
(Sehr selektive) Zusammenfassung des Geschehens ohne Höflichkeiten
Ein Kommentar.
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Leserinnen und Leser!
Sollten Sie bislang der Meinung gewesen sein, daß es in Österreich große Probleme gibt, die nach Lösung schreien, können sie beruhigt sein: Sie täuschen sich. Österreich hat augenscheinlich kein einziges Problem, sonst würden sich die Damen und Herr*_:Innen der großen Medienhäuser nicht wie die Geier auf das Thema „Wer küßt wen? – Und dürfen die das überhaupt?“ stürzen.
Vergessen sind die galoppierende Inflation und die noch immer nicht angegangenen Gegenmaßnahmen. Vergessen ist das Arbeitsmarktparadoxon, das durch eine komplett verpeilte Arbeitsmarktpolitik mehr Arbeitslose bei gleichzeitigem Arbeitskräftemangel produziert. Vergessen sind die hohlen Ankündigungen zum Schutz des Bargeldverkehrs, der weder Bankengipfel noch Sonntagsreden, sondern einfach nur Umsetzung benötigen würde. Und vergessen ist die permanent größer werdende Gefahr, in die Österreich durch die neutralitätsgefährdende Politik einiger weniger Inkompetenter getrieben wird. Alles vergessen!

Denn der Tiroler SPÖ-Chef Dornauer hat eine Beziehung zu einer feschen italienischen Dame. So weit, so gut, wäre da nicht das kleine Detail, daß auch die Dame politisch engagiert wäre. Grundsätzlich keine schlechte Sache, wenn die Partner in der Beziehung ähnliche Interessen haben. Doch die Dame, Alessia Ambrosi, ist Parlamentsabgeordnete der italienischen Regierungspartei „Fratelli d’Italia“. Na mehr hat es nicht gebraucht, um ein paar Hitzköpfe durchdrehen zu lassen. Ruckzuck fanden sich ein paar Clowns, die über mediale Wege dem „Schorsch“ Dornauer ausrichten ließen, daß er mit der Angehörigen einer „postfaschistischen“ und „rechtsextremen“ Partei ein Pantscherl hätte und das so nicht ginge… Man kann getrost davon ausgehen, daß die seltsamen Bewertungen der Frau Ambrosi und ihrer Partei den gleichen minderleistenden Köpfen entsprangen, die auch darüber „berichteten“, daß es sich bei der Politikerin um ein Ex-Modell handle. Nun darf man der Dame keinesfalls ihre Anziehungskraft absprechen. Eine fesche Frau. Aber das Modell, mit dem sie von den hoffnungslos unterbegabten Journalisten offensichtlich verwechselt wird, heißt Alessandra Ambrosio, und ist Brasilianerin. Soweit zur Qualität der „Berichterstattung“ der Schwinger von pseudomoralischen Zeigefingern.
Hand aufs Herz, geschätzte Damen und Herren, kaum etwas ist so widerwärtig und ekelerregend als ein politisch motiviertes Liebesverbot. Herr Dornauer und Signora Ambrosi verdienen ihr Glück, sollen eine schöne Zeit und hoffentlich prächtige Zukunft miteinander haben. Und sie sollen es in all ihrer Privatheit genießen können.

Ähnlich skandalös scheint ein rund 4 Jahrzehnte zurückliegender Kuß zu sein. In einer beinahe launigen Talkrunde auf Krone-TV erzählte Eva Glawischnig ihrem sichtlich amüsierten Talk-Gegner Andreas Mölzer und dem erstaunten Moderator, daß sie im Alter von 14 Jahren bei Flaschendrehen mit ihrem damaligen Schulkollegen, späteren Innenminister, und nunmehrigen FPÖ-Chef Herbert Kickl geküßt habe. Wenige Sekunden nach dieser Aussage konnte man ein kleines Rumpeln im Land verspüren – wahrscheinlich einem kleinen Erdbeben gleich – als der „Führungsetage“ der Grünen, samt Hardcore-Anhängerschaft, die Kinnlade auf die Tischplatte fiel. Schmähstad!
Jahrelang hatte sich die linke Schickeria/Twitteria ätzend über den blauen Parteichef ausgelassen. Man spottete, daß er nur Freiheitlicher geworden sei, weil ihn die fesche Eva nicht einmal mit dem A**** angesehen hätte. Und man verstieg sich in andere Bosheiten. Kein Problem, weil man dies ja bei einem FPÖ-Mitglied machen darf und dafür auch noch Applaus von der (selbsternannten) richtigen Seite bekommt.
Und wieder gehen die wildesten Spekulationen los, was wohl gewesen wäre, wenn dieser (scheinbar magische) Kuß auch die politische Ausrichtung des oder der Geküßten beeinflußt hätte: Man stelle sich Eva Glawischnig neben Dr. Susanne Fürst vor, oder Herbert Kickl neben Frau Blimlinger.

Sie merken es, geschätzte Damen und Herren, jetzt geht es gerade ein wenig ins Absurde… Deshalb lassen wir solche Gedankenexperimente lieber bleiben. Sollen sich die üblichen Verdächtigen auf Twitter – numehr X – die verbliebenen 3 Hirnzellen zermartern.
Wir denken lieber noch einmal dran, wie sehr ein Kuß, ein ehrlicher und von Liebe getragener Kuß die Welt verändern könnte. Vielleicht findet sich jemand, der Frau Sigi Maurer wachküßt…
Wir wünschen Ihnen noch einen angenehmen Sonntag!
Bleiben Sie uns gewogen!
Bitte unterstützen Sie die heimische Wirtschaft!
Küssen braucht erlernt sein.Lügen auch –
“ Frieden schaffen ohne Waffen“