, Militär, Geheimdienste, wirtschaftliche Interessen, internationale Bündnisse wie die NATO oder Institutionen wie die Europäische Union. Entscheidungen entstehen selten aus dem Willen eines Einzelnen – sie sind meist das Ergebnis von Druck, Interessen und geopolitischen Zwängen.
Die Frage lautet daher vielleicht weniger, ob Donald Trump die Welt regiert.
Sondern eher: Wer treibt eigentlich wen?
Politiker erscheinen oft als starke Gestalter – tatsächlich sind sie häufig auch Getriebene ihrer Zeit, ihrer Wähler, ihrer Machtapparate und globaler Konfliktdynamiken. Gerade darin liegt das Paradox moderner Politik: Die sichtbarsten Figuren wirken mächtig, während die eigentlichen Kräfte im Hintergrund oft diffuser und schwerer greifbar sind.
Bei Selensky weiß man es genau – ein Staatsschauspieler, bei Trump ist es vielleicht eine narzisstische Störung? Oder sind eigentlich nicht alle Politiker Schauspieler und das Volk nur Publikum – Marc Anton zeigte genau, wie man das Volk manipulieren kann, so wirds auch heute praktiziert:
https://www.youtube.com/watch?v=101sKhH-lMQ
Die Persönlichkeitsstörung „Narzissmus“ ist bei fast allen Politikern eindeutig sichtbar – Untersuchungen bestätigen das.
Gut – das rote Zwergerl aus Traiskirchen ist da sicher eine Ausnahme – ein kleiner Scherz, heute ist schließlich Freitag der Dreizehnte!
https://labnews.io/narzissten-in-der-politik-persoenlichkeitsstruktur-einfluss-und-manipulierbarkeit/
„Narzissmus ist ein Persönlichkeitsmerkmal, das durch ein übersteigertes Selbstwertgefühl, ein tiefes Bedürfnis nach Bewunderung und einen Mangel an Empathie für andere gekennzeichnet ist. In der Politik finden sich narzisstische Persönlichkeiten überdurchschnittlich häufig, da die politischen Arenen zahlreiche Gelegenheiten bieten, Status, Macht und öffentliche Anerkennung zu erlangen. Peer-Review-Studien zeigen, dass Narzissten nicht nur verstärkt politisch partizipieren, sondern auch charakteristische Verhaltensmuster und Manipulationsstrategien aufweisen, die sowohl das politische System als auch die Gesellschaft maßgeblich beeinflussen…“