
Kaffeehausideen
Helmut Gustav Friedrich Qualtinger (* 8.10.1928 in Wien; † 29.9.1986 ebenfalls in Wien; oft als Helmuth Qualtinger geführt) war ein österreichischer Schauspieler, Schriftsteller, Kabarettist und Rezitator.
Berühmt für seine legendären Kabarettprogramme gemeinsam mit Größen wie Gerhard Bronner, Georg Kreisler, oder Carl Merz. Sein größter Erfolg war sicherlich das gemeinsam mit Carl Merz verfaßte Einpersonenstück „Der Herr Karl“. Neben zahlreichen Theatergastspielen auch Film- und Fernsehrollen wie bspw. in „Geschichten aus dem Wienerwald“ (1979) oder „Der Name der Rose“ (1986).
1966 drehte Qualtinger gemeinsam mit Helmuth Lohner in den Hauptrollen den Film „Samba“. Regie führte der eigens dafür angereiste Hollywoodregisseur Wilhelm „William“ Dieterle. Auch der Autor Ulrich Becher war mit dabei.
Im Cafe Gutruf, dem Stammlokal Qualtingers und vieler anderer Persönlichkeiten von Rang und Namen machte man sich über Ulrich Becher und sein Getue überaus lustig. Als „zweiter Hemingway“ soll Becher sich aufgeführt und so seine Umwelt genervt haben.
Als der so von sich überzeugte Becher eines Tages am Filmset den Bogen überspannte und den Regisseur Dieterle zu sehr nervte, platzte dem der Kragen und er warf Becher aus dem Studio und belegte ihn mit einem Verbot, bei den Dreharbeiten noch einmal aufzutauchen.

Im Cafe Gutruf amüsierte man sich köstlich über die beiden Streithanseln und Qualtinger ersann rasch einen Streich, den er beiden spielen könnte. Im Beisein der Stammgäste, die sich schon spitzbübisch auf Qualtingers nächsten Coup freuten, schnappte er sich das Telefon und rief im Hotel Regina, in dem der Autor Ulrich Becher wohnte an. Er gab sich als Dieterles Regieassistent Szigetvary aus und sprach mit verstellter Stimme und ungarischem Akzent ins Telefon:
„Hier spricht Szitgetvary, ich bin Regieassistent von Härr William Dieterlää. Bittäsehr ich möchte sprächän mit Härr Bechäär.“
Darauf hin wird Qualtinger alias Szigetvary zu Becher durchgestellt und fährt fort:
„Also bittä Härr Bechär, entschuldigen Sie bittä den Störung. Mein Namä ist Szigetvary, Sie kännän mich. Ich bin Regieassistent von Härr Dieterlää, Sia haben Streit gehobt. Es tut Härr Dieterlää sähr laid und er bittet um Verzaihung und läßt Ihnen sagän, daß är Sie mähr den je braucht in Studio, weil är nicht den deitsche Sproche so behärrscht wie Sie. Und är läßt Ihnen dahär bittän, morgän wiedär in Studio zu kommän.“
„Soso, morgen?“, antwortete der ungläubig klingende Becher.
„Ja, allärdings schon um sechs Uhr früh!“
Hundertmal und öfter hat Qualtinger solche Streiche veranstaltet und so das halbe Cafe Gutruf köstlich unterhalten.
Nicht diesmal, denn der Regieassistent Szigetvary saß während dieses Telefonats im Hotel Regina, gegenüber Ulrich Becher. – Augenscheinlich, um im Namen Dieterles um Entschuldigung zu bitten.
Bilder:
Bilder Helmut Qualtinger: screenshots youtube / © ORF
Cafe Gutruf © wikimedia / Invisigoth67 / cc by-sa 3.0
Sein Spruch: „Bevor er gestorben ist, ist er in mein Messer einigrannt“ dürfte vor Gericht sogar manchmal anscheinend geglaubt werden.
Sogar eine Staatsanwältin erlaubt den Angeklagten zu lügen – o Santa Justicia
https://exxpress.at/politik/sie-duerfen-luegen-staatsanwaeltin-sorgt-mit-satz-im-antifa-prozess-fuer-empoerung/
Der Quasi ist zeitlos: Heute heißts: „Der Gust wirds richten“ – aber nicht mehr lange, dann ist bei der ÖVP Schluß mit Wögingers Richterei! Die Justiz wird hoffentlich einmal Recht vor Intervention sprechen!
https://www.youtube.com/watch?v=hTS6-lt9UBo
…Auf einmal sogt mir da Puntigam:
„Sog wos is woah aun dem Tamtam
I hob do sowas aufgeschnauppt
Du hättest einen Unfall ghabt?“
Drauf sog ich: „Es is nix passiert!
Mei Porsche is scho repariert!
Nur leider ist mir ein Passant
Bevor er gstorbn is, einegrannt!“
Da Papa wird’s scho richtn
Da Papa wird’s scho richtn
Das ghöat zu seinen Pflichten
Dazu ist er ja da!
Denn wenn man einen Sohn hat
Und so a Position hat
Und soviel Protektion hat
Wie mein Papa…
Dann genügt ja schon ein Telefonat
Zum richtigen Ort und dort sind sofort die Aktn
Unauffindlich. Sitzt dort ausnahmsweis ein Falscher am Draht
Und glaubt er konn do Mandaln mochn und wird rabiat, nojo!
Da Papa wird’s scho richtn
Da Papa wird’s scho richtn
Er weiß so viele Gschichten
Die andre Leute störn!
Vom kleinsten Referenten
Hinauf zum Präsidenten
Wer wichtig is, der kennt ihn
Mein oiden Herrn!
Man dient ihm gern
Und applaniert die leidigsten Affairn
Ganz intern!“…