Alles Gute Österreich – „Mehrwertsteuer SCHMÄH! – 27 Cent pro Tag?!“

100 Euro im Jahr.
Oder anders gesagt: 27 Cent pro Tag.
So viel sollen Familien laut Vizekanzler Andreas Babler durch die gesenkte Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel sparen. Milch, Brot, Erdäpfel – die ganze Einkaufsliste brav heruntergebetet in der ORF-Pressestunde.
Klingt leiwand. Klingt sozial. Klingt… nach sehr wenig.

In dieser Folge Alles Gute Österreich nehmen wir uns die neue MwSt-Senkung genau vor:
Was bringt sie wirklich?
Warum feiern Politiker Maßnahmen, die im Alltag kaum spürbar sind?
Und warum sagt ein Großteil der Bevölkerung: „Das kommt doch eh nicht beim Konsumenten an!“?

Während die Regierung von Entlastung spricht, warnt die Community vor der Plastiksteuer, steigenden Energiepreisen und dem altbekannten Effekt: Der Handel kassiert, die Leute schauen durch die Finger. Ein klassischer politischer Reflex: an der Steuer herumdoktern, statt die echten Preistreiber anzupacken.

Wir reden über Symbolpolitik, Rechenbeispiele aus dem Elfenbeinturm und die Frage, ob 27 Cent am Tag wirklich die große Antwort auf Teuerung, Frust und Zukunftsangst sein sollen – oder ob das einfach nur ein weiteres Kapitel österreichischer Beruhigungspolitik ist.

Alles Gute Österreich.
Schau ma mal, wer sich da wirklich ins Knie schießt.



MERCH


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4 thoughts on “Alles Gute Österreich – „Mehrwertsteuer SCHMÄH! – 27 Cent pro Tag?!“

  1. Nachdem die Diebe BRUTTO zu NETTO heruntergestohlen haben, stehlen sie vom NETTO nochmals, mittels Mehrwertsteuer, ihren nicht verdienten Anteil. Die Waren werden dadurch, staatlich erhöht, teurer ohne einen Mehrwert zu schaffen! Diese – ohnehin gegenfinanzierte – minimale Rückgabe der gestohlenen Centbeträge, verkaufen nun die Diebe als Wohlfahrt, als Geschenke – das Volk soll sich nicht betrogen fühlen und dankbar sein – ein Gnadenakt dieser Räuberband! Früher nannte man das Raubrittertum, Strauchdiebe, Mafia, Bandenkriminalität – heute jedoch bezahlen wir mit unserem Steuergeld auch noch diese Flaschenabfüller.

    Orwells „Farm der Tiere“ zeigt es genau – wenn die Arbeitsleistung nicht mehr erbracht werden kann, führen die Schweine ihre versklavten Arbeitstiere auch noch zur Schlachtbank.

    https://www.youtube.com/watch?v=zyWCiLsI5pw

  2. Was ist ein wichtiger Unterschied zwischen Menschen und Tieren?
    Tiere würden niemals zulassen, dass die Dümmsten ihr Rudel anführen.

  3. Wo bist du – Winnetou?

    Karl May Leser haben es gut. Die Braven, die Bösen und die Hässlichen sind in seinen, bis heute unerreichten Erzählungen lebendig geblieben. Winnetou, der edle Häuptling, ist tapfer, stark, klug und sein Charakter makellos. Wer würde sich nicht bedenkenlos solch einem Führer anvertrauen? Die Sehnsucht nach einem wunderbaren Vorbild, unseren Jugendträumen entsprechend, bleibt in der illusionslosen Gegenwart unerfüllt. Erhoffte Tugenden vom „gesunden Geist im gesunden Körper“ entsprechen nicht dem Zeitgeist der Medienwelt Dafür entspricht mancher mächtige Stammeskrieger des einundzwanzigsten Jahrhunderts eher dem Typus von Mays Bösewichten. Auch ein vornehmer Idealist, leicht ideell verträumt, wie Don Quijote, ist 400 Jahre alt geworden. Trotzdem werden solche Romanhelden, romantisch idealisiert, noch heute von Millionen Lesern bewundert und vergebens in der Realität unserer öffentlich agierenden Eliten gesucht.
    In allen Kulturen und zu allen Zeiten gab es Herrscher und Untertanen, Elite und Masse, es gab weise und diplomatische Anführer, welche ihrem Volk Wohlstand und Sicherheit brachten und es gab demagogische Verführer, die Verderben und Not heraufbeschworen. Le Bon spricht von der „unheimlichen Beeinflussung der Masse“ und dass das Volk nicht fähig ist, sich selbst zu führen. Es herrscht das „Lustprinzip“, wenn keine Werte und Normen von den Machteliten vorgegeben werden.
    In der Antike mussten sich die Besten – aristoi – durch besondere Tugenden bewähren, ihr Verhalten und Handeln war dem Gemeinwohl verpflichtet, Verstöße wurden durch das Scherbengericht mit Verbannung geahndet. Auch in den kapitalistischen Demokratien setzt sich die Zweiklassengesellschaft der Mächtigen und der Machtlosen fort, nur die Form der Rekrutierung von Eliten hat sich geändert. Heute zählen die Stars aus Sport, Musik, Politik, Wirtschaft und von den Medien präsentierte Adabeis zur Elite. Das bedeutet aber, um Pareto zu zitieren, dass auch die großen Gauner und bekanntesten Kurtisanen und die Dümmsten der Dummen zu dieser Spezies gehören.
    Bei diversen Wahlen treten, speziell im kommunalen Bereich, österreichweit zehntausende (!) Personen an, die glauben über die notwendigen Fähigkeiten zu verfügen, um in einer demokratischen Struktur verantwortlich zu agieren. Sie fühlen sich der Machtelite zugehörig – das heißt, Durchsetzung des eigenen Wollens, auch gegen den Willen anderer Mitmenschen. Beziehungen und die Einbindung in Netzwerke und eine parteipolitische „Verhaberung“ können hier hilfreich sein. Zur Werteelite zählen Politiker nicht mehr, wichtig ist nur mehr, dass der Kandidat den Wählern gefällt und Subventionen verspricht. Das hat jedoch zur Folge, wie schon Karl Mannheim Ende der dreißiger Jahre feststellte, dass nicht die Fähigsten bevorzugt, sondern die Unerwünschten abgedrängt werden.
    Gesellschaftliche Werte zu vermitteln hat man längst den Massenmedien überlassen und diese agieren hier flexibel, entsprechend der Erhöhung von Subventionen, Staatsinseraten, Auflagen und Einschaltquoten. Der Flaschenabfüller und linksfaschistische, woke Clowns belästigen den Bürger auf Schritt und Tritt. Wo bleiben die positiven Vorbilder?
    Wie angenehm muss die Kommunikation mit dem edlen Wilden, mit Winnetou, gewesen sein – still am Lagerfeuer die Friedenspfeife rauchen und nur reden, wenn man auch etwas zu sagen hat.

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